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Legasthenie bei Kindern, Vernetzung der Industriekultur und Gelehrte am Rande des Abgrunds

27.01.2011 - (idw) Universität des Saarlandes

In der kommenden Woche gehen die Ringvorlesungen zu den Themen Genialer Schrott sowie Bildungsforschung und Bildungspraxis weiter. Außerdem hält die Professorin für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft Christiane Solte-Gresser ihre Antrittsvorlesung über Zeitgenössische Romane im Professoren-Milieu. Alle Veranstaltungen sind kostenfrei und für alle Interessierten offen. - Antrittsvorlesung Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft
Montag, 31. Januar, 16 Uhr, Universität des Saarlandes, Campus B3 2,
Hörsaal 003

Prof. Christiane Solte-Gresser: Gelehrte am Rande des Abgrunds. Über Professoren in Literatur und Film

Die neu berufene Professorin für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft geht in ihrem Vortrag der Frage nach, weshalb so viele herausragende Romane und Filme der letzten Jahre einen Professor zur Hauptfigur haben. Sie beleuchtet diese Geschichten vor dem Hintergrund der Tradition der Gelehrtenliteratur und zeigt anhand von Beispielen, worin sich zeitgenössische Wissenschaftlerfiguren von ihren literarischen Vorgängern unterscheiden.

Prof. Christiane Solte-Gresser promovierte nach einem Studium der
Germanistik und Romanistik in Bremen und Paris über Briefe im 17. und 18. Jahrhundert. Nach ihrer Habilitation zum Thema literarische Gestaltung von Alltäglichkeit war sie Vertretungsprofessorin an der Goethe-Universität Frankfurt am Main und Gastprofessorin an der Universität Aix-Marseille I, bevor sie zum Wintersemester 2009/10 an die Universität des Saarlandes berufen wurde.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Prof. Dr. Christiane Solte-Gresser
Tel. 0681 302-3516
E-Mail: solte@mx.uni-saarland.de


- Bildungsforschung & Bildungspraxis,
Montag, 31. Januar 2011, 19 Uhr, Rathausfestsaal der Stadt Saarbrücken

Thomas Lachmann: Lesekompetenzen und Legasthenie Paradox? Warum Kinder mit Legasthenie beim Vergleich von Buchstaben sogar schneller sind als normal lesende Kinder

Trotz hinreichender intellektueller Fähigkeiten gelingt es einigen Kindern nicht, das Lesen gezielt zu lernen. Nach wie vor besteht in der Forschung keine Einigkeit über die Ursache(n) einer solchen spezifischen Entwicklungsstörung (Legasthenie). Lesen ist eine komplexe Aufgabe, welche die schnelle und genaue Koordination unterschiedlicher Wahrnehmungsprozesse voraussetzt, die evolutionär gesehen keineswegs spezifisch für das Lesen sind. So sind wir beispielsweise darauf geeicht, Dinge unabhängig von ihrer räumlichen Lage im Gedächtnis zu speichern. Beim Lesen aber stört ein solcher Mechanismus: ein Buchstabe hat eine bestimmte Orientierung. Haben Kinder damit Schwierigkeiten, beeinträchtigt dies den weiteren Leselernprozess, wie in Studien gezeigt werden konnte. Ist die Aufgabe jedoch, gedrehte Buchstaben so schnell wie möglich zu vergleichen, haben Legastheniker sogar einen Vorteil, während normale Leser damit Probleme haben.

Dr. Thomas Lachmann studierte Psychologie an der Universität Leipzig.
Dort folgten wissenschaftliche Mitarbeit, Promotion und 2004 die Habilitation. Danach verbrachte er Forschungsaufenthalte an der University of California in San Diego und dem RIKEN Brain Science Institute Wako-shi in Tokio. Von 2005 bis 2006 war er Professor für Psychologie in Bamberg, seit 2006 ist er an der TU Kaiserslautern.

Weitere Infos unter: http://bildungswissenschaft.uni-saarland.de/

- Genialer Schrott,
Dienstag, 1. Februar 2011, 19.00 Uhr, Weltkulturerbe Völklinger Hütte

Prof. Peter Dörrenbächer und Dr. Malte Helfer: Vom Bergmannspfad bis zur Europäischen Route der Industriekultur Vernetzung als Mittel zur Inwertsetzung industriekulturellen Erbes

Die Sicherung, Bewahrung, Dokumentation und Entwicklung des industriekulturellen Erbes einer Region kann einen wichtigen Beitrag zur regionalen Wirtschafts- und Image-Entwicklung leisten. Durch übergreifende Vernetzung industriekultureller Objekte zu regionalen, überregionalen und sogar internationalen Routen der Industriekultur lassen sich die technischen, sozialen, wirtschaftlichen und räumlichen Kontextbezüge der Industrialisierung und der Industriekultur besser vermitteln.


Peter Dörrenbächer studierte Geographie und Soziologie an der Universität des Saarlandes und der Simon Fraser University Burnaby B.C. in Kanada. Seit 2006 hat er eine Professur für Kulturgeographie an der Universität des Saarlandes.

Malte Helfer studierte Geographie und Biologie an der Universität des Saarlandes. Seit 2007 ist er Projektleiter Luxatlas (GR-Atlas, Großregion-Atlas) an der Universität Luxemburg.

Weitere Infos unter: www.unisaarland.net/genialerschrott
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