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Kieler Meeresforschung will Spitze bleiben

31.08.2011 - (idw) Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Exzellenzcluster Ozean der Zukunft bewirbt sich um Exzellenzförderung

Die Kieler Meeresforschung im Exzellenzcluster Ozean der Zukunft will ihre erfolgreiche Arbeit über 2012 hinaus fortsetzen. Fristgerecht zum 1. September reichen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler einen Antrag auf Fördermittel aus der Exzellenzinitiative von Bund und Ländern für den Zeitraum 2012 bis 2017 ein. Die beantragte Summe beträgt 40 Millionen Euro. Bei der Begutachtung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) am 13. Januar 2012 in Berlin präsentieren die Kieler Forscherinnen und Forscher ihre bisherigen Erfolge und ihre Pläne für die zweite Förderperiode. Die Entscheidung, ob der Cluster seine Arbeit fortsetzen kann, gibt die DFG am 15. Juni 2012 bekannt. Am Exzellenzcluster Ozean der Zukunft sind die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU), das Leibniz-Institut für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR), das Institut für Weltwirtschaft (IfW) und die Muthesius Kunsthochschule (MKHS) beteiligt. Naturwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler arbeiten im Cluster mit Expertinnen und Experten aus Ökonomie, Rechts- und Politikwissenschaft sowie aus Sozialwissenschaft und Ethik zusammen.

Wir wollen in diesem meereswissenschaftlichen Netzwerk den überaus erfolgreichen interdisziplinären Kieler Forschungsansatz weiter verfolgen und ausbauen, sagte Professor Dr. Martin Visbeck, Sprecher des Exzellenzclusters, anlässlich der Abgabe des Antrages bei der DFG. Für die beantragte zweite Förderperiode setzen wir uns eine verstärkte Wissensintegration zum Ziel, so Visbeck weiter. Das Verständnis des Ozeans soll dabei die Entwicklung wissenschaftlich fundierter Vorhersagen und Szenarien unterstützen. Diese dienen als Grundlage für die Entwicklung von nachhaltigen Handlungsoptionen und Nutzungsstrategien. Daher befinden wir uns auch in engem Dialog mit Entscheidungsträgern aus Politik, Wirtschaft und Bildung. Der Exzellenzcluster will notwendige wissenschaftliche Grundlagen liefern, um angemessene, und umweltverträgliche Entscheidungen für den Ozean zu ermöglichen. Wir sind guter Hoffnung, dass der Antrag positiv begutachtet wird, zeigt sich CAU-Präsident Professor Dr. Gerhard Fouquet zuversichtlich. Die Zusammenarbeit über Fächer- und Institutsgrenzen hinweg im Exzellenzcluster sei ein Musterbeispiel für das Kieler Leitbild einer Universität verbundener Wissenschaftskulturen.

Der Exzellenzcluster Ozean der Zukunft hat in den vergangenen Jahren auf eindrucksvolle Weise bewiesen, dass der breite fächerübergreifende Ansatz, der weit über die rein naturwissenschaftliche Betrachtung hinausgeht, die Beurteilung der zukünftigen Chancen und Risiken unserer Weltmeere erheblich verbessern kann, blickt Professor Dr. Peter Herzig, Direktor des IFM-GEOMAR, auf die erste Förderperiode seit 2006 zurück. Rechtliche, wirtschaftliche aber auch ethische Aspekte ergeben in Verbindung mit den naturwissenschaftlichen Grundlagen ein ganzheitliches Bild des Ozean der Zukunft.

Dieser weltweit einmalige Weg zeigt nach der ersten Phase schon, dass sich durch diese neue Betrachtung der Meere auf viele aktuelle Fragen der Meeresforschung andere Antworten finden lassen, als das bei der rein naturwissenschaftlichen Herangehensweise bisher der Fall war, so Herzig weiter.

Professor Dennis J. Snower, PhD, Präsident des Kieler Instituts für Weltwirtschaft, erklärt zum Folgeantrag: Die Meere werden ökonomisch immer attraktiver, da landbasierte Ressourcen begrenzt sind und bereits stark genutzt werden. Darüber hinaus spielen die Meere eine wichtige Rolle für das Klima und den Klimawandel. Im Institut für Weltwirtschaft haben wir zu diesen Themen exzellente Forscherteams aufgebaut, deren Interaktion mit herausragenden Forscherteams aus anderen Institutionen im Rahmen eines Exzellenzclusters einen großen Mehrwert verspricht.

Die Muthesius Kunsthochschule nimmt als Mitglied seit Jahren an der Entwicklung des Clusters aktiv teil, betont Präsident Professor Dr. Rainer W. Ernst. Die Ozeane sind ein Raum, der für die Gesamtheit der Menschheit von elementarer Bedeutung ist, insbesondere im 21. Jahrhundert. Daher sehen wir es an der Muthesius Kunsthochschule als kulturelle Herausforderung und unsere Pflicht an, als künstlerische Hochschule aktiv an der Erforschung und Kommunikation dieser Themen teilzunehmen. Wir betreiben daher künstlerische Forschung zum Thema Ozean als integrierten Bestandteil in der Forschungsarbeit des Clusters. Neben der Auseinandersetzung mit der imaginativen Kraft des Ozeans und den damit zusammenhängenden existenziell bedeutsamen Themen leisten wir ausgehend von den bisherigen vielfältigen Erfahrungen mit verschiedenen Präsentationsformen mit dem Forschungsprojekt Formate der Wissensvermittlung einen besonderen wissenschaftlich-künstlerischen Beitrag zum Cluster, so Ernst abschließend.

Der Kieler Exzellenzcluster Ozean der Zukunft

Der Kieler Exzellenzcluster Ozean der Zukunft ist ein in Deutschland einmaliger Forschungsverbund von mehr als 240 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus sechs Fakultäten der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, des Leibniz-Instituts für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR), des Instituts für Weltwirtschaft (IfW) und der Muthesius Kunsthochschule. Ziel des interdisziplinären Verbundes aus Meeres-, Geo- und Wirtschaftswissenschaftlern sowie Medizinern, Mathematikern, Juristen und Gesellschaftswissenschaftlern ist es, den Ozean- und Klimawandel gemeinsam zu erforschen, die Risiken und Chancen neu zu bewerten und ein weltweit nachhaltiges Management der Ozeane und mariner Ressourcen zu ermöglichen. Der Exzellenzcluster Ozean der Zukunft wird im Rahmen der Exzellenzinitiative von der deutschen Forschungsgemeinschaft im Auftrag von Bund und Ländern gefördert.


Weitere Informationen unter http://www.ozean-der-zukunft.de

Kontakt:
Dr. Emanuel Söding
Büro des Exzellenzclusters Ozean der Zukunft
Tel. 0431/880-1604
E-Mail esoeding@uv.uni-kiel.de jQuery(document).ready(function($) { $("fb_share").attr("share_url") = encodeURIComponent(window.location); });

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