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Einblicke: Zu Hause in Japan

17.03.2011 - (idw) Deutscher Akademischer Austauschdienst e.V.

Die Ausstellung "Japanese Rooms" zeigt Fotoaufnahmen japanischer Wohnräume

Das Erdbeben in Japan mit seinen schrecklichen Folgen macht tief betroffen. Das verheerende Ausmaß des Unglücks, das über Japan hereingebrochen ist, erschüttert alle jene besonders, die 2011 die 150jährigen Beziehungen zwischen Deutschland und Japan feiern wollten. Seit über 30 Jahren ist der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) über seine Außenstelle in Tokio eng mit dem Land verbunden. Die Veranstaltungsreihe zum Jubiläumsjahr in Deutschland eröffnet der DAAD daher im Zeichen der Solidarität mit dem Partnerland Japan: Einen seltenen Einblick in die japanische Kultur bietet die Ausstellung "Japanese Rooms", die der DAAD zusammen mit dem Wissenschaftszentrum Bonn vom 24. März bis 28. April 2011 zeigt. Dem ehemaligen DAAD-Stipendiaten im Programm "Sprache und Praxis Japan" und heutigen Künstler und Designer Sven Ingmar Thies ist es gelungen, 82 japanische Zimmer zu fotografieren. Dieser Einblick in private Räume ist mehr, als die meisten Japaner in ihrem gesamten Leben je zu sehen bekommen. Denn Privaträume bedeuten Intimsphäre, weswegen persönliche Treffen in Japan üblicherweise außer Haus stattfinden. DAAD-Generalsekretärin Dr. Dorothea Rüland eröffnet die Ausstellung im Wissenschaftszentrum Bonn am 24. März um 18 Uhr.

Sven Ingmar Thies hat für sein Fotoprojekt und das gleichnamige Buch "Japanese Roms" über neun Jahre Japaner in ihren Räumen in Tokio, Berlin, Shanghai, New York und Wien fotografiert und interviewt, um Antworten auf die Fragen zu erhalten: Wie leben Japaner in Japan? Wie leben sie im Ausland? Schaffen sie sich ihre eigene Kultur in fremden Städten? Was nehmen sie von zu Hause mit? Gefühle, Dinge sinnliche oder greifbare Erinnerungen? Dafür besuchte er in jeder Stadt unterschiedliche Personen vom Architekten über Studenten, Kaufleute, Köche bis zu Künstlern und fing natürliche Alltagssituationen ein.

Sven Ingmar Thies, 1969 in Hamburg geboren, studierte Grafik-Design an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig. Als Grafik-Designer ist er auf die Entwicklung nachhaltiger Kombinationen von Print- und Online-Medien spezialisiert. Als Künstler entwickelt er vornehmlich Fotoprojekte und Installationen, wie z.B. "What Does Love Mean?" in Tokio (1998) oder "Wave" (2007). Nach Jahren in London und Tokio, wo er u.a. mit einem zweijährigen Postgraduierten-Stipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) war, arbeitet und lebt er seit 1998 in Hamburg und Wien.
Die mehrfach ausgezeichneten Ergebnisse seiner Arbeit u.a. mit dem "iF gold Design Award" und einer Designpreis Deutschland-Nominierung können 2011 an drei Orten betrachtet werden:
- Wissenschaftszentrum Bonn, Ahrstraße 45, 53175 Bonn, 24.03.-28.04.2011
- Übersee-Museum Bremen, 05.05.-10.07.2011
- OAG-Haus Tokio, Japan, 17.10.-23.10.2011

Weitere Informationen zum Projekt, zum Buch und zu den Ausstellungen finden Sie auf http://www.kaitenart.com

Kontakt: Dr. Ursula Toyka-Foung, DAAD, Referatsleiterin Japan, Korea, Australien, Neuseeland, Ozeanien
Tel.: 0228 / 882-334, E-Mail: toyka-fuong@daad.de
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