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Überraschend viele G9-Bewerber an Bayerns Hochschulen für angewandte Wissenschaften

08.02.2011 - (idw) Hochschule Regensburg

Wir befinden uns mitten im Studentenansturm, sagt Prof. Dr. Gunter Schweiger, Vorsitzender des Hochschulverbunds Hochschule Bayern e.V.
und Präsident der Hochschule Ingolstadt. Eine erste Einschätzung zu den Bewerberzahlen anlässlich des doppelten Abiturjahrgangs 2011 an den Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAWs) in Bayern hat Dr. Schweiger am Montag, 7. Februar 2011, anlässlich der Mitgliederversammlung von Hochschule Bayern e.V. an der Hochschule Regensburg (HS.R) getroffen. Der Verbund besteht aus der Präsidentin und den Präsidenten der 17 staatlichen und drei kirchlichen bayerischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW). Laut Vorsitzendem Dr. Schweiger hätten sich mehr G9-Bewerber um einen Studienplatz beworben als laut Umfragen erwartet. An der HS.R sind zum Beispiel 700 G9-Bewerbungen eingegangen. HS.R-Präsident Prof. Dr. Josef Eckstein rechnet damit, dass sich etwa 30 Prozent der Bewerber einschreiben. Auch wenn bereits überraschend viele G9-Bewerber ihr Studium im Sommersemester 2011 aufnehmen werden, rechnen die HAWs dennoch damit, dass es im Wintersemester 2011/2012 eng wird. Vorsitzender Dr. Schweiger attestierte den Hochschulen jedoch, sich gut auf den doppelten Abiturjahrgang vorbereitet zu haben.

Wir haben unsere Ziele doppelt erfüllt, sagt Prof. Dr. Schweiger. Die HAWs zählen 13.000 Studienanfänger mehr als noch vor fünf Jahren. In den mit dem
Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst 2008
geschlossenen Zielvereinbarungen waren zirka 6.500 Studienplätze festgeschrieben worden. Insgesamt zählen die 17 staatlichen und drei kirchlichen bayerischen HAWs rund 77.000 Studierende. Zufrieden zeigt sich Dr. Schweiger über die nach dem Schreckschuss im Jahr 2010 - vom Freistaat Bayern zur Verfügung gestellten Ausbaumittel anlässlich des doppelten Abiturjahrgangs. Was die Politik tun konnte, hat sie gemacht. Wir haben heute mehr Geld als vergangenes Jahr, so Dr. Schweiger. An der Notwendigkeit der Gelder ließ er jedoch keinen Zweifel.

Es bedürfe noch weiterer Mittel für die Hochschulen, um die zusätzlichen Studierenden nach Wegfall von Wehrpflicht und Zivildienst aufzunehmen, so Dr. Schweiger. Die Hochschulen für angewandte Wissenschaften Bayerns wollen die Hälfte der in Bayern zu erwartenden 5.500 zusätzlichen Studierenden nach Wegfall der Wehrpflicht aufnehmen. Bei der heutigen Mitgliederversammlung waren sich die Präsidentin und die Präsidenten der bayerischen HAWs einig, in einem wettbewerblichen Verfahren untereinander zu klären, wer die zusätzlichen Studierenden aufnehmen werde.

Die Studierendenzahlen werden nach der Prognose von Dr. Schweiger auch in Zukunft steigen, vor allem in den Boomregionen. Die HS.R hat zum Beispiel aktuell rund 7.000 Studierende, wird aber auf 8.000 ausbauen. Das Maximum an Studierenden erwarten die Hochschulen im Jahr 2015. Ein weiteres großes Thema der Zukunft werde es sein, genug Masterstudiengänge anzubieten. Das prognostizierte der Gastgeber der Mitgliederversammlung, HS.R-Präsident Prof. Dr. Josef Eckstein.

Beschlossene Sache ist das Zentrum für Hochschuldidaktik (DIZ) der Hochschulen für angewandte Wissenschaften in Bayern mit Sitz in Ingolstadt. War dies bislang eine Einrichtung des Ministeriums, liegen die Verantwortlichkeiten seit 1. Januar 2011 bei den HAWs. Das Zentrum dient zur didaktischen Weiterbildung der Lehrenden aller bayerischen HAWs.
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