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Hilfe beim Wiederaufbau der Trinkwasserversorgung und von Schulen

04.11.2010 - (idw) Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Nach der Flutkatastrophe in Pakistan plant das Südasien-Institut (SAI) der Universität Heidelberg langfristige Hilfsprojekte in der Bergregion im Norden des Landes. Die Hilfe konzentriert sich bisher auf das Tiefland, während die Berggebiete von der Zentralregierung extrem vernachlässigt wurden, sagt SAI-Direktor Prof. Dr. Marcus Nüsser nach einem mehrwöchigen Aufenthalt in Pakistan. Aber auch dort hat die Flut verheerende Schäden hinterlassen. Pressemitteilung
Heidelberg, 4. November 2010

Hilfe beim Wiederaufbau der Trinkwasserversorgung und von Schulen
Südasien-Institut unterstützt mit Spendenaktion Opfer der Flutkatastrophe in Pakistan

Nach der Flutkatastrophe in Pakistan plant das Südasien-Institut (SAI) der Universität Heidelberg langfristige Hilfsprojekte in der Bergregion im Norden des Landes. Die Hilfe konzentriert sich bisher auf das Tiefland, während die Berggebiete von der Zentralregierung extrem vernachlässigt wurden, sagt SAI-Direktor Prof. Dr. Marcus Nüsser nach einem mehrwöchigen Aufenthalt in Pakistan. Aber auch dort hat die Flut verheerende Schäden hinterlassen. Das SAI hat nach einer eigenen Spendenaktion bereits im September Nahrungsmittel zur Erstversorgung in fünf Dörfer im Raum Malakand im Nordwesten Pakistans gebracht. Nun sollen mit Heidelberger Unterstützung in der Nordprovinz Gilgit-Baltistan die Trinkwasserversorgung und eine Schule wieder aufgebaut werden.

Mit der Lebensmittellieferung konnten in den Dörfern in Malakand 750 Pakete mit Grundnahrungsmitteln verteilt werden. Sie waren jeweils für eine Familie mit acht Personen gedacht und enthielten 41 Kilogramm Mehl, Zucker, Reis, Linsen, Öl und Tee. So wurden rund 6.000 Menschen mit Nahrungsmitteln erstversorgt. In die Soforthilfe eingebunden war der aktuelle Inhaber der Iqbal-Gastprofessur am Südasien-Institut, Prof. Sayed Wiqar Ali Shah aus Pakistan. Der Wissenschaftler nutzte einen Heimatbesuch für Unterstützung beim Kauf und der Verteilung der Hilfsgüter und zog vor Ort Erkundigungen ein, wo die Hilfe besonders benötigt wurde.

Nach dieser Erstversorgung plant das Südasien-Institut nun Hilfsprojekte in der Nordprovinz Gilgit-Baltistan, die nach Angaben von Prof. Nüsser nach der Flut kaum Hilfe erreicht. Die rund 70.000 Einwohner der Stadt Gilgit waren einen Monat ohne Strom und die Verkehrswege fast zwei Monate lang vollständig unterbrochen, so dass keine Versorgung von außen möglich war. Das SAI will nun den Wiederaufbau von Schulen und der Trinkwasserversorgung in der Region unterstützen. In ein Dorf im Indus-Tal an der Nordseite des Nanga Parbat, in dem ein Hang komplett abgerutscht ist, sind bereits Rohrleitungen transportiert worden, die nun verlegt werden. In dem Ort ist auch die einzige Schule eingestürzt, die jetzt an einer neuen, sicheren Stelle wiederaufgebaut werden soll, erklärt Prof. Nüsser, der im August und September sieben Wochen in Pakistan war.

Für die Hilfsmaßnahmen arbeitet das SAI mit der Nanga Parbat Foundation zusammen, einer lokalen Nichtregierungsorganisation. Die Planung und Umsetzung solcher Hilfsmaßnahmen ist nur durch eine vor Ort tätige und in der Bevölkerung anerkannte Organisation möglich, erklärt Prof. Nüsser, der den Leiter der Nanga Parbat Foundation, Ghulam Nabi, seit 1993 sehr gut kennt.


Informationen im Internet können unter der Adresse http://www.sai.uni-heidelberg.de abgerufen werden.

Kontakt:
Prof. Dr. Marcus Nüsser
Südasien-Institut
Telefon (06221) 54-8922
marcus.nuesser@uni-heidelberg.de

Kommunikation und Marketing
Pressestelle, Telefon (06221) 54-2311
presse@rektorat.uni-heidelberg.de
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