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Herausragende Stifterpersönlichkeit Deutschlands in Düsseldorf geehrt

11.04.2011 - (idw) Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung NRW

Wissenschaftsministerin Schulze überreichte Großes Verdienstkreuz mit Stern
an Dr. h.c. Rolf Schwarz-Schütte (90) In einer Feierstunde hat NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze Dr. h.c. Rolf Schwarz-Schütte (90) das Große Verdienstkreuz mit Stern des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland überreicht. Schwarz-Schütte, der bereits Träger des Großen Verdienstkreuzes ist und zu den herausragenden Stifterpersönlichkeiten Deutschlands gehört, wurde insbesondere für die Förderung der Wissenschaft und soziale Belange ausgezeichnet. Sie und Ihre Familie, lieber Herr Dr. h.c. Schwarz-Schütte, identifizieren sich mit dem Gemeinwesen in unserem Land, fühlen sich der Gesellschaft verpflichtet und wollen ihr etwas zurückgeben, sagte Ministerin Schulze in ihrer Laudatio. Herr Dr. h.c. Rolf Schwarz-Schütte hat sich über mehr als zwei Jahrzehnte hinweg nicht nur als herausragender Förderer der Heinrich-Heine-Universität erwiesen, sondern auch als eine vielseitig interessierte Persönlichkeit mit einer echten Wertschätzung einer gemeinwohlorientierten Wissenschaft, sagte Prof. Dr. Dr. Michael Piper, Rektor der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU). Bundespräsident Christian Wulff hatte im Dezember 2010 den Verdienstorden auf Vorschlag von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft verliehen. In der Feierstunde auf Schloss Mickeln in Düsseldorf wurde er nun überreicht.

Herr Dr. h.c. Rolf Schwarz-Schütte nutzt seine finanziellen und persönlichen Möglichkeiten als erfolgreicher Unternehmer in so intensiver und engagierter Weise, um Wissenschaft und soziale Belange in seiner Heimatregion zu fördern, so dass seine Auszeichnung mit dem Großen Verdienstkreuz mit Stern angemessen erscheint, heißt es in der Vorschlagsbegründung.

Im Jahr 1946 war Rolf Schwarz-Schütte Mitgründer des Unternehmens Schwarz Pharma AG, das seinen Hauptsitz 1950 nach Monheim am Rhein verlegte. Er gehört seit vielen Jahrzehnten zum Förderkreis der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, wo er von 1988 bis 2000 Präsident der Gesellschaft von Freunden und Förderern der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf e.V. war. Die Gesellschaft entwickelte sich unter seiner Leitung zu einer der führenden deutschen Universitätsfördergesell¬schaften, die aktuell 19 Stiftungen und ein Vermögen von 30 Millionen Euro verwaltet. Viele junge Forscherinnen und Forscher wurden ideell und finanziell gefördert. Im Jahr 1996 war Schwarz-Schütte Mitinitiator der Stiftung Schloss Mickeln, dem Gästehaus der Heine-Universität, in dem nun auch die Überreichung stattfand. Bis heute ist Schwarz-Schütte Ehrenpräsident der Gesellschaft.

Der Studiengang Betriebswirtschaftslehre an der HHU Düsseldorf konnte Anfang der 90er Jahre maßgeblich dank der Unterstützung Schwarz-Schüttes aufgebaut werden, 2001 wurde die Schwarz-Schütte-Förderstiftung (SSFS) gegründet. 2008 schloss diese einen Vertrag mit der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften und stockte die Fördersumme von 24 auf 40 Millionen Euro auf. Damit erhielt die Universität die größte Einzelzuwendung in ihrer Geschichte. Später konnte das Düsseldorfer Institut zur Förderung des Wettbewerbs in Wirtschaft und Gesellschaft gegründet werden. Die Stiftung errichtete auf eigene Kosten das Oeconomicum, ein Gebäude mit ästhetisch und technisch anspruchsvoller Architektur, als Sitz der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät. Für seine Verdienste um die Fakultät und die Universität verlieh die HHU Düsseldorf Schwarz-Schütte 1998 die Ehrendoktorwürde und 2000 den Titel eines Ehrensenators.

Rolf Schwarz-Schütte trat in den vergangenen Jahren zudem als Unterstützer sozialer Einrichtungen in Erscheinung, zu denen auch Seniorenheime gehörten. Von 1983 bis 1991 war er Präsident der Industrie- und Handelskammer zu Düsseldorf, wo er bis heute Ehrenmitglied der Vollversammlung und Ehrenpräsident der Kammer ist. Von 1990 bis 1995 war Schwarz-Schütte Vorstandsvorsitzender des Industrie-Clubs e.V. Düsseldorf. Auch hier ist er heute Ehrenpräsident. Im Jahr 2000 erhielt er den Ehrenring der Stadt Monheim. Er war einer der größten Arbeitgeber der Stadt und engagierte sich in Kultur und Sport. Rolf Schwarz-Schütte ist verheiratet mit Heili Schwarz-Schütte, geb. Schütte, und Vater von zwei Kindern, Patrick Schwarz-Schütte, ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Schwarz Pharma AG, und Bettina Schwarz-Seibert, Dozentin für Archäologie an der Universität Potsdam.


Hinweis an die Redaktionen:
Bilder zum Download von der Überreichung des Verdienstordens finden Sie im Anschluss an die Veranstaltung auf Schloss Mickeln unter
www.wissenschaft.nrw.de
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