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Schritt in die Zukunft: Forschungskooperation für die Energiewende

28.10.2011 - (idw) Fraunhofer-Gesellschaft

Das Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP und die Georg-Simon-Ohm-Hochschule starten auf dem Energie Campus Nürnberg EnCN gemeinsam durch Die Verknappung von Rohstoffen, steigende Energie-preise, der Klima- sowie der demographische Wandel zwingen auch die Bauwirtschaft zur Entwicklung nach-haltiger Zukunftskonzepte. Eine zentrale Rolle spielt hier die Steigerung der Effizienz von Gebäuden und zwar nicht nur im Sinne des Energiebedarfs, sondern beispielsweise auch in Bezug auf Aspekte wie die Stei-gerung der Behaglichkeit im Wohn- und Arbeitsumfeld. Das Fraunhofer IBP und die Ohm-Hochschule werden in Nürnberg künftig neue Forschungsgebiete erschließen. Das Bayerische Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben im Rahmen seiner Förderung in Höhe von insgesamt 8,93 Millionen Euro für das Teilprojekt »Building« des Energie Campus Nürnberg. Wirtschafts-staatssekretärin Katja Hessel hat den Zuwendungsbe-scheid am heutigen Freitag, 28. Oktober, in Nürnberg an den Leiter des Fraunhofer IBP, Prof. Dr. Klaus Sedl-bauer, sowie den Präsidenten der Ohm-Hochschule, Prof. Dr. Michael Braun, übergeben.

Mit der Forschungsgruppe »Building« erfährt inzwischen der neunte Forschungsbereich des Energie-Campus Nürnberg ei-ne Förderung durch den Bayerischen Staat. Zentrales Ele-ment bildet dabei die Projektgruppe »Systemintegration effi-ziente Gebäude« des Fraunhofer IBP, die mit 4,1 Millionen Euro den größten Anteil des aktuellen Zuwendungsbescheids erhält sowie mit einer Professur an der Ohm-Hochschule aus-gestattet wird. Angrenzende und überlappende Themenfel-der sind die ebenfalls neu zu schaffenden Professuren »Ge-bäudeintegration« und »Energieeffiziente Systeme«. Darüber hinaus werden die Forschungsarbeiten durch Projekte der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg ergänzt. Zusätzlich wird ein eigenständiger Forschungsbereich »Ener-gieeffiziente Werkstoffe / Altbausanierung« der Fakultät Werkstofftechnik der Ohm-Hochschule im EnCN aufgebaut und ebenfalls mit einer Professur besetzt.

»Die Gebäudesystemtechnik hat eine hohe Bedeutung für die urbanen Herausforderungen der Zukunft, weist aber gleichzeitig eine geringe industrielle Organisation auf. Der Forschungsbedarf ist hier sehr groß. Dabei geht es nicht nur um einen effizienten Einsatz von Energie, vielmehr müssen Gebäude in Zukunft für die Nutzer optimale Arbeits- und Wohnumgebungen bereitstellen. Um diese Effizienz zu erzie-len, ist eine weitere Entwicklung von innovativen Produkten und Systemen bis hin zu gesamten Gebäudekonzepten un-umgänglich«, betont der Leiter des Fraunhofer IBP, Prof. Dr. Klaus Sedlbauer. Das Fraunhofer IBP besitzt eine fundierte bauphysikalische Expertise und beschäftigt sich unter ande-rem mit Fragen des Raumklimas, Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz und Optimierung der Lichttechnik sowie der Entwicklung von anlagentechnischen Komponenten. Von diesem jahrzehntelangen Know-how wird auch die neue Pro-jektgruppe in Nürnberg profitieren. Sie wird sich mit der in-tegrierten Sicht baulicher, anlagentechnischer und nutzungs-spezifischer Maßnahmen in Gebäuden befassen.

Die neue Fraunhofer-Projektgruppe »Systemintegration effi-ziente Gebäude« wird aus einem von der Fraunhofer-Gesellschaft und der Ohm-Hochschule gemeinsam berufe-nen Leiter sowie drei festen wissenschaftlichen Mitarbeitern bestehen. Bis zum Abschluss des Berufungsverfahrens wird die Zusammenarbeit in der Projektgruppe bereits starten. Derzeit arbeiten Wissenschaftler des Fraunhofer IBP und der Ohm-Hochschule schon an der Ausarbeitung erster For-schungsvorhaben. Diese konzentrieren sich unter anderem um Themen wie die intelligente Integration von effizienter Anlagen- und Steuerungstechnik bei Sanierungen im Ge-bäudebestand.

»Mit der Gründung der Projektgruppe Systemintegration ef-fiziente Gebäude tragen die Beteiligten zur Umsetzung der energiepolitischen Ziele der Bundesregierung bei, die auf ei-ne radikale Reduktion des Ausstoßes von Treibhausgasen ab-zielt und den Umbau der Energieversorgung auf regenerative Energieträger anstrebt«, erklärt Prof. Dr. Klaus Sedlbauer die Relevanz der künftigen Forschungsarbeit am EnCN, denn Gebäude sind heute für einen Großteil aller CO2-Emissionen verantwortlich.


Ansprechpartner für weitere Informationen:
Fraunhofer-Institut für Bauphysik
Dr. Dietrich Schmidt
Tel.: +49 561 804-1871
E-Mail: dietrich.schmidt@ibp.fraunhofer.de jQuery(document).ready(function($) { $("fb_share").attr("share_url") = encodeURIComponent(window.location); });
Anhang
Presseinformation_Projektgruppe Nürnberg_28.10.2011
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