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Zentrum für chinesisch-deutsche Kooperation eröffnet

24.02.2011 - (idw) Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Wer die Einflüsse der Weltmeere auf das Klima, Strategien für eine nachhaltige Fischerei oder auch die unbekannten Lebensräume der Tiefsee erforschen will, muss international zusammenarbeiten. Deshalb haben schon im Jahr 2004 Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU), das Kieler Leibniz-Institut für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR) sowie das Leibniz-Zentrum für Tropenökologie in Kooperation mit der Universität Bremen eine gemeinsame Initiative für die Studierendenausbildung mit der Ocean University of China (OUC) in Qingdao ins Leben gerufen.Aus dieser Initiative wird nun eine feste Einrichtung: das "Chinesisch-Deutsche Zentrum für Zusammenarbeit in den Meereswissenschaften". Meereswissenschaften aus Kiel, Bremen und Qingdao rücken näher zusammen

Der Ozean kennt keine Grenzen. Wer die Einflüsse der Weltmeere auf das Klima, Strategien für eine nachhaltige Fischerei oder auch die unbekannten Lebensräume der Tiefsee erforschen will, muss international zusammenarbeiten. Deshalb haben schon im Jahr 2004 Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU), das Kieler Leibniz-Institut für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR) sowie das Leibniz-Zentrum für Tropenökologie in Kooperation mit der Universität Bremen eine gemeinsame Initiative für die Studierendenausbildung mit der Ocean University of China (OUC) in Qingdao ins Leben gerufen.

Aus dieser Initiative wird nun eine feste Einrichtung: das "Chinesisch-Deutsche Zentrum für Zusammenarbeit in den Meereswissenschaften". Heute eröffneten Repräsentanten aller Partner das Zentrum offiziell an der OUC in Qingdao. "Wir freuen uns sehr darüber, dass es uns gelungen ist, diesen bilateralen Bildungsaktivitäten ein organisatorisches Dach zu geben. Das Zentrum für chinesisch-deutsche Kooperation in den Meereswissenschaften wird künftig die gemeinsamen Studienmöglichkeiten verstetigen. Diese werden auch von der Kieler Integrated School of Ocean Sciences (ISOS) mit ihren vielfältigen Möglichkeiten zur namhaften Promotionsausbildung unterstützt", sagte Professor Gerhard Fouquet, Präsident der Christian-Albrechts Universität zu Kiel während der Zeremonie. Professor Thomas Bosch, Vizepräsident der CAU, setzt darüber hinaus große Hoffnungen in den Aufbau neuer Netzwerke: "Wir hoffen, dass das Zentrum auch die Zusammenarbeit in der Forschung vertiefen und einem Alumninetzwerk eine Heimstatt geben wird. Wir sind sehr dankbar für diese große Chance, einen wesentlichen Beitrag zur Vertiefung der wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Beziehungen zwischen China und Deutschland leisten zu können."

Das Präsidium des Zentrums wird aus acht Personen bestehen. Professor Thomas Bosch und Professor Peter Herzig, Direktor des IFM-GEOMAR, werden dabei die beiden Kieler Partner sein. "Wir freuen uns, nach einer langen, aber auch notwendigen Vorbereitungszeit, nunmehr dieses feste Bindeglied zur Ocean University of China eröffnet zu haben", sagte Professor Herzig. "Das IFM-GEOMAR wird auch als Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung ein verlässlicher Partner in dieser Zusammenarbeit sein. Im Vordergrund stehen die Ozeane und ihre Beforschung. Insofern werden aus Sicht des IFM-GEOMAR gemeinsame chinesisch-deutsche Meeresforschungsprojekte das Kernelement der Kooperation sein. Dies ist dann auch der Gradmesser für den Erfolg dieser Kooperation", sagte der IFM-GEOMAR-Direktor weiter.

Die Bildungsinitiative in den Meereswissenschaften wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) sowie vom Bildungsministerium der Volksrepublik China gefördert. Aktuell sind acht Doktoranden und Doktorandinnen der OUC im Rahmen der Initiative am IFM-GEOMAR in Kiel. Im vergangenen Jahr verbrachte der erste deutsche Wissenschaftler zwei Monate an der chinesischen Universität. An den seit fünf Jahren stattfindenden Sommerschulen haben sich schon 174 Studierende und 117 Lehrende beteiligt.

Die Initiative bietet darüber hinaus ein englischsprachiges chinesisch-deutsches Master-Programm für Marine Wissenschaften, in dessen Rahmen bereits 20 Studierende aus China und Deutschland ihren Abschluss in Meereswissenschaften erlangen konnten. Das neue Zentrum wird ab sofort all diese Aktivitäten bündeln. Gleichzeitig dient es als Kontaktstelle für alle künftigen Kooperationen in Lehre und Forschung im Bereich der Meereswissenschaften.

Aktuell bewirbt sich die Kieler Universität mit einem Zukunftskonzept um Fördermittel des Bundes, mit denen sie sich zu einer international führenden Forschungsuniversität weiterentwickeln kann. Zu den Schwerpunkten gehört auch der Exzellenzcluster Ozean der Zukunft. Dabei hat sich die CAU zum Ziel gesetzt, die internationale Zusammenarbeit weiter auszubauen.

Zwei Fotos zum Thema stehen zum Download bereit:

http://www.uni-kiel.de/download/pm/2011/2011-014-1.jpg
Bildunterschrift: Eröffneten das Zentrum für deutsch-chinesiche Kooperation in den Meereswissenschaften (v.l.): Prof. Peter Herzig, Direktor IFM-GEOMAR, Prof. Gerhard Fouquet, Präsident der Christian-Albrechts Universität zu Kiel, Prof. Thomas Bosch, Vizepräsident der CAU, Wu Dexing, Präsident der Ocean University of China, Prof. Wilfried Müller, Rektor der Universität Bremen und Prof. Venugopalan Ittekkot, ehemaliger Leiter des Zentrums für Tropenökologie in Bremen.
Copyright: Ocean University of China, Qingdao

http://www.uni-kiel.de/download/pm/2011/2011-014-2.jpg

Bildunterschrift: Die chinesisch-deutsche Gruppe eröffnete in feierlichem Rahmen das Chinesisch-Deutsche Zentrum für Zusammenarbeit in den Meereswissenschaften in Qingdao. Die deutschen Universitätspräsidenten Prof. Gerhard Fouquet, Präsident der Christian-Albrechts Universität zu Kiel und Prof. Wilfried Müller, Rektor der Universität Bremen nehmen Prof. Wu Dexing, Präsident der Ocean University of China in ihre Mitte.
Copyright: Ocean University of China, Qingdao Weitere Informationen: http://www.uni-kiel.de/aktuell/pm/2011/2011-014-qingdao.shtml
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