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Neue Horizonte für die Hochschule - Uni Kassel legt Entwicklungsplan bis 2014 vor

14.09.2010 - (idw) Universität Kassel

Kassel. Mehr Studienanfänger, neue Forschungsschwerpunkte, Innovationen für Nachwuchs- und Frauenförderung, Bau des neuen Campus Nord. Dies sind einige der ambitionierten Ziele, die sich die Universität Kassel in ihrem jetzt verabschiedeten Entwicklungsplan für die Jahre 2011 bis 2014 gesetzt hat. Die Bereitschaft, in den kommenden Jahren eine wachsende Zahl von Studierenden auszubilden, unterstreicht, dass die Lehre an der nordhessischen Hochschule einen außerordentlich hohen Stellenwert besitzt. Bereits in den Jahren 2005 bis 2009 stieg die Zahl der Studienanfänger von 3.171 auf 3.896 und die Zahl der Absolventen von 1.757 auf 2.162. Die Universität Kassel hat sich auf der Basis des Hochschulpakts 2020 bereit erklärt, von 2011 bis 2015 insgesamt nochmals 2.000 Studienanfänger zusätzlich aufzunehmen. Dadurch wird die Gesamtzahl der Studierenden in den nächsten Jahren die Marke von 20.000 erheblich überschreiten.

Für die Hochschule bedeutet dies eine gewaltige Anstrengung. Wir stellen uns hier der gesellschaftlichen Verantwortung, so vielen jungen Menschen wie möglich den Zugang zum Studium zu eröffnen", betonte Präsident Prof. Dr. Rolf-Dieter Postlep. Zugleich wies er darauf hin, dass die begrenzten Mittel der Universität nicht ausreichen werden, um allen Studierwilligen einen Studienplatz anzubieten: Wir werden mehr Zulassungsbeschränkungen als in der Vergangenheit einführen müssen, um den eingeschriebenen Studierenden solide Bedingungen zu ermöglichen." Um das Lehrangebot attraktiv zu gestalten, soll auch der Einsatz neuer Medien ausgebaut werden. Die Hochschule will die Zahl der E-Learning-Angebote ausweiten, etwa durch die Einführung von E-Klausuren.

Die inzwischen erreichte Position der nordhessischen Universität als Ort hochrangiger Forschung soll ausgebaut werden. Nur so kann langfristig ihre Attraktivität für anspruchsvolle Studierende sowie für herausragende Wissenschaftler aus dem In- und Ausland gesichert werden. Bereits in den letzten Jahren konnte die Universität eine Reihe renommierter neuer Forschungsschwerpunkte etablieren und durch mehr externe Fördermittel ihr Forschungspotenzial deutlich erhöhen. Allein in den Jahren 2005 bis 2009 seien die eingeworbenen Fördermittel um mehr als 30 Prozent auf 37,7 Mio. Euro gestiegen, erklärte Postlep.

Diesen Weg wolle die Universität konsequent weiter beschreiten. Die Summe der eingeworbenen Drittmittel soll zumindest auf dem aktuellen Niveau gehalten werden. Wir werden uns auf dem Erreichten nicht ausruhen, sondern haben für die nächste Zeit eine Reihe neuer anspruchsvoller Forschungsverbünde in Vorbereitung, die Kassel als Forschungsstandort weiter stärken werden", sagte Postlep. So werde sich die Hochschule auch wieder an der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder beteiligen - diesmal mit zwei Vorhaben für Exzellenzcluster. Hervorzuheben sei, dass sich erfolgreiche Forschungsschwerpunkte mittlerweile in der gesamten fachlichen Breite entwickelt hätten, so dass insgesamt von einem erfreulich ambitionierten Forschungsklima an der Universität Kassel gesprochen werden könne.

Um die Hochschule für wissenschaftliche Nachwuchskräfte attraktiver zu machen und die Forschungsleistung zu erhöhen, will die Uni Kassel den Anteil der Beschäftigten im so genannten akademischen Mittelbau weiter steigern und weitere Innovationen insbesondere für die Promotionsphase einführen. Zudem soll die Forschungsinfrastruktur ausgebaut werden. Ziel der Uni ist es Forschungsvorhaben zügig vorzubereiten und die personelle und technische Ausstattung attraktiv zu gestalten. Die Zahl der Promotionen wird in naher Zukunft voraussichtlich auf 200 pro Jahr steigen.

Die Universität Kassel bekennt sich in ihrem neuen Entwicklungsplan nachhaltig zu Gleichstellung und Frauenförderung. Der Anteil von aktuell 34 Prozent Frauen bei den Promotionen soll auf mindestens 40 Prozent gesteigert werden. Mit spezifischen Angeboten wie dem Programm Mit Kind vom Studium zur Promotion" will die Uni dazu beitragen, dass ihre Absolventinnen und Absolventen häufiger eine wissenschaftliche Laufbahn einschlagen. Zudem soll der Anteil der Frauen in den technischen Fächern gesteigert werden. Ebenfalls steigen soll der Männeranteil in Studiengängen wie dem Lehramt für Grundschulen oder Musik.

Einen besonderen Entwicklungsschub erhofft sich die Universität von den in nächster Zukunft anstehenden Bauvorhaben. Insbesondere durch die Verlagerung der Naturwissenschaften und der Mathematik auf den neuen Campus Nord am Holländischen Platz wird sich das Gesicht der Universität verändern. Auch weitere geplante Gebäude wie das Hörsaal- und Campus Center sowie der Ausbau der Mensa tragen dazu bei.

Infolge der neuen Herausforderungen und der damit einhergehenden rasanten Veränderungen hat die Universität Kassel eine dynamische Phase vor sich. Der neue Entwicklungsplan schafft hierfür klare Ziele und Strukturen und dient zugleich als Grundlage für die anstehende Zielvereinbarung zwischen Hochschule und dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst. Mit ihr sollen die letzten konzeptionellen Abstimmungen erreicht und die finanzielle Absicherung zur weiteren Entwicklung gewährleistet werden. Ich bin guter Hoffnung, dass dies bis Ende des Jahres gelingen wird und dass wir dann trotz schwieriger Rahmenbedingungen optimistisch in die Zukunft gehen können", sagte Postlep abschließend.


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Info
Universität Kassel
Dr. Beatrix Kohnke
Leiterin der Referate für
Entwicklungsplanung für Forschung und Lehre
Tel (0561) 804 2219
E-Mail beatrix.kohnke@uni-kassel.de

Universität Kassel
Dr. Guido Rijkhoek
Leiter Kommunikation, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel (0561) 804 2217
E-Mail rijkhoek@uni-kassel.de

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