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Geköpft: das neue Journal ist noch grausamer als sonst

30.08.2003 - (idw) Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald


Caroline Krüger freut sich auf Harvard (Photo: EP) PM 104/2003


Die neueste, 57. Ausgabe des Journals, der Zeitung der Universität Greifswald, beginnt mit der Abschaffung von Studiengängen und endet mit einer Geschichte von 1643, in dem Jakob Pommer zu Jena seinem Stubengenossen Christoph Böhm einen spiritum familiarem in Form der schönen Dame Laureta in den Wein gegossen, so daß dessen Schüler später in Eldena an Vögeln vorbeischossen. "Wie die tortur ihn ein wenig nur angeholet" bekannte er "freywillig alles" "und ist aufm Hof-Platz zu Eldena decolliret worden."

Das neue Journal hat auch erheblich Erquicklicheres zu berichten. Caroline Krüger, seit heute mit Bestnote Baccalaurea B.A. in den Fächern Germanistik und Geschichte, fliegt nächste Woche, mit einem Stipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes DAAD und einem exzellenten Gegenstipendium der Harvard University ausgestattet, für ein Jahr nach Harvard, um dort im Programm "Special Students" an der Graduate School of Arts and Sciences besonders mittelalterliche deutsche Literatur zu studieren.

Christoph Affeld, demnächst B.A. in Kommunikationswissenschaften und Musik, geht mit einem Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes an die Katholische Universität Löwen in Belgien, um ein Programm zum "Master of Arts in European Culture Studies", also Europakultur, zu durchlaufen. Er schreibt zur Zeit seine B.A.-Abschlußarbeit zusammen mit Heide Reinhäckel, die nach dem B.A. in Greifswald ein Masterstudium in Literaturwissenschaft anhängt.

Das bisher umfangreichste aller Journalausgaben (24 Seiten A3) kündigt in Artikeln wechselnder Länge 17 Tagungen an, die soeben in Greifswald stattfinden oder bis in den Oktober hinein vielen Konferenzteilnehmern das Neueste auf ihrem Fachgebiet liefern werden.

Schon nächste Woche treffen sich hier die bundesdeutschen Studienberater und -psychologen, zeitgleich mit einer großen Baugeschichtetagung über Burgen des Mittelalters. Ein Symposium über Holzböcke und andere Milbentiere folgt wie auch eines über die Geschichte des Blutes. Eine Venentagung folgt einer über Hüftendoprothesen, eine Genomkonferenz geht einer über Sexualkundeunterricht an Schulen voraus. Dazwischen Siedlungskunde.

Außerdem stellt das Journal Dr. Cornelia Wolf, die neue Chefin des Studentenwerks und drei neue Professoren vor, den Mikro- und Molekularbiologen Uwe Völker, den Pneumologen (Lungenspezialisten) Ralf Ewert und den Stiftungsprofessor für internationale Kapitalmärkte Jan Körnert. Wir nehmen Abschied von Klaus Poppe, dem Assistenten des Medizindekans, und vom Romanistikprofessor Peter-Eckard Knabe. Und Universitätsmusikdirektor Eckehard Ochs geht in Pension - Grund, ihm endlich auch einmal in der Universitätszeitung zu applaudieren.

Ganz so grausam ist das Journal also nicht. Wir senden es Ihnen gerne.
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