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Humboldt-Universität im Exzellenzwettbewerb in allen drei Förderlinien eine Runde weiter

03.03.2011 - (idw) Humboldt-Universität zu Berlin

Die Humboldt-Universität zu Berlin bleibt im Wettbewerb um die Förderung der Spitzenforschung in der Exzellenzinitiative von Bund und Ländern weiter im Rennen. Das Präsidium der Humboldt-Universität wurde heute von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Wissenschaftsrat (WR) dazu aufgefordert, bis zum 1. September 2011 in allen drei Förderlinien - Graduiertenschulen, Exzellenzcluster und Zukunftskonzept Langanträge zu erarbeiten. Die Humboldt-Universität zu Berlin geht mit Anträgen für vier Graduiertenschulen (davon eine der Charité), zwei Exzellenzcluster (davon eines der Charité) und ihrem Zukunftskonzept Bildung durch Wissenschaft Persönlichkeit Offenheit Orientierung in die nächste Phase des Wettbewerbs.

Präsident Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz ist mit dem Zwischenergebnis sehr zufrieden: Ich freue mich, dass die Anstrengungen aller Beteiligten in so hohem Maße Anerkennung gefunden haben. Das zeigt, dass unser Zukunftskonzept und die Reformvorhaben des neuen Präsidiums angenommen werden. Die Humboldt-Universität ist bestens vorbereitet, um im Rahmen ihres Zukunftskonzepts intelligente Vorschläge für eine wissenschaftsadäquate Organisation von Forschung, Lehre und Selbstverwaltung zu entwickeln. Ich bin zuversichtlich, dass unsere Ideen und die gut aufgestellte Spitzenforschung an der Humboldt-Universität den Weg zu einer erfolgreichen Teilnahme im Exzellenzwettbewerb des Bundes und der Länder ebnen werden.

Das Präsidium der Humboldt-Universität bekundet seinen Respekt gegenüber der Arbeit der gutachtenden Kommissionen von DFG und Wissenschaftsrat und bedankt sich bei allen Universitätsmitgliedern für ihr Engagement im Rahmen der Antragsvorbereitung. Wir wissen diesen Einsatz zusätzlich zu den zahlreichen Aufgaben des Arbeitsalltags sehr zu schätzen, so Olbertz.

Gemäß dem programmatischen Leitbegriff Persönlichkeit stellt die Humboldt-Universität in ihrem Zukunftskonzept die Förderung und Entfaltung ihrer Wissenschaftlerpersönlichkeiten in den Mittelpunkt. Passgenaue Förderformate unterstützen die Spitzenforschung und treiben die forschungsorientierte Lehre voran. Dabei wird ein Schwerpunkt auf die Nachwuchsförderung insbesondere im Rahmen der Humboldt Graduate School (HGS) und einer künftigen Professional School of Education gelegt. Die Universität hat ein Phasenmodell für die Förderung der Universitätsangehörigen vom Bachelor-Studierenden bis zum Seniorprofessor entwickelt, um Karriereübergänge zu erleichtern und vor allem Frauen bei den Übergängen zur nächsten Karrierestufe zu unterstützen.

Unter dem Leitbegriff Orientierung wird im Rahmen eines wissenschaftsadäquaten Governance-Modells eine Kultur der Ermöglichung entwickelt, so beispielsweise durch neue Service-Zentren in der Verwaltung, die gezielt und flexibel auf konkrete Bedürfnisse der Wissenschaft eingehen, informiert Olbertz. Im Vordergrund steht dabei vor allem die Förderung und Organisation der Spitzenforschung, deren Ergebnisse möglichst umfassend in die Lehre und die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses Eingang finden sollen.

Dem Leitbegriff Offenheit folgend wird sich die Humboldt-Universität durch neue Kooperationsvorhaben mit außeruniversitären Partnern als die kooperative Universität im Berliner Raum etablieren. Hierzu gehört u.a. der Ausbau der Verbundforschung und der Integrative research institutes. Zudem werden im Rahmen einer Fakultätsreform verwandte Fächer enger miteinander verknüpft, um Synergieeffekte zu nutzen, die strategischen Handlungsspielräume der Dekane bzw. Fakultätsräte zu stärken und die wissenschaftliche Profilbildung zu erleichtern, sagte Olbertz.

