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Tagung: Gadamers Hermeneutik und die spätmittelalterliche Kunst

09.02.2011 - (idw) Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Mit der Lesbarkeit und Interpretation spätmittelalterlicher Kunst beschäftigt sich die Tagung Das Bild als Ereignis, die vom 11. bis 13. Februar 2011 am Institut für Europäische Kunstgeschichte der Ruperto Carola stattfindet. Anlass ist der 111. Geburtstag des Heidelberger Philosophen Hans-Georg Gadamer (1900 bis 2002). Vertreter verschiedener Disziplinen wollen Gadamers Hermeneutik und seinen Kunstbegriff für die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit künstlerischen Darstellungen des späten Mittelalters diskutieren. Pressemitteilung
Heidelberg, 8. Februar 2011

Tagung: Gadamers Hermeneutik und die spätmittelalterliche Kunst
Wissenschaftler kommen zu interdisziplinärem Austausch an der Universität Heidelberg zusammen

Mit der Lesbarkeit und Interpretation spätmittelalterlicher Kunst beschäftigt sich die Tagung Das Bild als Ereignis, die vom 11. bis 13. Februar 2011 am Institut für Europäische Kunstgeschichte der Ruperto Carola stattfindet. Anlass ist der 111. Geburtstag des Heidelberger Philosophen Hans-Georg Gadamer (1900 bis 2002). Vertreter verschiedener Disziplinen wollen Gadamers Hermeneutik und seinen Kunstbegriff für die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit künstlerischen Darstellungen des späten Mittelalters diskutieren. Im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung wird Prof. Dr. Martin Gessmann vom Philosophischen Seminar der Ruperto Carola über Die Hermeneutik und ihre Zukunft sprechen.

In seinem 1960 erschienenen Hauptwerk ,Wahrheit und Methode hat Gadamer einen antiessentialistischen Kunstbegriff entwickelt, der das prozesshafte Wesen jedes Kunstwerks mit Begriffen wie Ereignis und Vollzug zu fassen sucht. Dieser Ansatz erscheint uns gerade für die Analyse und Deutung der Kunst des Spätmittelalters besonders fruchtbar, erläutern die Organisatoren der Tagung. Initiiert wurde die Veranstaltung, die als Plattform für den Austausch junger und etablierter Wissenschaftler konzipiert wurde, von Dominic Delarue, Johann Schulz und Laura Sobez vom Institut für Europäische Kunstgeschichte. Die Vorträge beschäftigen sich unter anderem mit der mittelalterlichen Darstellung des Herrschers im Bild, mit der Bedeutung der Gebrauchsgraphik im 15. Jahrhundert oder einer Ikonographie der Architektur. Hans-Georg Gadamer, der am 11. Februar 1900 geboren wurde, wirkte von 1949 an als Professor am Philosophischen Seminar der Universität Heidelberg und gilt weltweit als einflussreichster Vertreter der philosophischen Hermeneutik im 20. Jahrhundert.

Die Tagung Das Bild als Ereignis. Zur Lesbarkeit spätmittelalterlicher Kunst ist Teil des Jubiläumsprogramms zum 625-jährigen Bestehen der Universität Heidelberg. Die Eröffnungsveranstaltung am 11. Februar 2011 findet im Institut für Europäische Kunstgeschichte, Seminarstraße 4, statt: Der Vortrag von Prof. Gessmann beginnt um 17 Uhr. Im Anschluss daran wird Prof. Dr. Arno Schubbach (Basel) ab 18.45 Uhr über Darstellung und Ereignis. Gadamers Bildbegriff zwischen Platon und Kant sprechen.

Das Programm umfasst weitere öffentliche Vortragsveranstaltungen; es ist im Internet unter http://www.iek.uni-hd.de/md/zegk/iek/veranstaltungen/programm_bild_als_ereignis.pdf abrufbar.
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