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Fünftes Mädchen+Technik-Praktikum an der Technischen Fakultät

27.08.2003 - (idw) Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Viel Futter für experimentierhungrige Mädchen
Sie produzieren Hochspannung, machen Musik am Computer, finden heraus, wie eine CD funktioniert und wie gefriergetrocknete Nahrungsmittel hergestellt werden. Rund 280 Mädchen werden die letzte Woche ihrer Schulferien (1.-5. September 2003) in den Laboren der Technischen Fakultät der Universität und in den beiden Fraunhofer-Instituten zubringen und dort eigenhändig Erfahrungen mit moderner Technik machen. Zum fünften Mal findet das Mädchen-und-Technik Praktikum statt. Erstmals sind auch Lehrstühle der Physik, die zur Naturwissenschaftlichen Fakultät gehören, mit fünf Versuchen beteiligt.

Die anderen 39 Experimente stammen aus den Fachbereichen Maschinenbau, Elektrotechnik, Bio- und Chemieingenieurwesen, Informatik und Werkstoffwissenschaften. In der Abteilung Phoniatrie und Paedaudiologie am Klinikum der Universität wird erklärt, wie das Gehör funktioniert. Und bei der Führung im Reinstraum des Fraunhofer Instituts für Bauelementetechnologie ist zu sehen, wie Computerchips hergestellt werden. Wie spannend die Praxis sein kann, berichtet Sabrina Schwarz (am 2. September, 17 Uhr im Hörsaal K2): Die Erlanger Maschinenbau-Studentin arbeitet in ihrer Freizeit als Mechanikerin im Abt-Sportsline Team der DTM (Deutschen Tourenwagen Masters) und gibt sowohl Einblicke in das Hintergrundgeschehen auf der Rennstrecke als auch in einige technische Details der Rennautos.

"Viele Mädchen kommen wieder, weil es Ihnen im Vorjahr Spaß gemacht hat", stellt Kristin Paetzold fest, die als Frauenbeauftragte an der Technischen Fakultät die Organisation in der Hand hat. "Die Mundpropaganda scheint sehr gut zu funktionieren." Auch die Schulen selbst seien bis auf ganz wenige Ausnahmen sehr aufgeschlossen gewesen und hätten die Einladungen und Programme verteilt - "wahrscheinlich auch auf Nachfrage der Mädchen hin. Die Mädels gehen mit viel Engagement und hoch motiviert in die Praktika", beobachtet Paetzold. Die Organisation des Programms liegt beim Frauenbüro der Universität, den Frauenbeauftragten der Technischen Fakultät und Mitarbeiterinnen des Fraunhofer-Instituts für Integrierte Schaltungen in Tennenlohe. Die Frauenbeauftragten der Fakultäten und die wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die die Schülerinnen aus den 8. bis 10. Klassen bei den Versuchen fachkundig anleiten, setzen sich mit viel freiwilligem Engagement für das bewährte Schnupperpraktikum ein.

Das Versuchsprogramm mit seinen altersgerecht und spannend aufbereiteten Einblicken in vielerlei naturwissenschaftliche und technische Fragen wie Computeranimation, Lasertechnik, CAD-Konstruktion oder die Herstellung von Metalllegierungen, Glas und Porzellan soll besonders Mädchen begeistern und ermutigen, später ein Studienfach zu einem der zukunftsträchtigen Ingenieurberufe zu wählen. Denn immer noch ist der Frauenanteil in technischen Studienfächern erschreckend gering.

Weitere Informationen im Internet unter www.maedchen-technik.de.
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