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Studierende konzipieren Rennwagen mit Elektroantrieb

17.03.2011 - (idw) Jade Hochschule - Wilhelmshaven/Oldenburg/Elsfleth

Seit einigen Monaten arbeiten 60 Studierende der Jade Hochschule am Studienort Wilhelmshaven an einem Rennwagen mit Elektromotor. Im August muss er startklar sein. Dann treten rund 96 Studenten-Teams aus vielen Ländern am Hockenheimring an, um sich zu messen. Wilhelmshaven. Seit einigen Monaten arbeiten 60 Studierende der Jade Hochschule am Studienort Wilhelmshaven an einem Rennwagen mit Elektromotor. Im August muss er startklar sein. Dann treten rund 96 Studenten-Teams aus vielen Ländern am Hockenheimring an, um sich zu messen.

Es geht keineswegs nur um Schnelligkeit, stellt der Teamleiter und angehende Maschinenbauer Yannic Schräder klar, der mit seinen Kollegen im Labor steht und an dem Rennwagen arbeitet. Es gibt viele Kriterien, die von einer hochkarätig besetzten Jury bewertet werden. So geht es um den Antrieb, das Sicherheitskonzept, das Design oder Wirtschaftlichkeit, um nur einige zu nennen.

Die Studierenden kommen aus den Bereichen Maschinenbau, Wirtschaft, Elektrotechnik, Mechatronik, Mediendesign und Wirtschaftsingenieurwesen und haben sich in dem Verein RacingRevolution-Wilhelmshaven zusammengeschlossen. Sie sind allein verantwortlich für ihren Beitrag zur Formula Student Germany, so heißt der Wettbewerb. Genau das reizt sie an dem Projekt.

Wir arbeiten entsprechend unserer Fähigkeiten, berichtet Eike Danielmeier, der Wirtschaft studiert und am Kostenplan mitwirkt, der möglichst gering bleiben soll. Bei ihren Arbeitstreffen werden Aufgaben verteilt und Ergebnisse zusammengetragen, damit im August der Rennwagen startklar ist. Außerdem erwerben sie sogenannte Softskills, soziale Eigenschaften, die in der Arbeitswelt immer stärker nachgefragt werden. Im Team zu arbeiten, zuhören können, andere respektieren, sich konstruktiv zu kritisieren und auch zusammen zu halten, bis das Ergebnis steht, da sind Eigenschaften, die in der Industrie verlangt werden.

Ihre Motivation ist vielfältig. Einerseits macht ihnen die Kombination aus Theorie und Praxis viel Spaß. Andererseits ist es der Austausch mit den anderen Disziplinen, das eigenverantwortliche Handeln und die Perspektive, auf dem Hockenheimring renommierte Vertreter aus der Automobilindustrie anzutreffen.

Die Autoindustrie unterstützt diesen Wettbewerb, weil sie sowohl an intelligenten und innovativen Entwicklungen als auch an qualifiziertem Nachwuchs interessiert ist, sagt Prof. Jörg Hammermeister vom Fachbereich Wirtschaft, der wie sein Kollege Prof. Dr. Folker Renken aus dem Fachbereich Ingenieurwissenschaften die Studierenden unterstützt. Allerdings stehen wir nur im Hintergrund, stellt er klar.

Vom zweiten bis zum neunten Semester ist alles vertreten. Und wer glaubt, die jungen Studierenden würden nur von den älteren lernen, der irrt. Einige entwickeln ungeahnten Ehrgeiz und wollen bestimmte Fragestellungen allein lösen, was vielfach auch gelingt. Die älteren Semester nutzen das Projekt, um ihre Abschlussarbeiten zu schreiben. Ein Teil ihres enormen Einsatzes wird für ihr Studium angerechnet. Viele Arbeitsstunden, die sie dort in ihrer Freizeit verbringen, dienen jedoch allein ihrer persönlichen Entwicklung.

Für einige Studierende ist die Teilnahme der Jadehochschule an Formula Student Germany sogar ausschlaggebend für die Wahl des Studienorts gewesen. Dieser Wettbewerb qualifiziert uns enorm. Wenn wir uns nach dem Studium in der Autoindustrie bewerben, haben wir dort die Nase vorn, weiß Yannic Schräder.

Die nächsten Monate werden hart werden. Das ist normal, sagt Eike Danielmeier, nach einer intensiven Theoriephase. Unser Rennwagen musste sich erst auf dem theoretischen Prüfstand bewähren. In einem virtuellen 3D-Modell simulierten wir zum Beispiel die Belastung während der Fahrt auf das Grundgerüst und weil wir ein Elektrowagen bauen, mussten wir herausfinden, welche Akkus am sichersten und effizientesten sind, berichtet er.

In diesen Wochen beginnt die praktische Phase. Der Rennwagen muss gebaut und auf einer Test-strecke eines Unternehmens ausprobiert werden. Dann können wir noch letzte Korrekturen vor-nehmen, bevor es dann zum Hockenheimring geht. Dort werden die Rollen dann wieder neu ver-teilt. Einer wird den Rennwagen steuern, andere dafür sorgen, dass er seine Runden geschmeidig dreht.


Bis dahin ist der Verein weiterhin auf der Suche nach Sponsoren, um das Projekt finanzieren zu können. Auch das liegt allein in den Händen der Studierenden, die hoffen, dass sich weitere Unternehmen aus der Nordwest-Region melden, die ihr Vorhaben unterstützen und dafür auch eine Gegenleistung erhalten. Zum Beispiel einen Schriftzug auf dem Rennwagen wenn der seine Runden auf dem Hockenheimring fährt.
Weitere Infos unter Telefon 0176 45371132 oder www.RacingRevolution.de
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