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Publikation zu Politischen Eliten in post-kommunistischen Staaten erschienen

27.08.2003 - (idw) Friedrich-Schiller-Universität Jena

Neue Veröffentlichung des SFB 580 / Auftakt zur großen Abgeordnetenbefragung

Jena (26.08.03) Wie hat sich die Zusammensetzung der ostdeutschen und osteuropäischen Parlamente seit der "Wende" entwickelt? Sind aus den Amateurpolitikern der Umbruchszeit ein gutes Jahrzehnt später Berufspolitiker westlichen Typs geworden? Erste Antworten auf diese Fragen bietet das jetzt erschienene Heft 8 des Sonderforschungsbereiches (SFB) "Gesellschaftliche Entwicklungen nach dem Systemumbruch" der Universität Jena.

Unter dem Titel "Representative Elites in Post-Communist Settings" wird auf knapp 100 Seiten ein Bild der Sozial- und Binnenstruktur der Nationalparlamente unter anderem von Polen, Litauen und Kroatien, aber auch der ostdeutschen Landtage gezeichnet. "Während in den neuen Ländern der Typus des Amateurpolitikers weitgehend der Vergangenheit angehört, bleiben die Parlamentarier in vielen osteuropäischen Staaten gewissermaßen verhinderte Berufspolitiker", sagt Mitherausgeber Dr. Michael Edinger. "Wenig konsolidierte Parteiensysteme und massive Schwankungen im Wählerverhalten lassen den Verbleib im Amt und die politische Karriereplanung allgemein oftmals als eine Art russisches Roulette erscheinen", schätzt der Jenaer Politikwissenschaftler ein.

Um ein gleichermaßen realistisches wie aktuelles Bild von der Abgeordnetentätigkeit zu gewinnen, wird das Forschungsprojekt A 3 im SFB 580 unter der Leitung des Soziologen Prof. Dr. Heinrich Best und des Politikwissenschaftlers Prof. Dr. Karl Schmitt ab dem 8. September eine Telefonbefragung von Abgeordneten beginnen. Landtags- und Bundestagsabgeordnete aus Ost und West sowie die deutschen Europaparlamentarier werden um Auskünfte zu ihrem Weg in die Politik, zu ihrer Mandatsausübung und zu ihrem Politikverständnis gebeten.

Weitere Informationen zum Projekt, zur Abgeordnetenbefragung und zur Publikation erteilt Dr. Michael Edinger, Projekt A 3 des SFB 580, Telefon 03641 / 945055, E-Mail: s6edmi@nds.rz.uni-jena.de.
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