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Lena Schulze-Gabrechten neue hauptamtliche studentische Vizepräsidentin der Zeppelin Universität

26.01.2011 - (idw) Zeppelin University

Lena Schulze-Gabrechten ist neue hauptamtliche studentische Vizepräsidentin der Zeppelin Universität (ZU) in Friedrichshafen. Die 23-jährige Studierende der Politik- und Verwaltungswissenschaften löst Simon Pagany ab, dessen Amtszeit nach einem Jahr endete. Schulze-Gabrechten ist damit zugleich die erste Frau an deutschen Universitäten, die in ein solches Amt berufen wurde. Nach der intensiven Begutachtung der Universität aus studentischer Perspektive und anhaltender Leidenschaft für die Idee hinter dieser Institution hat mich der Perspektivwechsel nachhaltig gereizt, begründet Lena Schulze-Gabrechten ihren ebenfalls auf ein Jahr befristeten Wechsel vom Hörsaal in die Hochschulleitung. Die ZU habe sich für sie immer so dargestellt, dass sie in dem Bewusstsein lebe, ohne ihre Studierende nichts zu sein. Schulze-Gabrechten: Da finde ich es nur konsequent, auch Studierende für die Mitgliedschaft im Präsidium zu berufen und diese Chance wollte ich nutzen.

Lena Schulze-Gabrechten stammt aus Bad Sassendorf nahe Soest in Nordrhein-Westfalen und studiert im fünften Semester Politik- und Verwaltungswissenschaften an der ZU. Sie ist Studienstipendiatin der Heinrich Böll Stiftung und hat sich an der ZU bereits in diversen Initiativen und Gremien engagiert, wie in der Leitung der Ashoka-Jugendinitiative Friedrichshafen, als Gründungsmitglied von Rework, der grünen Hochschulgruppe an der ZU, außerdem als Vertreterin im studentischen Beirat Student Council und als studentische Mitarbeiterin am Stadt-Friedrichshafen-Lehrstuhl für Verwaltungswissenschaften und Verwaltungsmodernisierung.

Für ihre Amtszeit hat sie sich bereits konkrete Ziele gesetzt. So möchte sie unter anderem die akademischen Stärken der ZU mit und unter den Studierenden stärker herausarbeiten, die Kommunikation zwischen Präsidium und Studierenden ausbauen und zwischen beiden vermitteln, aber auch konkret im Sinne der Studierenden die Einführung des vierjährigen Bachelor an der ZU und das weitere Wachstum der Uni begleiten. Und ein lokales Projekt ist ihr ein besonderes Anliegen: die Situation des öffentlichen Nahverkehrs für uns Studis verbessern.

Mit dem Amtsantritt von Lena Schulze-Gabrechten endete zugleich die Amtszeit ihres Vorgängers Simon Pagany. Der 27-jährige Studierende der Kultur- und Kommunikationswissenschaften kehrt nun wieder in den Studienalltag zurück. Ich habe ein sehr spannendes wie auch anstrengendes Jahr erlebt und das in einer nicht ganz einfachen Position, resümiert er seine Amtszeit, für mich selbst habe ich zahlreiche Erfahrungen zum Aufbau einer Universität, über das deutsche Hochschulsystem und die Leitung einer Organisation dieser Art gemacht. Seinen Master-Studiengang wird er bis zum Juli abschließen und hoffentlich im Anschluss eine Promotionsmöglichkeit finden. Danach kann er sich gut eine Tätigkeit im hochschulpolitischen Bereich vorstellen, im Hochschulverband, bei einer Stiftung oder ähnliches.

Zunächst war es ein Experiment. Mit Simon Pagany war es exzellent, dankt ZU-Präsident Professor Dr. Stephan A. Jansen anlässlich der Amtsübergabe, Projekte von A wie Alumni-Befragung bis Z wie unser neues Zuhause, der Bau des Hauptcampus, fielen in seine Amtszeit - neben der Weiterentwicklung aller neun Studienprogramme. Damit hat sich unsere Annahme voll bestätigt: Ohne Studierende kann man keine Universität nachhaltig managen. Immerhin sind sie ja auch die einzigen, die das Studium so erleben, sagt Jansen mit Freude über die Amtszeit von Lena Schulze-Gabrechten.


Eine Bestätigung dieser Zusammenarbeit erfährt die ZU aber auch außerhalb der eigenen Universität: Im Nachgang zur Einführung eines hauptamtlichen studentischen Vizepräsidenten an der ZU vor einem Jahr sind inzwischen weitere Hochschulen in Deutschland dem Beispiel gefolgt und haben Studierende zumindest in Teilzeit ebenfalls in die Präsidiumsarbeit eingebunden. Beachtung habe die ZU-Initiative darüber hinaus im politischen Raum gefunden wie etwa bei Baden-Württembergs Wissenschaftsminister Professor Dr. Peter Frankenberg, der inzwischen eine Gesetzesinitiative angekündigt hat, Studenten mehr Mitspracherechte in der Hochschularbeit einzuräumen.
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