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Von der Brechtvilla bis zum Buddhistischen Haus

28.08.2003 - (idw) Technische Universität Berlin

Fachgebiet Historische Bauforschung und Aufbaustudium Denkmalpflege zeigen Projekte beim Tag des offenen Denkmals

Am Tag des offenen Denkmals, der in Berlin vom 12. bis 14. September 2003 stattfindet, präsentieren das Fachgebiet Historische Bauforschung und der Aufbaustudiengang Denkmalpflege der Technischen Universität Berlin fünf Projekte zum diesjährigen Motto "Geschichte und Kunst hautnah - Wohnen im Denkmal". Besucherinnen und Besucher können sich dabei über die Geschichte der Brechtvilla in Weißensee informieren, das Buddhistische Haus in Frohnau kennen lernen und sich auf die Spurensuche nach den verschwundenen Wohnstrukturen in Altcölln begeben. Außerdem kann man etwas über die ältesten erhaltenen Kolonnaden in Berlin und das letzte Kolonistenhaus in Wedding erfahren.

Zu den Projekten im Einzelnen:

"Verschwundene Wohnstrukturen in Berlin-Altcölln"
Vortrag über die Konzeption eines Archäologischen Stadtkatasters als Abschlussarbeit des Aufbaustudiums Denkmalpflege der TU Berlin. Nachweis der Existenz unterirdischer Reste der verschwundenen Bebauung der Südhälfte der Spree-Insel anhand vielfältiger Archiv-Materialien (Historische Bauakten, Stadtpläne und Fotografien). Die untersuchten Siedlungsstrukturen stammen vor allem aus dem 18./ 19. Jahrhundert, Spuren älterer Relikte reichen bis in das 13. Jh. zurück.
(Ulrike Storm)
Vortrag: Freitag, 12. September 2003, 16.00 Uhr
Treffpunkt: Hauptportal des ehem. Staatsratsgebäudes, 10117 Berlin-Mitte

"Die Königskolonnaden am Kleistpark"
Die Königskolonnaden sind die ältesten erhaltenen Kolonnaden in Berlin. Sie wurden 1777-1780 von Carl von Gontard entworfen. Heute ist das Baudenkmal aufgrund mangelnder Instandhaltung über Jahrzehnte hinweg von größerem Substanzverlust bedroht. Eine Schadenskartierung und -analyse, die als Abschlussarbeit im Rahmen des Aufbaustudiums Denkmalpflege der TU Berlin angefertigt wurden, dokumentieren und bewerten den Zustand der Kolonnaden.
(Dipl.-Ing. Boris Neubauer, Tanja Seeböck M.A.)
Führungen: Samstag, 13. September, 10.00 und 12.00 Uhr
Sonntag, 14. September, 13.00 Uhr
Treffpunkt: Eingang Potsdamer Str. 186, 10783 Berlin-Schöneberg

"Brechtvilla in Berlin-Weißensee - Bauforschung"
Die wechselvolle Geschichte der repräsentativen Villa mit vielen Umnutzungen und Umbauten, zum Beispiel als Ausflugslokal, Arztpraxis und Kulturhaus, wird anhand umfangreicher Bauforschungsergebnisse vorgestellt, die im Rahmen einer Abschlussarbeit des Aufbaustudiums Denkmalpflege der TU Berlin erarbeitet wurden. Wir laden Sie ein, mehr von der abwechslungsreichen Geschichte der Villa und der damit verbundenen baulichen Veränderungen durch die einzelnen Bewohner zu erfahren.
(Dipl.-Ing. Malte Klöckner, Dipl.-Ing. Daniela Krause, Dipl.-Ing. Ulla Plonske-Zindel, Kerstin Bruhns M.A.)
Führungen: Samstag, 13., und Sonntag, 14. September, jeweils 10.00 und 16.00 Uhr
Treffpunkt: Berliner Allee 185, vor dem Eingang, 13088 Berlin-Weißensee

"Das letzte Kolonistenhaus in Berlin-Wedding"
Von den Baumeistern Meyer und Stange 1856 erbaut, ist das nun letzte Kolonistenhaus in der Gegend der Rosenthaler Vorstadt vom Verfall bedroht. Im Grundriss und an den Altersspuren kann man erahnen, wie damals gewohnt wurde. Im Rahmen einer Abschlussarbeit des Aufbaustudiums Denkmalpflege der TU Berlin wurden die Schäden sowie die Baugeschichte des Hauses untersucht. Diese werden bei der Führung vorgestellt und erläutert.
(Dipl.-Ing. Andrea Kirste)
Führungen: Samstag, 13., und Sonntag, 14. September, jeweils 11.00 Uhr (Das Haus ist außerdem Sa. und So., jeweils von 11.00 bis 13.00 Uhr geöffnet.)
Treffpunkt: Ackerstr. 94, vor dem Eingang, 13555 Berlin-Wedding

"Das Buddhistische Haus in Berlin-Frohnau - Geschichte und Bauforschung"
Der Begründer des Buddhistischen Hauses in Berlin Frohnau und Träger der Buddhistischen Bewegung in Deutschland am Anfang des 20. Jahrhunderts war Paul Dahlke. In der Gartenstadt Frohnau, auf einer mit Kiefern bewachsenen Düne, errichtete er das erste und bedeutendste Zentrum des Buddhismus in Europa. Bis heute hat es seine Funktion bewahrt und steht für jedermann offen.
Nicht nur aus kultureller, sondern auch aus architektonischer Sicht ist dieses Haus bedeutsam. Es passt sich in das Gartenstadtensemble ein, nimmt aber auch Architekturformen aus Indien und Sri Lanka auf. Eine Besonderheit sind Gartenarchitekturen, die buddhistische Lehren versinnbildlichen. Seit Oktober 2002 untersuchen Studierende des Aufbaustudiums Denkmalpflege der TU Berlin das Gelände und führen eine Bauaufnahme durch.
(Dipl.-Ing. Wolfgang Krämer, Dipl.-Ing. Beatrice Uckrow)
Führungen: Sonntag 14. September, 11.00, 12.00, 13.00 und 14.00 Uhr
Treffpunkt: Eingang Edelhofdamm 54, Elefantentor, 13465 Berlin-Frohnau

Weitere Informationen erteilt Ihnen gern: Dipl.-Ing. Martin Gussone, Fachgebiet Historische Bauforschung, Aufbaustudium Denkmalpflege der TU Berlin, Tel.: 030/314-79611, Fax: 030/314-79612, E-Mail: asd@tu-berlin.de, www.tu-berlin.de/presse/denkmaltag/

Das Berliner Programm finden Sie im Internet unter www.stadtentwicklung.berlin.de/denkmal/

Darüber hinaus hat der Service- und Infopunkt des Vereins Denk mal an Berlin e.V. im Lustgarten in Mitte an den drei Tagen geöffnet: Freitag, 12. September, 15.00-18.00 Uhr; Samstag, 13. September, und Sonntag, 14. September, jeweils 12.00 bis 18.00 Uhr.
Auskünfte zum Programm in anderen Bundesländern erhalten Sie bei der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, Koblenzer Str. 75, 53117 Bonn, Fax: 0228/95738-28, E-Mail: toffd@denkmalschutz.de, www.denkmalschutz.de
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