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20 Jahre deutsche Einheit - neue sozialpsychologische Erkenntnisse

15.09.2010 - (idw) Universität Leipzig

Die politischen und administrativen Weichenstellungen sind weitgehend abgeschlossen. Aber wie groß sind die Unterschiede zwischen Ost und West tatsächlich noch im Denken und Fühlen, im Leben und Lieben? Ist die innere Einheit der Deutschen inzwischen greifbar? Eine Forschergruppe aus Leipzig und Berlin hat unter den verschiedensten Blickwinkeln Antworten gefunden, seien es anhaltende Ost-West-Befindlichkeiten, Neid-Gefühle oder Unterschiede in der psychischen Gesundheit und im Medienkonsum. Optimistische und skeptische, in jedem Fall aber wissenschaftlich untermauerte Antworten sind in dem soeben erschienenen Buch "20 Jahre deutsche Einheit - Facetten einer geteilten Wirklichkeit" zusammengefasst, das Prof. Dr. Elmar Brähler, Leiter der Abteilung für Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie an der Universität Leipzig gemeinsam mit seiner Berliner Kollegin Dr. Irina Mohr, einer Politologin, herausgegeben hat.

Die Studien der Wissenschaftler belegen unter anderem:

dass für den durchschnittlichen Ostdeutschen das Thema Neid eine größere Rolle spielt als für seinen Mitbürger im Westen.
dass der Umzug aus dem Osten in den Westen oder umgedreht nach wie vor eine Belastung für den Menschen ist.
dass der politische Wandel in den Familien nur ganz selten zu einem Riss zwischen den Generationen geführt hat.
dass im Westen bis zu 40 Prozent aller Einwohner einem Sportverein angehören, die Vereine im Osten jedoch nur höchstens 16 Prozent der Bevölkerung erreichen.

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Presseeinladung

Sehr geehrte Damen und Herren,

anlässlich des bevorstehenden Jubiläums am 3. Oktober möchten wir Ihnen einige der neuen Forschungsergebnisse vorstellen, die dem Buch "20 Jahre deutsche Einheit - Facetten einer geteilten Wirklichkeit" zugrunde liegen. Wir laden Sie herzlich zu einer Pressekonferenz ein.

Zeit: 20.09.2010, 11:30 Uhr
Ort: Seminarraum 1134 (1. Etage),
Abteilung für Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie,
Philipp-Rosenthal-Straße 55 (frühere Universitäts-Frauenklinik), Leipzig

Als Gesprächpartner stehen Ihnen zur Verfügung:

Prof. Dr. Elmar Brähler,
Leiter der Abteilung für Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie des Universitätsklinikums Leipzig

Dr. Yve Stöbel-Richter,
stellvertretende Leiterin der Selbständigen Abteilung für Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie des Universitätsklinikums Leipzig

Prof. Dr. Wolf Wagner,
emeritierter Professor Politische Wissenschaften, Freie Universität Berlin

Prof. Brähler wird die Frage stellen "Was bleibt?" und aufschlüsseln, wie unterschiedlich historische Ereignisse bewertet und erinnert werden. Frau Dr. Stöbel-Richter spricht über die Verschiebung von Werten und das Kinderkriegen. Und das Thema von Prof. Wagner schließlich ist der Kulturschock als Erklärung anhaltender Befindlichkeiten zwischen Ost- und Westdeutschland.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen und Ihre Fragen!

Mit freundlichen Grüßen

Prof. Dr. Elmar Brähler,
Leiter der Abteilung für Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie des Universitätsklinikums Leipzig

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