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Faksimile-Edition des Heidelberger Sachsenspiegels

08.12.2010 - (idw) Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Der im 13. Jahrhundert verfasste Sachsenspiegel hat die deutsche Rechtsgeschichte geprägt wie kaum ein anderes Werk. Es ist das bedeutendste deutsche Rechtsbuch, das in seiner nachhaltigen Wirkung unerreicht geblieben ist und zugleich das erste Prosawerk in deutscher Sprache darstellt. Die zwischen 1295 und 1304 entstandene Heidelberger Handschrift ist die früheste der überlieferten Sachsenspiegel-Codices. Eine Faksimile-Edition wird am 14. Dezember 2010 in der Universitätsbibliothek Heidelberg vorgestellt. Zu der Präsentation lädt die Bibliothek gemeinsam mit dem Institut für geschichtliche Rechtswissenschaft der Ruperto Carola und der Akademischen Druck- und Verlagsanstalt Graz ein. Pressemitteilung
Heidelberg, 7. Dezember 2010

Faksimile-Edition des Heidelberger Sachsenspiegels
Präsentation am 14. Dezember 2010 in der Universitätsbibliothek

Der im 13. Jahrhundert verfasste Sachsenspiegel hat die deutsche Rechtsgeschichte geprägt wie kaum ein anderes Werk. Es ist das bedeutendste deutsche Rechtsbuch, das in seiner nachhaltigen Wirkung unerreicht geblieben ist und zugleich das erste Prosawerk in deutscher Sprache darstellt. Die zwischen 1295 und 1304 entstandene Heidelberger Handschrift ist die früheste der überlieferten Sachsenspiegel-Codices. Eine Faksimile-Edition wird am 14. Dezember 2010 in der Universitätsbibliothek Heidelberg vorgestellt. Zu der Präsentation lädt die Bibliothek gemeinsam mit dem Institut für geschichtliche Rechtswissenschaft der Ruperto Carola und der Akademischen Druck- und Verlagsanstalt Graz ein.

Der Sachsenspiegel wurde von Eike von Repgow in der Zeit von 1220 bis 1235 verfasst. Nach Jahrhunderten der ausschließlich mündlichen Überlieferung stellte das Werk die erste schriftliche Aufzeichnung des erprobten Gewohnheitsrechts dar. Die Faksimile-Edition gibt die Heidelberger Handschrift, die sich durch eine außergewöhnliche Übereinstimmung von Text und Bild auszeichnet, vollständig im Originalformat mit getreuem Randbeschnitt und bis ins kleinste Detail farbgetreu wieder. Der umfangreiche wissenschaftliche Kommentar beleuchtet die Entstehung und Geschichte der Handschrift ebenso wie ihr historisches Umfeld. Der Textband enthält eine Transkription, die dem Originaltext zeilen- und wortgetreu folgt; eine neuhochdeutsche Übersetzung ergänzt die Erläuterungen. Im parallel dazu abgedruckten Bildleistenkommentar wird jede einzelne Szene inhaltlich und ikonographisch detailliert erläutert.

Die Präsentation der Faksimile-Edition eröffnet der Direktor der Universitätsbibliothek Heidelberg, Dr. Veit Probst. Anschließend wird Prof. Dr. Klaus-Peter Schroeder vom Institut für geschichtliche Rechtswissenschaft der Universität Heidelberg die Bedeutung des Sachsenspiegels als Rechtsbuch von europäischem Rang erläutern. Die Rechtshistorikerin Dr. Dietlinde Munzel-Everling (Wiesbaden) stellt die Umsetzung von Rechtsvorschriften in Bildern des Heidelberger Sachsenspiegels vor. Über die Faksimilierung bedeutender Handschriften spricht Alexander Wilhelm von der Akademischen Druck- und Verlagsanstalt Graz. Die Veranstaltung am Dienstag, 14. Dezember 2010, findet im Untergeschoss der Universitätsbibliothek, Plöck 107-109, statt und beginnt um 18 Uhr.

Bibliographischer Hinweis:
Eike von Repgow: Sachsenspiegel. Die Heidelberger Bilderhandschrift Cod. Pal. germ. 164. Vollständige Faksimile-Ausgabe im Originalformat der Handschrift aus der Universitätsbibliothek Heidelberg. Hrsg. v. Gernot Kocher und Dietlinde Munzel-Everling. Graz: Akademische Druck- und Verlagsanstalt 2009/2010.


Kontakt:
Dr. Sabine Häußermann
Universitätsbibliothek Heidelberg
Telefon (06221) 54-2581
haeussermann@ub.uni-heidelberg.de

Kommunikation und Marketing
Pressestelle, Telefon (06221) 54-2311
presse@rektorat.uni-heidelberg.de Weitere Informationen: http://www.ub.uni-heidelberg.de/helios/digi/handschriften.html
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