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Doppelter Einsatz für Sport und Studium

08.12.2010 - (idw) Universität Mannheim

Studentin aktuell bei Handball-EM / Student holt drei Medaillen bei Deutscher Juniorenmeisterschaft im Gewichtheben / Sportstipendium der Universität ermöglicht Studium zusätzlich zum Spitzensport Der Sport ist ihr halbes Leben: Wirtschaftspädagogik-Studentin Natalie Augsburg spielt in der deutschen Mannschaft bei der aktuell laufenden Handball-EM, BWL-Student André Dörrzapf gewann bei den Deutschen Meisterschaften der Junioren im Gewichtheben am vergangenen Wochenende drei Medaillen. Dass beide neben dem Sport ein Vollzeitstudium absolvieren können, verdanken sie auch dem Mannheimer Sportstipendium. Insgesamt 23 Studierende werden hiermit aktuell gefördert. Das Programm wird ermöglicht durch die Unterstützung des Unternehmers und Olympioniken Klaus Greinert.

Mit dem Mannheimer Sportstipendium unterstützt die Universität Mannheim leistungsstarke Sportler dabei, den Sport und ein Universitätsstudium unter einen Hut zu bekommen. Die Teilnehmer werden sowohl finanziell als auch ideell gefördert, indem ihnen etwa Mentoren und studentische Tutoren bei Fragen zum Studium und organisatorischen Problemen zur Seite stehen. Im aktuellen Semester wurden 12 neue Stipendiaten in das Programm aufgenommen.
Unter den Geförderten sind Leistungssportler wie Isabel Thielmann, die 2010 Deutsche Hochschulmeisterin im Sprint geworden ist, Clemens Oldhafer, der mit seiner Mannschaft 2010 Deutscher Hallenhockeymeister wurde oder eben Gewichtheber André Dörrzapf, der am vergangenen Wochenende in Chemnitz mit neuer Bestleistung von 120 kg die Silbermedaille im Reißen gewann. Im Stoßen und im Zweikampf errang der 19-Jährige zudem jeweils die Bronzemedaille.

Seinen ersten großen Erfolg feierte Dörrzapf mit einem Sieg bei der Deutschen Juniorenmeisterschaft im Jahr 2007. Dass er sich für die Zukunft jedoch nicht allein auf den Sport verlassen wollte, war für ihn allerdings von Anfang an klar: Ich wollte immer studieren, denn selbst wenn man in seiner Disziplin gut ist, liegt die Chance, dass man in der Weltspitze landet und davon leben kann, nur bei einem Prozent. Da kam ihm das Mannheimer Sportstipendium gerade recht, denn es mildert einige Nachteile, die man als Sportler gegenüber den anderen Studierenden hat. Durch das Stipendium haben die jungen Athleten etwa die Möglichkeit, Klausuren zu verschieben, wenn Wettkämpfe anstehen. Ihnen stehen Mentoren zur Seite, und sie bekommen die Studiengebühren refinanziert. Auch Isabel Thielmann, die zur erweiterten Leichtathletik-Nationalmannschaft gehört und an der Uni Mannheim ein Masterstudium in Psychologie absolviert, sieht darin einen großen Vorteil: Ich muss nicht nebenbei arbeiten, um die Studiengebühren zu finanzieren das ginge neben Sport und Studium auch gar nicht. Außerdem ermöglicht mir das Stipendium, leichter die Kurse zu bekommen, die sich mit meinem Trainingsplan vereinbaren lassen.

Initiiert wurde das Sportstipendium von dem Unternehmer Klaus Greinert, Vorsitzender des Beirats der Gebr. Röchling KG. Greinert war selbst Deutscher Hockeynationalspieler. Gemeinsam mit seiner Frau, ebenfalls einer früheren Hockey-Nationalspielerin, ermöglichte er durch eine großzügige Spende die Einrichtung des Stipendiums. Sein Ausgangsgedanke war, dass es Hochleistungssportler durch ihren Aufwand für Training und Wettkämpfe besonders schwer haben, ein Studium zu absolvieren. Dabei seien sie oft, gerade durch ihre Erfahrungen aus dem Sport, zu Spitzenleistungen in akademischen Berufen fähig. Das Mannheimer Sportstipendium soll deshalb die Nachteile mildern, die begabten jungen Menschen aus der Doppelbelastung von Studium und Spitzensport entstehen. Bei André Dörrzapf funktioniert das:
Das Stipendium schafft eine gewisse Gleichberechtigung. Ich habe einen hohen Trainingsaufwand, dafür aber ein paar kleine Vorteile im Studienablauf. Die Klausuren sind für mich aber die gleichen wie für die anderen. Gerade einige Fächer in BWL sind richtig schwer, doch mit viel Disziplin, Motivation und Ehrgeiz bekommt man es ebenso wie im Sport schon hin.


Kontakt:

Universität Mannheim
Institut für Sport
Sarah Seidl
Koordinatorin Sportstipendium
Tel. 0621 / 181 3217
E-Mail: s.seidl@sport.uni-mannheim.de Weitere Informationen: http://www.uni-mannheim.de/stipendium/sportstipendium/index.html
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