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Das Juwel der Universität erstrahlt in neuem Glanz - Festakt zur Wiedereröffnung des Barockschlosses

10.04.2011 - (idw) Universität Osnabrück

Das Juwel der Universität im Herzen Osnabrücks erstrahlt in neuem Glanz. Nach einjähriger Sanierung wurde das größte Barockschloss Niedersachsens heute (10.4.) offiziell eingeweiht. In Anwesenheit von Wissenschaftsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka und 200 Ehrengästen sagte Universitätspräsident Prof. Dr.-Ing. Claus Rollinger in seinem Willkommensgruß: »Die Universität Osnabrück ist stolz und glücklich, die fürstbischöfliche Residenz nutzen zu können und freut sich sehr, wenn die Bürgerinnen und Bürger der Stadt und der Region Osnabrück diese Freude mit uns teilen und die vielen Gelegenheiten nutzen, zu denen wir die Öffentlichkeit in das Schloss einladen.« Die »Musikalische Schlosserkundung« begann mit der Ouvertüre von Mozarts Zauberflöte, gespielt von dem Sinfonieorchester der Universität Osnabrück. Oberbürgermeister Boris Pistorius sprach von einem »guten Tag für die Universität und somit auch von einem guten Tag für die Stadt«. Er überbrachte seine Glückwünsche für die gelungene Sanierung, die während der Weltwirtschaftskrise Arbeitsplätze in der Region gesichert habe. »Insofern kam der Auftrag genau zum richtigen Zeitpunkt und wirkte wie ein kleines Konjunkturprogramm.« Nach einer umfangreichen Außensanierung hatte das Land 2009 noch einmal rund vier Millionen Euro für die dringend notwenigen Innensanierungen zur Verfügung gestellt.

Die Kernsanierung beinhaltete ein komplett neues Treppenhaus mit gläsernem Aufzug und einem behindertengerechten Zugang über eine flache Rampe vom Schlossinnenhof. Die Aula wurde renoviert, erhielt eine größere Bühne, eine neue Bestuhlung, neue Technik und eine Wandverkleidung, die für eine bessere Akustik sorgt. Ein schöner Musiksaal befindet sich nun im zweiten Stock, nicht weit von schallisolierten Übungsräumen für die Musikstudierenden. Im Erdgeschoss entstand ein repräsentativer Senatssitzungssaal. »Hier wurde traditionelle Bausubstanz mit den Ansprüchen einer Hochschule in gelungener Weise verbunden«, lobte dann auch Ministerin Wanka.

Und der Leiter des Staatlichen Baumanagements Osnabrück-Emsland, Dipl.-Ing. Richard-Wilhelm Bitter, hob als Bauherr hervor: »Die Weiternutzung durch die Universität bedeutet für das Baudenkmal letztendlich eine Bestandssicherung, da nur genutzte Gebäude unterhalten und gepflegt werden« So lebe die Universität und Schloss in einem symbiotischen Verhältnis: »Die Uni braucht das Schloss und das Schloss braucht die Uni.« Universitätspräsident Rollinger dankte dem Bauherrn, dem Architekturbüro Edmund Flatau sowie den Fachingenieuren und der Denkmalpflege für die gute Zusammenarbeit und die termingerechte Fertigstellung.

In seinem Festvortrag »Schale und Kern Das Osnabrücker Schloss« ließ der Kulturhistoriker Prof. Dr. Klaus Niehr (Universität Osnabrück) die wechselvolle Geschichte des Barockschlosses Revue passieren: »Ab 1668 geplant, gehört das Osnabrücker Schloss zu den ersten großen fürstlichen Baumaßnahmen nach dem 30jährigen Krieg in Deutschland und beansprucht allein dadurch eine besondere Stellung. Angelehnt an italienische und süddeutsche Vorbilder, ist bzw. war es ein Spiegelbild ideal geordneter Herrschaft der Frühen Neuzeit.«

Am Nachmittag öffneten sich dann die Schlosstüren für die Osnabrücker Bürgerinnen und Bürger. Auf allen Etagen wurde den 800 Besuchern ein abwechslungsreiches Kulturprogramm geboten. Vor allem die Musikliebhaber kamen auf ihre Kosten: Jazz, E-Tango, Experiment und Improvisation, Lieder aus Georgien und vom Balkan, Tanzprojekte in der Lehrerausbildung und der Entwicklungsforschung standen auf dem Programm. Wer mochte, konnte auch einen Blick in die Mediothek und das musikwissen-schaftliche Mac-Labor werfen. Auch einer Chorprobe und einem Bläserquintett konnten die Gäste lauschen. Zum Ausklang spielte die Universitätsmusik unter dem Motto: »Dich teure Halle grüß ich wieder«.
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