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Vielfalt der Masterprogramme stärkt Profil der Hochschulen

28.10.2011 - (idw) Hochschulrektorenkonferenz (HRK)

Gibt es einen Europäischen Master? Die Frage diskutierten 250 Expertinnen und Experten für Bildungs- und Hochschulpolitik in Berlin auf Einladung der Hochschulrektorenkonferenz (HRK). Seit der ersten Masterkonferenz in Helsinki von 2003 seien die Masterprogramme vergleichbarer geworden und wiesen trotz Vielfalt ein hohes Maß an gemeinsamen Strukturen auf, so die Einschätzung der Teilnehmenden. Doch durch die Vielfalt sei zugleich ein Bedarf an Orientierung und Information entstanden. Es müsse noch viel deutlicher gemacht werden, welche Inhalte und Berufsperspektiven ein Masterprogramm konkret biete. Die Qualität des Studienangebots müsse anhand verständlicher Kriterien leicht zu beurteilen sein.

Der Master müsse allerdings auch noch stärker der Heterogenität der Studieninteressierten Rechnung tragen, so die Forderung. Zugänge für sozial benachteiligte Gruppen müssten erleichtert, Übergänge durchlässiger und Anerkennungsverfahren von beruflich erworbenen Kompetenzen unbürokratischer gestaltet werden. Im Rahmen des Lebenslangen Lernens erhalte der Master eine zentrale Bedeutung für die Teilhabe an wissenschaftlicher Bildung und am Arbeitsmarkt. Die Nachfrage nach Masterstudiengängen werde in den nächsten Jahren auf jeden Fall noch steigen.

Ferner sprach man sich dafür aus, dass auch die sprachliche Vielfalt in Europa ausreichend berücksichtigt werde. Englisch dürfe nicht per se die dominante Sprache der Masterprogramme sein. Die Mobilität der Studierenden sei wichtig, ebenso aber auch eine lokale und regionale Verwurzelung der Hochschulen. Bildungspolitik dürfe sich nicht darauf beschränken, neue Strukturen zu etablieren, sondern müsse die Studienbedingungen einer zunehmend heterogenen Studierendenschaft nachhaltig verbessern.

Diskutiert wurde auch die Situation der Masterprogramme in Deutschland. Was wir im Bereich des Masters benötigen, ist ein breites Angebot an Studienprogrammen: Konsekutive Master, die an Bachelorprogramme unmittelbar anknüpfen; Weiterbildungs-Master, die sich an Studierende mit Berufserfahrung wenden, und schließlich transnationale Masterprogramme, die als Joint Programmes zwischen europäischen Hochschulen den Wissenschaftsstandort Europa stärken, betonte HRK-Präsidentin Prof. Dr. Margret Wintermantel. Sie sprach sich dafür aus, dass jeder Bachelorabsolvent, der die Eignung und Neigung habe, auch die Möglichkeit erhalten solle, einen Masterstudiengang aufzunehmen. Aber man sollte nicht erwarten, den Masterstudienplatz unbedingt an der gleichen Hochschule zu bekommen. Vielmehr sollte man die Möglichkeit nutzen, mit einem ersten Abschluss sein Studium woanders fortzusetzen, betonte Wintermantel.

Die Ergebnisse der Konferenz werden als Empfehlungen der Bologna-Follow-up-Group zur Vorbereitung der Ministerkonferenz in Bukarest 2012 übergeben. Weitere Informationen unter http://www.hrk.de/de/projekte_und_initiativen/125_6344.php jQuery(document).ready(function($) { $("fb_share").attr("share_url") = encodeURIComponent(window.location); });
Weitere Informationen: http://www.hrk.de/de/projekte_und_initiativen/125_6344.php http://www.hrk.de
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