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Mehr Mut zum Risiko: Helmut Schwarz warnt vor fantasieloser Mainstreamforschung

09.05.2011 - (idw) Alexander von Humboldt-Stiftung

Präsident der Humboldt-Stiftung im Interview mit Forschung & Lehre Der Präsident der Alexander von Humboldt-Stiftung, Helmut Schwarz, warnte gegenüber der Zeitschrift Forschung & Lehre vor zu viel Mainstream-Forschung als Konsequenz einer zu eng gefassten Projektförderung. Eine verstärkte Förderung von Wissenschaftlern unabhängig von herrschenden Forschungstrends wäre hilfreich, so Schwarz. Dabei schützt die Hinwendung zur Individualförderung allein noch nicht vor fantasie- und visionsloser Mainstream-Forschung, die immer dort auftritt, wo wir uns so sehr vor Misserfolgen fürchten, dass Methodik, Ziele und letztlich auch Ergebnisse zwangsläufig in den Grenzen des Absehbaren, des Bekannten verharren, sagte Schwarz.

Mainstream-Forschung gibt es in unterschiedlichen Bereichen und wir müssen das Problem beim Namen nennen, betonte Schwarz. Förderorganisationen und öffentliche wie private Zuwendungsgeber seien deshalb mehr denn je gefragt, den Mut zum Risiko zuzulassen, einzufordern und zu unterstützen. Gerade jungen Wissenschaftlern darf nicht das Gefühl vermittelt werden, dass nur das Ausfüllen vorgegebener Schablonen, etwa durch Bearbeitung beliebter, beispielsweise gesellschaftlich relevanter Themen, zur Anerkennung führt, so Schwarz. Die Förderphilosophie der Alexander von Humboldt-Stiftung habe hier Vorbildcharakter, denn gerade die Wissenschaftler mit ungewöhnlichen Ideen, die ausgetretene Pfade verlassen, hätten bei der Stiftung die beste Aussicht auf Erfolg. Individualförderung sei die nachhaltigste Form der Förderung, weil die Wissenschaftler auf der Basis individueller Förderung passgenaue Netzwerke aufbauten und Kräfte bündelten. Dies ermögliche gemeinsame Leistungen, die ein zeitlich und thematisch begrenztes Programm nicht bieten könne.

Das Interview ist in der aktuellen Mai-Ausgabe der Zeitschrift Forschung & Lehre erschienen (http://www.forschung-und-lehre.de).

Das vollständige Interview lesen Sie hier:
http://www.humboldt-foundation.de/web/Nachgefragt_FuL.html (PDF)

Die Alexander von Humboldt-Stiftung
Jährlich ermöglicht die Humboldt-Stiftung über 2.000 Forschern aus aller Welt einen wissenschaftlichen Aufenthalt in Deutschland. Die Stiftung pflegt ein Netzwerk von weltweit mehr als 24.000 Humboldtianern aller Fachgebiete in über 130 Ländern unter ihnen 44 Nobelpreisträger.

Pressekontakt
Kristina Güroff
Regine Laroche
Kerstin Schweichhart
Tel: +49 228 833-144/257; Fax: -441
E-Mail: presse@avh.de

Leiter Referat Presse, Kommunikation und Marketing
Georg Scholl
Tel: +49 228 833-258
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