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ESC-Register will schlechte Behandlungsergebnisse bei akuter Herzschwäche verbessern

01.09.2011 - (idw) Deutsche Gesellschaft für Kardiologie - Herz- und Kreislaufforschung e.V.

Vom 27. 31. August 2011 fand in Paris der Kongress der European Society of Cardiology (ESC) statt Die Behandlungserfolge bei Patienten mit akuter Herzinsuffizient (HI, Herzschwäche) sind noch immer inakzeptabel. Das kritisiert die Europäische Kardiologengesellschaft (ESC) auf ihrem Jahreskongress in Paris, bei dem aktuelle Daten des laufenden ESC EURObservational Research Programme vorgestellt wurden. Die Gesamtsterblichkeit bei Patienten mit akuter HI, so die Ergebnisse der Pilotstudie, betrug innerhalb eines Beobachtungsjahres 17 Prozent, die Kombination von Gesamtsterblichkeit und erneuter Aufnahme in einem Spital 35 Prozent. In das Register eingeschlossen waren 5118 Patienten aus 136 Herzzentren in zwölf europäischen Ländern, der Beobachtungszeitraum betrug zwölf Monate. Die Mortalität bei Patienten mit chronischer HI hingegen verbesserte sich auf sieben Prozent.

Ziel der Untersuchung war es, die Krankheitsgeschichte der HI-Patienten zu dokumentieren inklusive der akuten Episoden, der Änderung ihres klinischen Zustandes und der Behandlungsstrategien. Prof. Dr. Aldo Maggioni (Centro Studi ANMCO, Florenz) in Paris: Die vergleichsweise guten Behandlungsergebnisse von Patienten mit chronischer HI können damit erklärt werden, dass Europas Kardiologen sehr häufig Richtlinien-gestützte medikamentöse Behandlungen anwenden. Im Gegensatz dazu werden Patienten mit akuter HI häufig nicht evidenzbasiert, sondern anekdotisch behandelt. Das Fehlen von speziellen kontrollierten Studien, die effektive Behandlungsstrategien für bessere Ergebnisse aufzeigen, kann eine Ursache für die hohe beobachtete Sterblichkeit und Krankheitsanfälligkeit bei Patienten mit akuter HI sein.

Inzwischen wurde ein langfristiges ESC-Register gegründet, das seit Mai 2011 die Daten in 32 europäischen Ländern erhebt. Bei den ESC-Registern handelt es sich allerdings um freiwillig gemeldete Daten, die nicht notwendiger Weise repräsentativ sind.

Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie Herz und Kreislaufforschung e.V. (DGK) mit Sitz in Düsseldorf ist eine wissenschaftlich medizinische Fachgesellschaft mit heute mehr als 7800 Mitgliedern. Ihr Ziel ist die Förderung der Wissenschaft auf dem Gebiet der kardiovaskulären Erkrankungen, die Ausrichtung von Tagungen und die Aus-, Weiter- und Fortbildung ihrer Mitglieder. 1927 in Bad Nauheim gegründet, ist die DGK die älteste kardiologische Gesellschaft in Europa. Weitere Informationen unter www.dgk.org.

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Tel.: 0211 / 600692 - 51
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Prof. Dr. Eckart Fleck (Pressesprecher, Berlin)
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