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Schopenhauer-Jahr: Internationaler Kongress, Ausstellung und Konzert

15.09.2010 - (idw) Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Frankfurt und Mainz begehen das Jubiläumsjahr anlässlich Schopenhauers 150. Todestag mit verschiedenen Veranstaltungen Im Rahmen des Jubiläumsjahres anlässlich Arthur Schopenhauers 150. Todestag findet an der Universität Frankfurt der internationale Kongress Schopenhauer Was die Welt bewegt vom 22.-24.September 2010 statt. Die feierliche Eröffnung fällt mit der Eröffnung des Schopenhauer-Jahres und der Ausstellung Was die Welt bewegt Schopenhauer in Frankfurt durch den Kulturdezernenten der Stadt Frankfurt im Kaisersaal des Römers am 21. September um 18 Uhr zusammen. Der Kongress wird veranstaltet von der Schopenhauer-Gesellschaft e. V. (Frankfurt) und der Schopenhauer-Forschungsstelle an der Universität Mainz in Zusammenarbeit mit der J. C. S.-Universitätsbibliothek Frankfurt/M. Veranstaltungsort ist die Universität Frankfurt, Campus Westend, R. IG 311 und IG 411.

Arthur Schopenhauers Philosophie wird in der ganzen Welt und über die Grenzen der Philosophie hinaus rezipiert. Das hat Gründe in seiner Lehre selbst. Mit der Aufnahme buddhistischer und hinduistischer Elemente zeigt sie sich offen für andere Kulturen und Geisteshaltungen. Auf der anderen Seite respektiert sie in besonderem Maße die Resultate der empirischen Wissenschaften und die Bedeutung der Religionen für die Moral. Mit der allgemeinen Ausrichtung auf diese Aspekte der Interkulturalität, Interdisziplinarität und Modernität der Philosophie Schopenhauers sind bei dem Kongress 10 Themenbereiche in 11 Sektionen vorgesehen: Ethik, Asiatische Philosophien, Metaphysik, Psychologie, Ästhetik I, Naturwissenschaften, Hermeneutik, Ästhetik II, Religion/Mystik, Workshop Edition/Übersetzungen und Wirkungsgeschichte. Kongresssprachen sind Deutsch, Englisch und Französisch. Die Referenten kommen aus 17 Ländern in vier Kontinenten, um sich der Philosophie Schopenhauers zu widmen.

Der Kongress soll zum einen der Angleichung des Forschungsstandes in den verschiedenen Regionen dienen; dabei wird aber auch erwartet, dass neue Facetten der Lehre Schopenhauers im Hinblick auf seine Aktualität im internationalen Maßstab ans Licht gebracht werden. Festgefahrene Sichtweisen auf Schopenhauer, wie sie in der akademischen Philosophie immer noch viel zu sehr verbreitet sind, sollen dadurch erschüttert und eine neue Bewertung seiner Stellung in Aussicht gestellt werden. Bestandteile des Kongresses sind auch der Festvortrag von Rüdiger Safranski bei dem Festakt im Römer, die Abendvorträge von Alfred Schmidt und Ludger Lütkehaus im Literaturhaus sowie das Abschlusskonzert im Holzhausenschlösschen. Letzteres ist mit der Verleihung des Preises im V. Essay-Wettbewerb der Schopenhauer-Gesellschaft verbunden, dessen Thema Schopenhauer und die Frankfurter Schule auf die Veranstaltungen in Frankfurt ausgerichtet ist. Der Kongress wird von der DFG, der Pförtner-Stiftung und der J. C. S.-Universitätsbibliothek unterstützt.

Konzert am 1. Oktober 2010 an der Universität Mainz

Schopenhauer gilt als einer der bedeutendsten Musikphilosophen sowohl hinsichtlich der Stellung, die er der Musik in seinem philosophischen System gab, als auch hinsichtlich der Aufnahme, die seine Philosophie bei Musikern, wie z. B. Wagner, fand. Er selbst bevorzugte die Musik von Mozart und Rossini, von der er selbst Stücke und Transkriptionen auf der Flöte spielte. Solche Transkriptionen und Bearbeitungen berühmter Opern und Orchesterstücke waren vor allem in den Salons des 19. Jh. verbreitet.

Das Trio Helios wurde 2008 in der Absicht gegründet, in Vergessenheit geratene Stücke aus der europäischen Musiktradition des 19. Jh. zur Aufführung zu bringen. Es besteht aus der Violinistin Laura Abbatino, dem Pianisten Roberto Corlianò und dem Flötisten Marco Delisi. Alle drei konnten zuvor schon große nationale und internationale Erfolge vorweisen. Das Trio hat bereits zahlreiche Konzerte in Italien und Deutschland durchgeführt, in denen Kompositionen u. a. von Liszt, Thalberg, Paganini, Alard, Doppler, Briccialdi, Hummel vorgestellt wurden. Für das Konzert für Schopenhauer wurden Stücke ausgewählt, die eine Beziehung zu Schopenhauer haben, sei es weil er den Komponisten besonders schätzte, sei es weil die Stücke zu seiner Zeit bedeutend waren, sei es, weil der Komponist von Schopenhauer beeinflusst war. Laura Abbatino, die auch in Philosophie promoviert ist, wird die Musikphilosophie Schopenhauers und seine Beziehungen zu den gespielten Stücken vor dem Konzert erläutern. Das Konzert für Schopenhauer findet am 1. Oktober, 19.30 Uhr im Roten Saal der Hochschule für Musik, Jakob-Welder-Weg 28, Campus der Universität Mainz statt.


Weitere Informationen:
Schopenhauer-Forschungsstelle
Philosophisches Seminar
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Tel. +49 6131 39-20259
Fax +49 6131 39-26393
E-Mail: schopenhauer@uni-mainz.de
Weitere Informationen: http://www.schopenhauer.philosophie.uni-mainz.de/ http://www.schopenhauer.de/start.htm
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