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Bornavirus: FU präsentiert Forschungsergebnisse auf dem Schaufenster der Wissenschaft

28.08.2003 - (idw) Freie Universität Berlin

Das diesjährige Schaufenster der Wissenschaft in den Potsdamer Platz Arkaden steht vom 10. bis 14. September im Jahr der Chemie unter dem Motto "Von der Heilpflanze zum drug design". Dazu präsentiert das Institut für Virologie von der Freien Universität Berlin zusammen mit dem Robert Koch Institut Berlin sein Projekt zu Bornavirus-Infektionen.

Das Bornavirus verursacht eine Infektion im limbischen System des Gehirns bei Tieren mit neurologischen Symptomen und ist in psychiatrische Störungen beim Menschen involviert. Im Tier vermehrt sich das Virus im Althirn (limbisches System), das Verhalten und Wohlbefinden steuert. Das Bornavirus stört vermutlich das chemische Gleichgewicht der Hirnbotenstoffe. Zehn Prozent der Deutschen sind zeitweise von Depressionen betroffen und dadurch hohem Leidensdruck und Suizidrisiko ausgesetzt. Infizierten Patienten hilft eine Therapie mit Psychopharmaka in Verbindung mit dem Wirkstoff Amantadin. Die meisten Bornavirus-Infektionen verlaufen jedoch ohne Krankheitsbild.

Die Borna-Virus-Infektion wird seit über 300 Jahren beim Pferd beschrieben. Es ist nach der sächsischen Stadt Borna (bei Leipzig) benannt, wo es zu schweren Krankheitsausbrüchen kam. Erste Erwähnung fand die Krankheit 1660 in der Abhandlung "Gestüt-Ordnung und gründliche Einzäumung, wie auch der Pferde Cur, und Artzney". Die - vorwiegend - Armeepferde wurden zunehmend trübsinniger und unmotivierter und waren damit für den ihnen bestimmten Zweck unbrauchbar.

Ort und Zeit: Forschungsmarkt Berlin, Potsdamer Platz Arkaden, S/U-Bahn Potsdamer Platz, vom 10. bis 14. September von 10.00 bis 20.00 Uhr, So. von 10.00 bis 18.00 Uhr

Informationen (FU): Prof. Dr. Hanns Ludwig, Institut für Virologie; Königin-Luise-Str. 49, 14195 Berlin; Tel.: 030/838-55512/11, E-Mail: hluvirol@zedat.fu-berlin.de.

Weitere Informationen: Forschungsmarkt Berlin, TU Berlin, Dr. Thorsten Knoll, Tel.: 030/314-79565
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