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Psychologische und gesundheitliche Leistungsförderung für jugendliche Fußballtalente

04.11.2010 - (idw) Universität Bremen

Kooperationsprojekt der Uni Bremen mit dem SV Werder Bremen wird vom DFB weiter gefördert. Der Deutsche Fußball Bund (DFB) wird das einzigartige Kooperationsprojekt der Uni Bremen mit dem Bundesligisten SV Werder Bremen weiter fördern. Es ist nunmehr die dritte Förderung, die der Gesundheitswissenschaftler Professor Dietrich Milles (Zentrum für Sozialpolitik der Universität Bremen) und der frühere Bundesliga-Spitzenspieler und Doktor der Psychologie Uwe Harttgen für ihre gemeinsamen Forschungen erhalten. Unter dem Thema Psychologische und gesundheitliche Leistungsförderung für jugendliche Fußballtalente. Bestandteile, Instrumente und Module der Förderung in Praxis und Trainerausbildung sollen jetzt die Schlüsse für die Praxis gezogen werden, nachdem im letzten Schritt des Projektes umfangreiche Befragungen junger Talente in Nachwuchsleistungszentren der Fußballbundesliga durchgeführt wurden.

Die Forschungen zielen auf die Tatsache ab, dass in der Trainerausbildung gesundheitliche, soziale und psychologische Aspekte bislang eher erfahrungsgeleitet angesprochen werden - eine systematisierte Ausarbeitung gibt es nicht. Daher wird jetzt ein Modul der Trainerausbildung für die B- und A-Lizenz sowie für die Fußball-Lehrer-Ausbildung des DFB erarbeitet, in dem diese Perspektiven Platz finden. Ein Jahr sollen die Forschungen laufen, bei denen unter anderem die psychologischen Ansätze ausgearbeitet werden, die eine Persönlichkeitsentwicklung der jungen Talente und die positive Verarbeitung von sportlichen Belastungen in der Praxis fördern können. Eine gesundheitswissenschaftliche Betrachtung lässt Faktoren wie persönliche Ressourcen, vorhandene Bedingungen für die sportliche Aktivität und soziale Unterstützungen mit einfließen.

Neben dem Hauptprojekt wird eine Qualitative Befragung von Spielern in Nachwuchsleistungszentren zu Bewältigungsressourcen und Leistungsentwicklung durchgeführt. Diese zusätzliche Befragung ausgewählter Spieler in Leistungszentren und Nationalmannschaften resultiert aus den bisherigen Untersuchungsergebnissen. Diese haben verdeutlicht, dass die jungen Talente ihre Entwicklung mit einer durchgehenden Orientierung auf eine Bundesliga-Karriere vornehmen und verweisen auf die besondere Rolle der Trainer, die wichtige Funktion der Familie und die Unterstützung durch soziale Beziehungen. Dieses kleinere Projekt soll ebenfalls in einem Jahr bewältigt werden.

Bei der Zusammenarbeit der Uni Bremen mit dem DFB und dem SV Werder Bremen werden Erkenntnisse und Methoden der Stressforschung, Entwicklungspsychologie und Leistungsförderung miteinander verschmolzen. Der Fokus auf Bewältigungsfähigkeiten und Talentförderung ermöglicht neues Wissen, das nicht nur für die Ausbildung von Lehrern und Trainern, sondern auch für Schule und andere Felder der Gesundheitsförderung wichtig ist. Die bisherigen Forschungsergebnisse fanden bereits in Trainerseminaren des DFB sowie in den Nachwuchsleistungszentren eine breite Aufmerksamkeit.

Weitere Informationen:

Universität Bremen
Fachbereich Human- und Gesundheitswissenschaften
Zentrum für Sozialpolitik (ZeS)
Prof. Dr. Dietrich Milles
Tel.: 0421 218-3311
E-Mail: dmilles@zes.uni-bremen.de
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