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Leibniz-Gemeinschaft unterstützt Reformen am IWH

07.09.2011 - (idw) Leibniz-Gemeinschaft

Der Präsident der Leibniz-Gemeinschaft Karl Ulrich Mayer erklärt zum angebotenen Rücktritt des Direktors des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) und des administrativen Geschäftsführers, dass die Leibniz-Gemeinschaft das IWH nach allen Kräften dabei unterstützen wird, die von ihrem Senat angemahnten Reformen umzusetzen. Die Leibniz-Gemeinschaft nehme den angebotenen Rücktritt mit Respekt und mit Dank für die geleistete Arbeit zur Kenntnis. Berlin, 7. September 2011. Der Präsident des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH), Ulrich Blum und der IWH-Geschäftsführer Frowin Gensch haben ihren Rücktritt angeboten. Der Präsident der Leibniz-Gemeinschaft Karl Ulrich Mayer erklärt dazu: Die Leibniz-Gemeinschaft nimmt den angebotenen Rücktritt des IWH-Direktors und des administrativen Geschäftsführers mit Respekt und mit Dank für die geleistete Arbeit zur Kenntnis. Die Leibniz-Gemeinschaft wird das IWH nach allen Kräften dabei unterstützen, die von ihrem Senat angemahnten Reformen umzusetzen, um einen Verbleib in der Leibniz-Gemeinschaft zu sichern. Oberstes Kriterium für den Verbleib in der Leibniz-Gemeinschaft ist die wissenschaftliche Exzellenz, die es jetzt mit einem neuen Konzept und einer neuen Spitze auszubauen gilt. Im Einzelnen gehe es, so Mayer, wie von unserem Senat angemahnt, um eine Erhöhung der internationalen Sichtbarkeit und um eine stärkere Publikationsleistung.

Der Präsident der Leibniz-Gemeinschaft begrüßt das Engagement der Landesregierung in Sachsen-Anhalt. Ich danke der Wissenschaftsministerin Birgitta Wolff sehr für die konstruktive Begleitung des Strategieprozesses im IWH.

Das Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) war 2007 und zuletzt 2011 sehr kritisch von einer externen Gutachtergruppe im Leibniz-Evaluierungsverfahren beurteilt worden. Nach der jüngsten, vorgezogenen Evaluierung urteilte der Senat der Leibniz-Gemeinschaft, dass das IWH nach wie vor in Bezug auf seine wissenschaftlichen Leistungen hinter den Erwartungen zurück bleibe. Das höchste Gremium der Leibniz-Gemeinschaft sah jedoch auch, dass für die Bearbeitung zentraler Fragestellungen des Instituts ein hoher wissenschafts- und innovationspolitischer Bedarf besteht. Angesichts der grundlegenden Kritikpunkte empfahl der Senat daher im Juli 2011 der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz von Bund und Ländern, das IWH zwar weiterhin gemeinsam zu fördern, aber bereits in drei Jahren eine erneute Evaluierung durch den Senat vorzusehen.

Pressekontakt:
Josef Zens
Pressesprecher
Tel.: 030 / 20 60 49-42
Mobil: 0173 / 513 56 69
zens@leibniz-gemeinschaft.de

Christoph Herbort-von Loeper
Pressereferent
Tel.: 030 / 20 60 49 48
Mobil: 0174 / 310 81 74
herbort@leibniz-gemeinschaft.de

Die Leibniz-Gemeinschaft
Die Leibniz-Gemeinschaft verbindet 87 selbständige Forschungsinstitute und wissenschaftliche Infrastruktureinrichtungen für die Forschung, deren Ausrichtung von den Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Sozial- und Raumwissenschaften bis zu den Geisteswissenschaften reicht. Leibniz-Institute bearbeiten gesellschaftlich relevante Fragestellungen strategisch und themenorientiert. Dabei bedienen sie sich von der Grundlagen-bis zur anwendungsorientierten Forschung der gesamten Breite wissenschaftlicher Ansätze. Die Leibniz-Gemeinschaft ist außerdem führend mit ihren wissenschaftlichen Dienstleistungen und setzt Schwerpunkte im Wissenstransfer in Richtung Politik, Wirtschaft und in die breite Öffentlichkeit. Die Leibniz-Gemeinschaft pflegt intensive Kooperationen mit Hochschulen, Industrie und anderen Partnern im In- und Ausland. Ihre Einrichtungen unterliegen einem regelmäßigen externen Begutachtungsverfahren.

Jedes individuelle Leibniz-Institut hat eine definierte Aufgabe von gesamtstaatlicher Bedeutung. Daher fördern Bund und Länder die Institute der Leibniz-Gemeinschaft gemeinsam. Die Einrichtungen beschäftigen zusammen rund 16.800 Personen, darunter 7.800 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler einschließlich der 3.300 Nachwuchswissenschaftler.

Der Gesamtetat der Institute der Leibniz-Gemeinschaft liegt bei mehr als 1,4 Mrd. Euro, darunter Drittmittel in Höhe von etwa 330 Mio. Euro pro Jahr.

Weitere Informationen unter www.leibniz-gemeinschaft.de

Hintergrund
Der Senat der Leibniz-Gemeinschaft evaluiert in einem Zeitraum von maximal sieben Jahren die Einrichtungen der Leibniz-Gemeinschaft. Auf der Grundlage der Senatsstellungnahmen überprüfen Bund und Länder in der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK), ob die Voraussetzungen für die gemeinschaftliche Förderung der Leibniz-Einrichtungen weiterhin gegeben sind. Der Senat ist extern besetzt, das Evaluierungsverfahren strikt unabhängig. Zur Durchführung der Evaluierungen hat der Leibniz-Senat den Senatsausschuss Evaluierung (SAE) eingesetzt. Zur Evaluierung der einzelnen Institute bildet der SAE Bewertungsgruppen, die aus international renommierten und unabhängigen Wissenschaftlern zusammengesetzt sind. Die Bewertungsgruppen besuchen die Institute und bilden sich anschließend auf der Grundlage von Textmaterialien, Institutsdaten sowie Interviews und Diskussionen mit den Institutswissenschaftlern eine Meinung über die wissenschaftliche Qualität und Bedeutung der Einrichtung. jQuery(document).ready(function($) { $("fb_share").attr("share_url") = encodeURIComponent(window.location); });


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