Neben dem Zukunftskonzept wurde die Humboldt-Universität aufgefordert, für folgende Graduiertenschulen und Exzellenzcluster Langanträge zu stellen:

GRADUIERTENSCHULEN

FutureLand Graduate School - Wege zu einer nachhaltigen Landnutzung

In der FutureLand Graduate School sollen aus systemanalytischer, prozessorientierter und sozio-kultureller Sicht Ansätze zu nachhaltigen Landnutzungsstrategien entwickelt werden. Dazu bedarf es einer neuen Generation von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, um die komplexen Fragestellungen mittels interdisziplinärer Ansätze zu beantworten. Die konzeptionelle und modellhafte Verknüpfung von Methoden unterschiedlicher Fachkulturen stellt in diesem Zusammenhang eine besondere Herausforderung dar. Themen umfassen beispielsweise Anpassungsstrategien der Landwirtschaft an den Klimawandel, Wege zum Erhalt von Ökosystemleistungen oder Untersuchungen zum Ein-fluss unserer Lebensgewohnheiten auf die globale Landnutzung und den Kohlenstoffhaushalt.
Designierter Sprecher: Prof. Dr. Patrick Hostert/Geografie

Robert Koch-Graduiertenschule Berlin für Infektion und Immunologie (RKGS)

Die Robert Koch-Graduiertenschule soll die Ausbildung von Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern universitärer und außeruniversitärer Forschungsinstitute in den Bereichen Infektionsbiologie und Immunologie zusammenführen. Besonders berücksichtigt werden dabei molekulare Mechanismen der Entstehung von Krankheiten, die durch Infektionserreger oder fehlregulierte Immunantworten verursacht werden. Ziel ist die Entwicklung neuer Therapiemethoden. Die Arbeitsansätze der Zellbiologie und Systembiologie, sowie epidemiologische Aspekte nehmen in dem Vorhaben einen breiten Raum ein. Eine Kombination von experimenteller, theoretischer und klinischer Forschung soll den Doktorandinnen und Doktoranden die einmalige Chance interdisziplinärer Qualifizierung in einem international renommierten Umfeld bieten.
Designierter Sprecher: Prof. Dr. Richard Lucius/Biologie

Graduiertenschule für Analytical Sciences Adlershof (SALSA)

Analytische Wissenschaft ist entscheidend für viele wissenschaftliche und technische Problemlösungen und Innovationen. Die Graduiertenschule SALSA soll durch ihren interdisziplinären Ansatz in Ausbildung und Forschung, durch ein neues Curriculum und die Zusammenarbeit von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Analytischen und Physikalischen Chemie, Biologie, Physik, Statistik, Modellierung und Didaktik nachhaltig zur Erneuerung der Analytical Sciences mit einem Fokus der Analytic City Adlershof beitragen.
Designierte Sprecher: Prof. Dr. Janina Kneipp/Chemie, Prof. Dr. Ulrich Panne/Chemie

Graduiertenschule BSIO Berliner Graduiertenschule für integrative Onkologie

(Gemeinschaftsantrag der beiden Mutteruniversitäten Humboldt-Universität zu Berlin und Freie Universität Berlin in Zusammenarbeit mit der Charité Universitätsmedizin Berlin)

Die Erforschung von Krebserkrankungen, ihrer molekularen Grundlagen und neuer Therapiemöglichkeiten stellt einen herausragenden Forschungsschwerpunkt der Charité Universitätsmedizin Berlin dar. Unter der Federführung der Charité beantragen die beiden Trägeruniversitäten, HU und FU, in Zusammenarbeit mit außeruniversitären Partner-Instituten in Berlin und Potsdam die Einrichtung einer Graduiertenschule Berlin School of Integrative Oncology (Berliner Graduiertenschule für Integrative Onkologie). In dieser Graduiertenschule sollen in einer besonders eng verzahnten Weise angehende Molekularonkologen und junge krebsforschungsinteressierte Ärztinnen und Ärzte so ausgebildet werden, dass sie gemeinsam zukünftige Therapiestrategien gegen die medizinische wie gesellschaftliche Kardinal-Herausforderung Krebs entwickeln können.

Designierter Sprecher: Clemens A. Schmitt/Charité

EXZELLENZCLUSTER

Bild Wissen Gestaltung. Ein interdisziplinäres Labor

Bilder sind Teil unserer Welt. Sie begegnen uns überall. Alle Wissenschaften verarbeiten heute Sichtbares und Unsichtbares in Bildern und Strukturen: Damit öffnet sich einerseits für die Kunsthistoriker der Humboldt-Universität ein disziplinenübergreifendes Feld der Bildforschung. In vergleichbarer Weise untersuchen andererseits die Kulturwissensch
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