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Fünf Stimmen zur Energiedebatte

06.05.2011 - (idw) Universität Konstanz

Das Konstanzer Europakolloquium versammelt fünf Energieexperten zu einer Podiumsdiskussion öffentlicher Vortrag von EU-Kommissar Günther Oettinger. Die Debatte um erneuerbare Energien und um den Übergang der europäischen Wirtschaft in ein nachhaltiges, ökologisches System gewinnt vor dem Hintergrund der Katastrophe in Fukushima eine besondere Brisanz. In der öffentlichen Podiumsdiskussion Green Economy in Europa Wirklichkeit oder Illusion? im Rahmen des 8. Konstanzer Europakolloquiums werden renommierte Vertreter aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft die Herausforderungen der Energiewende gemeinsam mit ihrem Publikum diskutieren und Lösungsansätze schildern. Die Podiumsdiskussion bildet den Abschluss der dreitägigen Konferenz und findet am Sonntag, 15. Mai 2011, um 15.30 Uhr im Wolkensteinsaal des Konstanzer Kulturzentrums am Münster statt. Im Anschluss an die Diskussion spricht Günther Oettinger, EU-Kommissar für Energie und Schirmherr des 8. Europakolloquiums, über die Perspektiven der EU und berichtet aus dem Inneren der Kommission.

Die Europäische Union hat durch ihre Vorreiterrolle in Sachen Klimaschutz und erneuerbare Energien in den letzten Jahren gezeigt, dass sie die Energieproblematik erkannt hat und gewillt war gegenzusteuern. Jedoch hat die globale Finanzkrise zu reflexartigen Reaktionen und einem Rückfall in alte Verhaltensmuster in den Mitgliedstaaten geführt und somit manche Bemühungen revidiert, stellt Franz Ecker, Initiator des 8. Europakolloquiums, fest. Die dreitägige Konferenz richtet ihre Aufmerksamkeit auf die grünen Wirtschaftszweige als Wachstumsmotoren und Grundpfeiler zukünftigen Wirtschaftens. Die Organisatoren überschreiben das Europakolloquium mit der Leitfrage, wie die Transformation in ein nachhaltiges Wirtschaftssystem geschehen kann, und versammeln zu dieser Thematik Experten aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft zu einer öffentlichen Podiumsdiskussion.

Prof. Dr. Gerd Ganteför, Professor für Experimentalphysik an der Universität Konstanz, wird als Vertreter der Wissenschaft an der Podiumsdiskussion teilnehmen. Ganteför setzt sich in seinem jüngst erschienenen Buch Klima Der Weltuntergang findet nicht statt mit dem Themenkomplex Klima und Energie auseinander und leistet Aufklärungsarbeit zu Mythen und Fakten der Energiedebatte.

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Peter Friedrich wird als Stimme aus der Politik zu der Diskussion beisteuern. Friedrich ist Obmann der SPD-Abgeordneten in der Enquete-Kommission des Deutschen Bundestags Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität sowie Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft und Technologie. Seit 2009 ist er außerdem Generalsekretär der SPD Baden-Württemberg. Friedrich wurde jüngst in der grün-roten Landesregierung als Minister für Bundesangelegenheiten, Europa und Internationales berufen und leitet damit die Landesvertretung in Berlin.

Bene Müller, Vorstandsmitglied der Solarcomplex AG, wird die Perspektive der Wirtschaft in die Diskussionsrunde einbringen. Das regionale Unternehmen Solarcomplex will die Energieversorgung im Bodenseeraum bis 2030 weitgehend auf erneuerbare Energien umstellen.

PD Dr. Irmi Seidl wird als weitere Vertreterin der Wissenschaft auftreten. Seidl ist Leiterin der Forschungseinheit Wirtschafts- und Sozialwissenschaften an der Eidgenössischen Forschungsanstalt Wald, Schnee und Landschaft und lehrt ökologische Ökonomik an der Universität Zürich. Sie ist Herausgeberin des Buchs Postwachstumsgesellschaft. Konzepte für die Zukunft, das die Wachstumszwänge der Wirtschaft kritisch analysiert und Alternativen zum gegenwärtigen Wirtschaftsparadigma darlegt.

Der Geograph, Geologe und Biologe Bernward Janzing komplettiert die Diskussionsrunde. Janzing setzt sich als Buchautor und freier Journalist seit Mitte der 1990er Jahre mit Inhalten rund um erneuerbare Energien und Umweltschutz auseinander. 2009 erhielt er den Umweltmedienpreis der Deutschen Umwelthilfe, 2010 wurde er mit dem Deutschen Solarpreis von Eurosolar in der Kategorie Medien ausgezeichnet.

Moderiert wird die Podiumsdiskussion vom bekannten Journalisten, Fernsehmoderator und Buchautor Franz Alt.

Das Konstanzer Europakolloquium ist eine international bekannte Tagungsreihe zu politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Fragen rund um die Europäische Union. Das Europakolloquium ist von Studierenden initiiert und ehrenamtlich organisiert. Im Mittelpunkt der Konferenz steht der Dialog zwischen Studierenden und Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik.
Das 8. Konstanzer Europakolloquium wird unterstützt von der LBS Landesbausparkasse Baden-Württemberg, EnBW Energie Baden-Württemberg und der Stiftung Umwelt und Wohnen an der Universität Konstanz.


Weitere Informationen finden Sie unter http://www.europakolloquium.eu

Kontakt:
Universität Konstanz
Kommunikation und Marketing
Telefon: 07531 / 88-3603
E-Mail: kum@uni-konstanz.de

Stephan Reitze
Universität Konstanz
8. Konstanzer Europakolloquium
Universitätsstraße 10
78464 Konstanz
E-Mail: stephan.reitze@europakolloquium.eu

http://www.europakolloquium.eu
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