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Neuer Vorsitzender für Misereor-Beirat

08.02.2011 - (idw) Hochschule für Philosophie München

Sozialwissenschaftler Müller SJ löst Politikwissenschaftler Hanf ab
Beratung in allen Fragen der Projektpolitik An der Spitze des Beirates für das seit 1958 in der Entwicklungszusammenarbeit führend tätige Bischöfliche Hilfswerk Misereor in Aachen gibt es einen Wechsel. Der Ständige Rat der Deutschen Bischofskonferenz hat den Sozialwissenschaftler und Münchner Jesuitenpater Prof. Dr. Johannes Müller SJ (67) zum neuen Vorsitzenden des Misereor-Beirates berufen.

Als Professor für Sozialwissenschaften und Entwicklungspolitik an der Hochschule für Philosophie der Jesuiten in München hat Müller in zahlreichen Veröffentlichungen zu globalen Fragen der Entwicklungs- und Weltordnungspolitik Stellung genommen. Er gehört dem Misereor-Beirat bereits seit 2005 an. Das Gremium setzt sich aus Fachleuten aus verschiedenen für die kirchliche Entwicklungszusammenarbeit relevanten Bereichen zusammen. Darüber hinaus ist Müller wissenschaftlicher Berater und Mitarbeiter weltkirchlicher Arbeitsgruppen und Einrichtungen der Bischofskonferenz, so der Kommission Weltkirche und anderer mit Entwicklungszusammenarbeit befasster Einrichtungen und Gremien der katholischen Kirche in Deutschland.

Müller löst in seiner neuen Aufgabe den bisherigen Beirats-Vorsitzenden, den Soziologen und Politikwissenschaftler Professor Theodor Hanf (74) vom Arnold-Bergstraesser-Institut für kulturwissenschaftliche Forschung (ABI) an der Universität Freiburg im Breisgau ab. Das Institut widmet sich besonders der Forschung in der Entwicklungszusammenarbeit sowie der Aus- und Weiterbildung von Führungskräften für diesen Bereich.

Der Misereor-Beirat berät die Unterkommission für Entwicklungsfragen, insbesondere Misereor der Bischofskonferenz in allen Fragen, die Hilfs- und Projektpolitik betreffen. Darüber hinaus steht er dem Hilfswerk bei der Wahrnehmung und Erfüllung seines Auftrags in der kirchlichen Entwicklungszusammenarbeit zur Seite. Der partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit den Ortskirchen in Asien, Afrika und Lateinamerika wird dabei besondere Bedeutung zugemessen. Durch das Hilfswerk Misereor helfen die deutschen Katholiken den Armen in den Ländern des Südens. Das Werk tritt für die Schwachen und Benachteiligten ein, gleich welcher Religion, Herkunft, Hautfarbe und welchen Geschlechts. Misereor-Projekte fördern die Hilfe zur Selbsthilfe, so dass die Menschen nicht dauerhaft von Unterstützung abhängig sind. Seit seiner Gründung hat Misereor mehr als 98.000 Projekte der Entwicklung in Asien, Afrika, Lateinamerika und Ozeanien gefördert und dafür Mittel von mehr als 5,9 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt. (wr)

Kontakt:
Hochschule für Philosophie
Dr. Michael Reder
Kaulbachstr. 31a
80539 München
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