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Vorträge zur Literatur der Großregion, zur Bildungsästhetik und zur Kunstpolitik im Dritten Reich

06.05.2011 - (idw) Universität des Saarlandes

In diesem Sommersemester bietet die Universität des Saarlandes zusammen mit verschiedenen Kooperationspartnern drei Ringvorlesungen in Saarbrücken an. Jeden Montag geht es um 19 Uhr im Rathausfestsaal um Die Literaturgeschichte der Großregion. Die Ringvorlesung zum Thema Bildungsforschung & Bildungspraxis findet jeden Mittwoch um 19 Uhr im Kleinen Theater im Rathaus statt. Außerdem sprechen jeden Donnerstag um 19 Uhr im Museum in der Schlosskirche Referenten über Leben und Werk des Künstlers Georg Meistermann. Die Vorlesungen stehen allen Interessierten offen und sind kostenfrei. In der kommenden Woche finden folgende Vorträge statt:

- Ringvorlesung Literatur der Großregion
Montag, 9. Mai 2011, 19 Uhr
Rathausfestsaal der Stadt Saarbrücken:
Wolfgang Haubrichs: Von Otfrid von Weißenburg bis Elisabeth von Nassau-Saarbrücken: Die Literaturlandschaft Elsass-Saar-Mosel(raum) im Mittelalter

In seinem Vortrag spricht Wolfgang Haubrichs über bedeutende Autorenpersönlichkeiten im Elsass-Saar-Moselraum des Mittelalters und skizziert so die damalige Literaturlandschaft in der Region. Unter anderem beleuchtet er auch das Leben der Übersetzerin Elisabeth von Lothringen, Gräfin von Nassau-Saarbrücken. Sie übertrug die französische Heldenepen um Karl den Großen so ins Deutsche, dass die ganze Farbigkeit des späten Mittelalters in einer Serie von Ritterabenteuern und Fürstengeschichten mit Bezug auf Lothringen und Saarbrücken hervortrat.

Wolfgang Haubrichs ist Professor für Germanistik an der Universität des Saarlandes und Leiter des Archivs für Siedlungs- und Flurnamen des Saarlandes und des deutschsprachigen Lothringens (ASFSL).

Kontakt:
Dr. Manfred Leber
Tel. 06897/728640
E-Mail: m.leber@mx.uni-saarland.de


- Ringvorlesung Bildungsforschung & Bildungspraxis
Mittwoch, 11. Mai 2011, 19 Uhr
Kleines Theater im Rathaus Saarbrücken
Christian Rolle: Über Probleme mit Standards und Kompetenzen in den künstlerischen Fächern

Die Vorlesung beschäftigt sich mit der ästhetischen Bildung, die ermöglicht wird, wenn eine Schule Räume für ästhetische Erfahrung eröffnet. Am Beispiel von Musik erklärt der Referent, dass Unterricht dort erfolgreich ist, wo er ästhetisches Urteilsvermögen fördert.

Christian Rolle ist Professor für Musikpädagogik an der Hochschule für Musik Saar. Zudem ist er Vorsitzender des Verbandes Deutscher Schulmusiker/ Landesverband Saar sowie Präsident der Föderation musikpädagogischer Verbände Deutschlands.

Kontakt:
Prof. Dr. Roland Brünken
Tel. 0681/302-2531
E-Mail: r.bruenken@mx.uni-saarland.de
Auskunft Stadt Saarbrücken: Tel. 0681/905-4904
Informationen im Internet unter: http//:bildungswissenschaften.uni-saarland.de

- Vortragsreihe Georg Meistermann zum 100. Geburtstag
Donnerstag, 12. Mai 2011, 19 Uhr
Museum der Schlosskirche Saarbrücken
Martin Papenbrock: Die Kunstpolitik im Nationalsozialismus, die Katholische Reichsgemeinschaft und die Anfänge Meistermanns

Die Kunstpolitik im Nationalsozialismus war Teil einer politischen Gesamtstrategie, die auf die Durchsetzung politischer Ziele ausgerichtet war: die Ausschaltung der politischen Gegner, die Vernichtung der Juden und die Vorbereitung des Krieges. Der gesamte Kunstbetrieb wurde in dieser Perspektive neu strukturiert, zentralistisch geführt und staatlich kontrolliert. Mit Blick auf Georg Meistermann, der als Opfer der nationalsozialistischen Kunstpolitik seine künstlerische Tätigkeit nach 1933 zunächst nur im Privaten fortsetzen konnte, analysiert Martin Papenbrock im Vortrag die staatliche Kunstpolitik und die Kunstpolitik der Kirchen. Dabei geht es vor allem um die Arbeit der Katholischen Reichsgemeinschaft christlicher Kunst, der Dachorganisation der katholischen Kunstvereine und ihr Verhältnis zum Nationalsozialismus Es wird untersucht, welche Möglichkeiten die katholische Kirche Künstlern wie Meistermann bieten konnte, die nach 1933 im staatlichen Kunstbetrieb kaum noch eine Chance hatten.

Martin Papenbrock ist seit 1998 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Kunstgeschichte der Universität Karlsruhe, derzeit ist er als Lehrstuhlvertretung am Institut für Kunst- und Baugeschichte tätig.


Kontakt:
Prof. Dr. Henry Keazor, Dr. des. Liane Wilhelmus
Tel.: 0681/302-2317 oder -3978; E-Mail: l.wilhelmus@mx.uni-saarland.de Weitere Informationen: http://www.uni-saarland.de/ringvorlesungen http://www.uni-saarland.de/meistermann Anhang
Vorträge zur Literatur der Großregion im Mittelalter, zur Bildungsästhetik und zur Kunstpolitik im Dritten Reich
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