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Auf den Spuren von Huckleberry Finn entlang am Ufer des Mississippi

03.11.2010 - (idw) Universität des Saarlandes

Wissen über eine andere Kultur erwirbt man am besten im jeweiligen Land. Amerikanistik-Studierende der Saar-Uni nahmen im Sommer zusammen mit Kommilitonen der Universität Wien an einer besonderen Exkursion entlang des Mississippi teil. Im Rahmen eines kulturwissenschaftlichen Hauptseminars hatten sie sich im Vorfeld auf die internationale Zusammenarbeit und die Exkursion in die USA vorbereitet. Am Montag, dem 8. November 2010, präsentieren die Studierenden aus Saarbrücken und Wien im Saarbrücker Schlosskeller (Schlossplatz, 66117 Saarbrücken) die Projekte, die sie auf den Spuren des Romanhelden Huckleberry Finn erarbeitet haben. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Deutsch-Amerikanischen Institut statt und beginnt um 17 Uhr.

Die amerikanische Kultur kennenlernen, im Team konkrete Projekte erstellen und sich über eine e-Learning-Plattform austauschen das haben Amerikanistik-Studierende der Saar-Uni im Rahmen eines Hauptseminars und bei einer anschließenden Exkursion in die USA gelernt. Bereits im Vorfeld der Studienreise tauschten sie sich mit Kommilitonen der Uni Wien und der Bradley University in Peoria, Illinois über Chat und Mail aus, um gemeinsame Projekte zu erarbeiten. Thema war die transregionale und globale Dimension der Literatur und Kultur des Mississippi-Deltas. Die Studierenden sollten im Rahmen des interkulturellen Austauschs unter anderem lernen, die dortige Kultur zu verstehen.

Im Sommer reisten die Studierenden aus Saarbrücken und Wien zunächst zu einem Seminartag an die Universität in Peoria, um dann in zwei großen Vans über Hannibal, St. Louis und Memphis nach New Orleans und Nashville zu fahren. Unterwegs besichtigten sie unter anderem das Mark-Twain-Museum in Hannibal. Twains bekannter Roman Die Abenteuer des Huckleberry Finn liefert eine detailreiche Beschreibung der Menschen und Orte am Ufer des Mississippi und gibt Einblicke in Themen wie Rassismus und Sklaverei Ende des 19. Jahrhunderts in den USA. Außerdem besichtigten sie die Graceland-Villa von Elvis Presley und nahmen in New Orleans an einer Hurricane Rebirth Tour teil. In Vicksburg besichtigten sie einen der bedeutendsten Schauplätze des amerikanischen Bürgerkriegs. Organisiert wurde die Exkursion von der Amerikanistik-Professorin Astrid Fellner von der Saar-Uni gemeinsam mit Magister Klaus Heissenberger von der Uni Wien und Professor Timothy Conley von der Uni in Peoria.

Die Exkursion und das Hauptseminar sind Teil des größeren Forschungs- und Lehrprojektes Transatlantic Dialogues, das in Zukunft in jedem Sommersemester stattfinden soll. Das Projekt ermöglicht es deutschen Studierenden, mit österreichischen und amerikanischen Kommilitonen gemeinsame Projekte zu erarbeiten. Auf diese Weise soll eine kritisch-reflektierte Herangehensweise an fremde Kulturen gefördert werden und die Studierenden sollen gezielt fachbezogene Kompetenzen und kulturwissenschaftliche Kenntnisse erwerben. Beide Veranstaltungen wurden vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) aus Mitteln des Bundesbildungsministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), der Bradley University sowie aus Kompensationsmitteln des Saarlandes gefördert. Die Präsentation im Schlosskeller wird vom Deutsch-Amerikanischen Institut, dem Regionalverbund Saarbrücken und dem Deutsch-Pennsylvanischen Freundeskreis unterstützt.

Kontakt:
Prof. Dr. Astrid M. Fellner
Tel. 0681/302-2330
E-Mail: fellner@mx.uni-saarland.de oder amerikanistik@mx.uni-saarland.de Weitere Informationen: http://www.amerikanistik.uni-saarland.de
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