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UDE-Tagung: Emotional erziehen an der Schule

17.03.2011 - (idw) Universität Duisburg-Essen

Wie können soziale und emotionale Kompetenz in der Schule vermittelt werden, schließlich hängt davon die Qualität des Zusammenlebens ab? Wie muss die Sozialerziehung bei gefährdeten Schülern aussehen? Können damit auch konkrete Probleme des schulischen Miteinanders effizient gelöst werden? Mit diesen und ähnlichen Fragen befasst sich eine Tagung an der Universität Duisburg-Essen (UDE) am 5. April. Die Organisatorinnen, Psychologieprofessorin Dr. Gisela Steins und Anna Haep, erwarten etwa 100 Lehrer aller Schulformen aus ganz Nordrhein-Westfalen. Prof. Steins: Wir haben jahrelang zu diesem Thema geforscht und möchten unsere Ergebnisse jetzt den Lehrern vorstellen und mit ihnen diskutieren. Es geht insbesondere um Unterstützungskonzepte für besonders gefährdete Schüler mit schulischen Problemen.

Die Sozialerziehung ist ein Schlüsselthema, wenn es darum geht, soziale Defizite bei Schülern auszuräumen. Lehrer müssen sich schon lange und immer häufiger mit Disziplinproblemen und unangepasstem Schülerverhalten auseinandersetzen. Gefragt sind effektive Maßnahmen, die im Schulalltag funktionieren. Das Besondere an der schon mehrfach positiv begutachteten emotionalen Erziehung ist, so Prof. Stein, dass nicht nur der Schüler, sondern auch das Verhalten der Lehrpersonen in den Blick genommen wird. Lehrer werden angeleitet, hilfreiche Verhaltensmodelle anzuwenden. Schüler erlernen u.a. selbstregulierende Methoden, die sie auch jenseits der Schule einsetzen können.

Wenige Schüler verursachen den größten Ärger

Systeme und Strategien, die Problemverhalten verhindern, können für die große Mehrheit der unproblematischen Schüler effektiv sein. Zwischen fünf und zehn Prozent der Schüler benötigen jedoch spezielle Gruppenmaßnahmen. Gisela Steins: Führt eine Schule diese effektiven und speziellen Interventionen systematisch ein, ist schon viel gewonnen. Denn sie erreichen sehr gezielt diese relativ kleine Schülergruppe, die für knapp die Hälfte der Unruhefälle verantwortlich ist. Auf der Tagung werden mehrere praxisnahe Workshops für verschiedene Probleme rund um die Sozialerziehung angeboten.

Die Forschungsarbeiten der beiden Wissenschaftlerinnen und auch die Tagung wurden und werden gefördert und unterstützt vom Lions Club Oberhausen, der zu seinem 50jährigen Bestehen insbesondere die Sozialerziehung an Schulen in den Fokus rücken möchte. Für die Tagung im Glaspavillon am Essener Campus müssen deshalb auch keine Gebühren genommen werden.

Weitere Informationen: Prof. Dr. Gisela Steins, Tel. 0201/183-2157, gisela.steins@uni-due.de

Redaktion: Beate H. Kostka, Tel. 0203/379-2430 Weitere Informationen: http://www.uni-due.de/biwigst
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