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Expertin in europäischer Gleichstellungspolitik an der RUB

27.10.2010 - (idw) Ruhr-Universität Bochum

Marie-Jahoda-Gastprofessorin im Wintersemester 2010/11
Mieke Verloo erforscht Überschneidung von Diskriminierungsformen

Die Überschneidung verschiedener Diskriminierungsformen steht zurzeit im Fokus der Forschung von Prof. Dr. Mieke Verloo. Sie besetzt im Wintersemester 2010/11 die Marie-Jahoda-Gastprofessur der Ruhr-Universität. Sie verknüpft z.B. Maßnahmen zur Verhinderung von Geschlechterungleichheit mit Strukturkategorien wie Ethnizität oder Sexualität. An der RUB bietet sie gemeinsam mit Prof. Dr. Ilse Lenz ein Seminar zur Geschlechterpolitik in der EU und ausgewählten Wohlfahrtsstaaten für Studierende an. Zu ihrem Vortrag Gender equality policies in a changing world (Mittwoch, 17.11., 16 Uhr, GC 04/45, Dekanatssitzungssaal) sind alle Interessierten willkommen.

Gebürtige Belgierin lehrt in den Niederlanden

Die gebürtige Belgierin Mieke Verloo ist Expertin auf dem Gebiet der europäischen Gleichstellungspolitik, der feministischen Methodik und sozialen Bewegungen. Seit 2008 forscht und lehrt sie als Professorin an der Radboud Universität Nijmegen, Niederlande, und ist seit 2006 wissenschaftliche Leiterin des von der EU geförderten Projektes QUING. Ihre Doktorarbeit schrieb die Soziologin über Macht und gender in sozialen Bewegungen' und lehrte unter anderem an der Technischen Universität Hamburg-Harburg und am Institut für die Wissenschaften vom Menschen in Wien, wo sie 2003 die Forschungsleitung des MAGEEQ-Projektes übernahm. Seit den frühen 1990er Jahren widmet sie sich vor allem der Konzeption und Weiterentwicklung von Gleichstellungspolitiken. Sie beschäftigt sich mit Gender Mainstreaming, dessen Strategie, Effektivität und mit Schwierigkeiten bei der Implementierung von Gender Mainstreaming-Praxen.

Die Marie-Jahoda-Gastprofessur an der Ruhr-Universität

Die Marie-Jahoda-Gastprofessur gibt es an der Ruhr-Universität seit 1994. Die Namensgeberin Marie Jahoda war eine der bekanntesten Sozialwissenschaftlerinnen des letzten Jahrhunderts. 1907 im Roten Wien geboren und aufgewachsen musste sie 1936 wegen ihrer jüdischen Abstammung vor den Nazis nach England fliehen. Später emigrierte sie in die USA, wo sie Professorin wurde. Ende der 50er Jahre kehrte sie nach England zurück, arbeitete viele Jahre an den Universitäten Brunel bzw. Sussex und lebte bis zu ihrem Tode am 28. April 2001 in der Nähe von Brighton. Bekannt wurde Marie Jahoda als erste Sozialwissenschaftlerin, die zusammen mit ihrem Kollegen Paul Lazarsfeld die psychologischen und subjektiven Auswirkungen der Arbeitslosigkeit auf den Einzelnen untersucht hat. Ihre Arbeit über die Arbeitslosigkeit im Marienthal gilt in der sozialwissenschaftlichen Forschung als bahnbrechende Untersuchung. Nicht zuletzt ihr methodisches Vorgehen darin ähnelt dem der Frauenforschung.

Weitere Informationen

Melanie Trommer (wissenschaftliche Mitarbeiterin), GC 04/501, Tel. 0234/32-22986, E-Mail: melanie.trommer@rub.de, Internet: http://www.sowi.rub.de/jahoda

Prof. Dr. Mieke Verloo, Oktober bis Dezember an der Ruhr-Universität Bochum, Büro der Gastprofessorin: GC 03/133, Tel.: 0234-32-25423, Department of Political Sciences, Radboud University Nijmegen, Thomas van Aquinostraat 5, PO Box 9108, 6500 HK, Nijmegen, Tel. +31.24.3615634, E-Mail: m.verloo@fm.ru.nl, Internet: http://www.ru.nl/politicologie/koppeling/verloo/

Redaktion: Meike Drießen Weitere Informationen: http://www.sowi.rub.de/jahoda - Aktuelle Infos zu weiteren Vorträgen von Mieke Verloo im Rahmen der Marie-Jahoda Gastprofessur
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