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Dreifach erfolgreich

05.05.2011 - (idw) Deutsche Sporthochschule Köln

DFG-Förderung für Psychologisches Institut der Sporthochschule
DFG fördert Projekt im Gesamtumfang von 500.000 Euro Zwei aktuelle Forschungsprojekte der Abteilung Leistungspsycholgie des Psychologischen Instituts der Deutschen Sporthochschule unter Leitung von Prof. Dr. Dr. Markus Raab werden von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert. Das Institut erhält für die beiden Vorhaben sowie ein TMS-Gerät für die neurowissenschaftliche Forschung insgesamt 500.000 Euro. Mit der TMS (Transkraniale Magnetische Stimulation) können über starke Magnetfelder Bereiche des Gehirns sowohl stimuliert als auch gehemmt werden.

Fokale Dystonie bei Sportlern und Musikern Diagnostik und Intervention In Deutschland leiden ca. 80.000 Menschen unter fokaler Dystonie. Die neurologische Krankheit äußert sich in unwillkürlichen, meist schmerzfreien Fehlbewegungen und Krämpfen, die auf einen Körperteil begrenzt und aufgabenspezifisch sind. Betroffen sind häufig bestimmte Berufsgruppen wie Musiker oder Leistungssportler (Golfer, Cricketspieler), deren Tätigkeit durch ein hohes Ausmaß an feinkoordinativer Präzision gekennzeichnet ist. Nicht selten führen Fokale Dystonien bei den Betroffenen zu Karriereabbruch oder Berufsunfähigkeit. Das gemeinsame Forschungsprojekt der Deutschen Sporthochschule und der Hochschule für Musik und Theater Hannover zielt darauf ab, den wissenschaftlichen Kenntnisstand disziplinübergreifend zu integrieren und zu erweitern sowie Transferwirkungen tätigkeitsspezifischer Interventionen für Fokale Dystonien bei Musikern und Sportlern zu untersuchen. Aufbauend auf die Entwicklung einer psychodiagnostischen, psychophysiologischen und kinematischen Testbatterie werden tätigkeitsspezifische Interventionen entwickelt, erprobt und evaluiert, um langfristig die Heilungschancen für Betroffene zu erhöhen.

Akustische Re-Afferenzen in der Bewegungskontrolle und -wahrnehmung Das Gemeinschaftsprojekt der Deutschen Sporthochschule, der Universität Stuttgart und des Max-Planck-Instituts für Neurologische Forschung (Köln) befasst sich mit sensomotorischen Rückmeldungen. Sind die gleichen Mechanismen, die zur Steuerung eigener Bewegungen benutzt werden, auch zentral für die Wahrnehmung von Ereignissen in der Umwelt? Wie werden auditive Re-Afferenzen wahrgenommen? Das Forschungsprogramm stellt eine Erweiterung zu aktuellen theoretischen Entwicklungen dar, indem zum einen die zugrundeliegenden Mechanismen der Fähigkeit zur Bewegungskontrolle und die der Fähigkeit der Ereignisvorhersage miteinander verglichen werden, und zum anderen erstmals die Rolle akustischer Re-Afferenzen innerhalb der Bewegungssteuerung und wahrnehmung umfassend untersucht wird.
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