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Größtmöglicher Nutzen und geringstes Risiko für die Patienten

28.10.2010 - (idw) Universitätsklinikum Heidelberg

Jahrestagung der Strahlenschutzkommission vom 3. bis 5. November 2010 in Heidelberg zu Medizinische Fortschritt und Strahlenschutz Vom 3. bis 5. November 2010 findet in Heidelberg die Jahrestagung der Strahlenschutzkommission (SSK) statt. Die SSK ist ein Beratungsgremium des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, die das Bundesumweltministerium in allen Fragen des Schutzes vor ionisierender und nicht ionisierender Strahlung berät.

Das Thema der diesjährigen Tagung lautet Medizinischer Fortschritt und Strahlenschutz. In den vergangenen Jahren konnten die radiologische Diagnostik und Therapie große Fortschritte verzeichnen; exaktere Bilder ermöglichen genauere Diagnosen und bessere Behandlungsergebnisse durch zielgenauere Bestrahlungen. Gleichzeitig wurde in vielen Bereichen die Strahlenbelastung reduziert und die Sicherheit der Anlagen erhöht.

Ziel der SSK ist es, den Strahlenschutz im Bereich der medizinischen Strahlenanwendungen weiter zu entwickeln: Bei jeder medizinischen Strahlenexposition muss der Nutzen für den Patienten größer als das mit der Anwendung verbundene Strahlenrisiko sein. Dabei soll das Risiko durch die Strahlenanwendung so gering wie möglich sein.

Radiologische Untersuchungen und Therapien nehmen zu

In Deutschland werden zur Zeit pro Jahr etwa 130 Millionen Röntgenuntersuchungen durchgeführt. Das entspricht im Durchschnitt 1,6 Röntgenuntersuchungen pro Einwohner und Jahr. Dabei hat in den vergangenen Jahren die Zahl der mit höheren Strahlendosen verbundenen Untersuchungen, insbesondere die Computertomographie(CT)-Untersuchungen erheblich zugenommen.

Die Anzahl der nuklearmedizinischen Untersuchungen pro Jahr liegt in Deutschland bei ca. 4 Millionen; jährlich werden 50 Untersuchungen pro 1.000 Einwohner vorgenommen. Dazu kommen Strahlenanwendungen insbesondere zur Behandlung von Krebserkrankungen bei ca. 275.000 Patienten pro Jahr.

Im Mittelpunkt der Heidelberger Tagung werden neue Entwicklungen und Probleme in drei Themenbereichen vorgestellt und diskutiert:
* Neue bildgebenden Untersuchungsverfahren,, inkl. Magnetresonanz-Tomographie (MRT)
* Produktion und Anwendung von Radionukliden
* Strahlentherapie und nuklearmedizinische Behandlungsverfahren

In einem Abendvortrag erläutert der Essener Strahlenbiologe Professor (em.) Dr. Christian Streffer das Thema Medizinischer Fortschritt - Kosten für die Gesellschaft - Nutzen für den Patienten - und ethische Fragen.

Seit 1981 befasst sich die SSK im Rahmen einer jährlichen Tagung mit allgemeinen wissenschaftlichen Grundsatzthemen des Strahlenschutzes. Seit 2009 werden Medienvertreter eingeladen, die aktuellen Themen der Öffentlichkeit vorzustellen.

Jahrestagung der Strahlenschutzkommission
Medizinischer Fortschritt und Strahlenschutz
3. bis 5. November 2010
Ort: Marriott Hotel, Heidelberg

Journalisten sind herzlich eingeladen, an der Tagung teilzunehmen!

Anmeldung (bis zum 2. November 2010):
Dr. Olaf Sarenio
Geschäftsstelle der Strahlenschutzkommission
Tel.: 0228 / 99 305 3743
E-Mail: osarenio@bfs.de

Universitätsklinikum und Medizinische Fakultät Heidelberg
Krankenversorgung, Forschung und Lehre von internationalem Rang
Das Universitätsklinikum Heidelberg ist eines der größten und renommiertesten medizinischen Zentren in Deutschland; die Medizinische Fakultät der Universität Heidelberg zählt zu den international bedeutsamen biomedizinischen Forschungseinrichtungen in Europa. Gemeinsames Ziel ist die Entwicklung neuer Therapien und ihre rasche Umsetzung für den Patienten. Klinikum und Fakultät beschäftigen rund 7.600 Mitarbeiter und sind aktiv in Ausbildung und Qualifizierung. In mehr als 40 Kliniken und Fachabteilungen mit ca. 2.000 Betten werden jährlich rund 550.000 Patienten ambulant und stationär behandelt. Derzeit studieren ca. 3.400 angehende Ärzte in Heidelberg; das Heidelberger Curriculum Medicinale (HeiCuMed) steht an der Spitze der medizinischen Ausbildungsgänge in Deutschland.


www.klinikum.uni-heidelberg.de

Bei Rückfragen von Journalisten:
Dr. Annette Tuffs
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Universitätsklinikums Heidelberg
und der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 672
69120 Heidelberg
Tel.: 06221 / 56 45 36
Fax: 06221 / 56 45 44
E-Mail: annette.tuffs(at)med.uni-heidelberg.de

Diese Pressemitteilung ist auch online verfügbar unter
www.klinikum.uni-heidelberg.de/presse Anhang
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