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Auszeichnung für AIDS-Projekt des Universitätsklinikums

28.10.2010 - (idw) Klinikum der Johann Wolfgang Goethe-Universität, Frankfurt a. M.

Das Projekt Helpline anonyme Telefon- und Internetberatung erhält einen Annerkennungspreis im Bundeswettbewerb Aidsprävention. Das HIV-Center des Klinikums der J.W. Goethe-Universität wurde im Bundeswettbewerb Aidsprävention für sein Projekt Helpline anonyme Telefon- und Internetberatung mit einem Anerkennungspreis ausgezeichnet. Die Jury des mit 2.500 Euro dotierten Preises lobte das Beratungsangebot von Dr. Gabriele Nisius und ihrem Team dafür, Patienten mit Migrationshintergrund trotz oft hoher sprachlicher und kultureller Hürden nicht nur medizinische, sondern auch soziale Hilfe zu bieten.

Das HIV-Center Frankfurt gehört zu den größten Behandlungszentren in Deutschland. Jährlich werden etwa 1.500 Patienten behandelt, davon mindestens ein Fünftel mit Migrationshintergrund. Um diese Patienten zu erreichen, bietet das Zentrum anonyme Beratung per Telefon und Internet in sieben verschiedenen Sprachen (Englisch, Spanisch, Thai, Kisuaheli, Amharisch, Tigrinya und Russisch) an. Dazu werden direkt oder indirekt von HIV betroffene Personen mit Migrationshintergrund zu kompetenten Ansprechpersonen ausgebildet, um als Anlaufstelle in ihrer sozialen Umgebung zu dienen und per Telefon oder Internet Patienten in ihrer Muttersprache beraten zu können.

Prof. Dr. Hans-Reinhard-Brodt, Leiter der Abteilung Infektiologie des Klinikums der J.W. Goethe-Universität zeigte sich erfreut über die Auszeichnung und lobte das Engagement von Dr. Nisius und ihrem Team. Projekte wie dieses funktionieren nur durch den unermüdlichen, persönlichen Einsatz der Mitarbeiter, betonte er. Die Aufwendungen für dieses mittlerweile fast vergessene gesellschaftliche Problem haben jede Würdigung verdient.

Der Bundeswettbewerb Aidsprävention ist ein gemeinsames Projekt des Bundesministeriums für Gesundheit und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Der Wettbewerb hatte es sich unter dem Motto Neue Wege sehen neue Wege gehen! zum Ziel gesetzt, neue Präventionsansätze zu finden und schwer erreichbare Zielgruppen, wie zum Beispiel Drogenabhängige oder Flüchtlinge, anzusprechen.

Frankfurt am Main, 28. Oktober 2010


Für weitere Informationen:

Prof. Dr. med. Hans-Reinhard Brodt
Medizinische Klinik II - Infektiologie
Klinikum der J.W. Goethe-Universität Frankfurt am Main
Fon: (069) 63 01 66 08
Fax: (069) 63 01 63 78
E-Mail: reinhard@brodt.net

Ricarda Wessinghage
Recht/Öffentlichkeitsarbeit/Presse
Klinikum der J.W. Goethe-Universität Frankfurt am Main
Fon: (0 69) 63 01 77 64
Fax: (0 69) 63 01 8 32 22
E-Mail: ricarda.wessinghage@kgu.de
Internet: www.kgu.de
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