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Wissen schützt Tiere, nützt dem Menschen

29.08.2003 - (idw) Bereich Humanmedizin der Universität Göttingen

Pressekonferenz zur 41. Tagung der Gesellschaft für Versuchstierkunde (GV-SOLAS)

(ukg) Anlässlich der 41. Tagung der Gesellschaft für Versuchstierkunde (GV-SOLAS) vom 7. bis 10. September 2003 in Göttingen laden wir Sie herzlich ein zur

Pressekonferenz
Montag, 8. September 2003
von 11.00 bis 12.00 Uhr
Zentrales Hörsaalgebäude - Universität Göttingen
Raum 1140 (1. Stock) ausgeschildert
Platz der Göttinger Sieben
37073 Göttingen

Bildaufnahmen von Versuchstieren für TV-Teams und Fotografen sind vor und nach der PK in Einrichtungen des Bereichs Humanmedizin - Universitätsklinik - möglich. Nur nach Voranmeldung bis Donnerstag, 4. September um 12:00 bei: Dr. Klaus Nebendahl, Zentrale Tierexperimentelle Abteilung - Bereich Humanmedizin, Tel.: 0551/39 - 82 96.

Die GV-SOLAS tagt jährlich an wechselnden Orten. Göttingen hat den Versuchstierkundlern den Forschungsschwerpunkt Neurowissenschaften, das Deutsche Primatenzentrum (DPZ) und das "Göttinger-Minipig" zu bieten, einem in Göttingen entwickelten Zwergschwein, das weltweit zu einem bedeutenden Versuchstier geworden ist.

Unter dem Motto "Wissen schützt Tiere, nützt dem Menschen" werden Ihnen die beiden Göttinger Neurowissenschaftler, Professor Dr. Dr. Hannelore Ehrenreich und Professor Dr. Wolfgang Brück, die Notwendigkeit von Versuchen an Tieren für ihre aktuellen Forschungsgebiete Schlaganfall und Multiple Sklerose darstellen.

Der Präsident der GV-SOLAS, Dr. Heinz Brandstetter, wird Ihnen mit seinen Vorstandskollegen die jüngsten Entwicklungen von Tierschutzaspekten bei der Arbeit mit Labortieren erklären und die neuen Erkenntnisse zusammenfassend darstellen.

Informationen im Internet: http://www.gv-solas.de/vera/tag.html
Tagungs-Pressestelle (ab 7.9.03 - 12:00 Uhr besetzt): Tel. 0551/39 - 95 95 (Ivar Aune)

Weitere Informationen:
Universität Göttingen - Bereich Humanmedizin
Rita Wilp
Tel.: 0551/39 - 99 55
Fax : 0551/39 - 99 57
E-Mail : Rita.Wilp@med.uni-goettingen.de

Von "A" wie Affe bis "Z" wie Zwergschwein

(ukg) Die in der Göttinger Klinik- und Forschungslandschaft stark vertretenen Neurowissenschaften stehen vom 7. bis 10. September 2003 im Mittelpunkt der Tagung der Gesellschaft für Versuchstierkunde (GV-SOLAS). Krankheiten wie Schlaganfall, Alzheimer und Parkinson wecken Interesse der Forscher und Hoffnungen von Patienten und ihren Angehörigen.

Bislang ist nur wenig über diese Krankheiten und ihre Behandlungsmöglichkeiten bekannt, entsprechend groß ist die Zahl der Wissenschaftler, die sich mit diesen Themen beschäftigen. Dann sind die Versuchstierkundler gefragt, die mit ihrem Wissen um die Versuchstiere den Biologen und Medizinern geeignete Versuchstiere für ihre Forschung zur Verfügung stellen. Meist sind es Mäuse, die aufgrund spontaner Mutationen oder durch gezielte Eingriffe in ihr Erbgut Symptome aufweisen, die denen menschlicher Patienten erstaunlich gleichen.

Zur Tagung in Göttingen werden über 400 Versuchstierkundler und Versuchstierpfleger aus ganz Deutschland und dem benachbarten Ausland erwartet. Sie alle nutzen ihr jährliches Treffen zum Erfahrungs- und Gedankenaustausch rund um die Versuchstiere. Dass es ihnen dabei mit dem Tierschutzgedanken ernst ist, zeigt ihr reges Interesse an der Arbeitsgruppe zum Thema "Ersatz- und Ergänzungsmethoden zum Tierversuch" oder Themen wie Ernährung und Hygiene von Versuchstieren.

Kontrovers diskutiert wird das Thema "Environmental Enrichment". Damit ist die Strukturierung der ansonsten sterilen Käfigumgebung mit Klettergerüsten und Verstecken gemeint. Der Grund hierfür ist, dass sowohl Versuchstierkundler als auch die mit dem Tier forschenden Wissenschaftler gerne bereit sind, den Tieren eine strukturiertere Umgebung zu bieten, aber gleichzeitig das Risiko besteht, dass Versuchsergebnisse dadurch beeinflusst oder im ungünstigsten Fall unbrauchbar werden. Ein weiterer Aspekt ist, dass sich zusätzliche Gegenstände im Käfig auch negativ auf die Tiere selbst auswirken können und durch eine fehlende Standardisierung mehr Tiere für gesicherte Ergebnisse erforderlich sind.

Zwei besondere lokale versuchstierkundliche Gelegenheiten werden die Kongressteilnehmer in Göttingen wahrnehmen können: das Deutsche Primatenzentrum (DPZ) lädt zu einem Workshop über die Haltung von Versuchsaffen ein und eine weitere Arbeitsgruppe wird sich intensiv mit einem Versuchstier beschäftigen, das den Namen Göttingens in viele Labors der Welt getragen hat: dem "Göttinger-Minipig". Diese Zwergschweine wurden in Göttingen gezüchtet und werden hauptsächlich für die Herz-Kreislauf-Forschung eingesetzt.

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