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Social Media - Dialog auf Augenhöhe: 1. Forschungscamp Marketing und Kommunikation an der FH Mainz

26.10.2010 - (idw) Fachhochschule Mainz

Mainz. Zuhören, experimentieren und Kontrollverlust als kreative Chance verstehen, so die Professoren Dr. Oliver Kaul und Dr. Lothar Rolke, ist das Fazit des 1. Forschungscamps Marketing und Kommunikation: Web 2.0 Toolbox für Anwender, welches am Fachbereich Wirtschaft der Fachhochschule Mainz stattfand. Rund 70 Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet waren begeistert, nicht nur mit Best Practice Cases konfrontiert zu werden, sondern auch zahlreiche wertvolle Impulse auf konzeptioneller Ebene erhalten zu haben. Die Herausforderung zielgerichtete Kundenansprache praktisch im Bereich der Social Media umzusetzen, war Thema des 1. Forschungscamps. Unter dem Motto Web 2.0 Toolbox für Anwender, den Wandel im Mediengefüge besonders im Hinblick auf Social Media zu diskutieren, gaben die Initiatoren des Kongresses Rolke und Kaul in Form von Workshops und Vorträgen Raum. Das Internet spielt nicht nur für die Kommunikation eine immer größere Rolle, sondern es entwickelt sich zu dem verkaufsentscheidenden Marktplatz, auf dem auch alle relevanten Bewertungen über das Unternehmen und seine Produkte zu finden sind. Um hier erfolgreich zu sein, müssen Unternehmen webfähig werden. Im Klartext bedeutet dies eine Revolution der Werte, der Kommunikation und des Geschäftsmodells eine Revolution, die das ganze Unternehmen erfassen wird, kommentiert der Kommunikationsprofessor Rolke das erfolgreiche Forschungscamp.

Das Web 2.0 hat das Marketing und die Kommunikation von Unternehmen in eine Revolution gezwungen. Hier gilt es nicht nur, alte Regeln zu überprüfen, sondern Neue aufzustellen. Dies gilt insbesondere, da das Web 2.0 ein Vielfaches der Leistungsfähigkeit im Vergleich zu traditionellen Marketing- und Kommunikationskanälen aufweist, erläutert der Marketingprofessor Oliver Kaul. So müssen Unternehmen bereits auf der organisatorischen Ebene in der Lage sein, eine Vielzahl von hochspezialisierten Boutique-Agenturen zu steuern. Dies bedeutet auch den Abschied von traditionellen Full Service Media-Agenturen, die häufig nicht über ausreichend junges Web-Brain verfügen. Vor diesem Hintergrund, scheinen effektive Web 2.0-Strategien ein Paradigmenwechsel notwendig zu machen, der auch Kontrollverlust zulassen kann und exploratives Lernen als effiziente Informationsgewinnung versteht.

Die gute alte Mundpropaganda verlagert sich immer mehr ins Web und ermöglicht neue Perspektiven, den Markt zu bearbeiten. Auch Uwe Knaus, Manager Corporate Blogging & Social Media Strategy bei der Daimler AG, spricht sich in seinem Vortrag klar für Mehr Mensch, weniger Corporate aus und dafür, Unternehmen mehr zu personalisieren, d.h. den Mitarbeiter zum Botschafter zu machen und die Meinungsbildung im Netz durch Dialog und nicht durch Monolog zu bilden. Transparenz, Begeisterung und Authentizität sind bei der Nutzung von Twitter und Co. die Schlagwörter zur Erreichung der Kommunikationsziele. Auch Experten wie Tina Beuchler, Head of Media Communication bei Nestlé Deutschland AG, appellieren in ihren Workshops an die Dialogbereitschaft der Unternehmen mit ihrer Zielgruppe: Ländergrenzen spielen bei Medialösungen keine Rolle. Mehr an Bedeutung gewinnen bei der Einbindung digitaler Medien Moral, Werte und Ethik, so die ehemalige FH-Studierende. Gerade bei der Dynamik von Digitalen Medien ist es oft schwer für Unternehmen, die Vorlieben der Nutzer zu erkennen. Erfahrungen, neues Wissen und ein abwechslungsreiches Programm beleben die Ära des sozialen Kontexts auch im nächsten Jahr wieder. (Text: Doreen Stubenrauch, Alexandra Rößler)


Weitere Bilder der Veranstaltung können bei Doreen Stubenrauch, Telefon 06131-628 3422 oder per E-Mail doreen.stubenrauch@wiwi.fh-mainz.de abgerufen werden.

Kontakt und Information:

Fachhochschule Mainz University of Applied Sciences,
Fachbereich Wirtschaft
Lucy-Hillebrand-Str. 2, 55128 Mainz
Tel.: 06131-628-3422
E-Mail: info@forschungscamp.com
www.forschungscamp.com
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