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Von der Mineralogie zur Softwareentwicklung für die pharmazeutische Industrie

28.08.2003 - (idw) Technische Universität Clausthal

Privatdozent Dr. Bernd Prause wurde durch den Präsidenten der TU Clausthal, Prof. Dr. Ernst Schaumann zum außerplanmäßigen Professor ernannt. Professor Prause ist Leiter der Abteilung Wissenschaft und Technologie der CyBio AG in Jena. Die CyBio AG entwickelt, produziert und vertreibt Hightech-Automatisierungsplattformen für die pharmazeutische Forschung weltweit.


(v.l.n.r.) Prof. Dr. H.-D. Gursky, Prof. Dr. D. Mayer, Prof. Dr. W. Blendinger, Prof. Dr. E. Schaumann, Prof. Dr. W. Prause, Frau Prause,Prof. Dr. K. Mengel, Prof. em. Dr. Dr. h.c. G. Müller, Prof. Dr. K. Kautz. Professor Prause studierte an der TU Clausthal Geologie (1978 - 1985). In seiner Diplomarbeit, die er am Institut für Meeresforschung in Bremerhaven durchführte, befasste er sich mit Fragen zur Freisetzung der Schwermetalle Blei und Cadmium aus Sedimentmaterial der Unterweser, welches als Baggergut in der Nordsee verklappt wird. In seiner Promotion (1987) wandte er sich der Verwertung von Schlacken und Aschen aus Großfeuerungsanlagen in der Baustoffindustrie zu. Sein Arbeitsschwerpunkt lag in der mikrochemischen Untersuchung des Reaktionsverhaltens verschiedener Steinkohlen-Flugaschen, die als Zusatzstoffe für die Herstellung von Beton verwandt werden. Die Arbeit wurde von Prof. Dr. Karl Kautz, VGB - Technische Vereinigung der Großkraftwerksbetreiber e.V. in Essen betreut. Von 1987 - 1989 befasste sich Professor Prause als Mitarbeiter am Institut für Rohstofforientierte Meeresforschung mit der schmelzflussmetallurgischen Aufbereitung ozeanischer Manganerzkrusten und nahm im Jahr 1989 an der Forschungsfahrt SONNE 56 zum Okinawa Trog vor der japanischen Küste teil. Während dieser Fahrt gelang die spektakuläre Entdeckung einer silberhaltigen Erzlagerstätte am Meeresboden.

In den Folgejahren arbeitete er als wissenschaftlicher Assistent von Prof. Dr. em. Dr. h.c. Georg Müller am Institut für Mineralogie und Mineralische Rohstoffe. Herr Prause befasste sich schwerpunktmäßig mit Fragen der Technischen Mineralogie. Mit seinen Arbeiten auf dem Gebiet der Modellierung von Oberflächenabdeckungen für nordthüringische Rückstandshalden aus der Kaliproduktion habilitierte er sich im Jahr 1996 und erhielt die Venia Legendi für das Fachgebiet Angewandter Mineralogie.

Im Anschluss erlitt er das Schicksal mancher Privatdozenten. Als stellenloser Dozent setzte Herr Prause seine wissenschaftlich Arbeit am Institut fort und zeigte ein sehr hohes Lehrerethos. In dieser Zeit bot ihm Prof. Dr. em. Dr. h. c. Georg Müller die Chance, in der Reformwerkstatt der TU Clausthal, einem von der Volkswagen-Stiftung geförderten Projekt mitzuarbeiten.

Heute steht Professor Prause erneut an einer Schnittstelle zwischen industrieller Innovation und anwendungsbezogener universitärer Forschung. Bei der CyBio AG besteht seine Hauptaufgabe darin, neue Geschäftsfelder und neue Technologien zu erschließen. Hierfür kooperiert die CyBio AG unter seiner Leitung in mehreren, öffentlich geförderten Vorhaben, die zurzeit in enger Verzahnung mit universitären und außeruniversitären Forschungseinrichtungen durchgeführt werden.

An der TU Clausthal bietet Professor Prause die zweisemestrige Vorlesung "Angewandte Mineralogie" an.
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