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Studentinnen entwickeln Museumsbox

07.02.2012 - (idw) Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Starker Praxisbezug: Das zeichnet den Studiengang Museologie und materielle Kultur an der Uni Würzburg aus. Studentinnen aus dem dritten Semester haben jetzt in Kooperation mit dem Museum im Kulturspeicher eine Museumsbox für Familien erarbeitet. Sie ermöglicht einen spielerischen Zugang zur Op-Art zu Kunstwerken also, die durch optische Effekte bestechen. Für Familien stehen an der Kasse des Würzburger Kulturspeichers ab sofort zwei so genannte Museumsboxen zum Ausleihen bereit. Sie sind etwa so groß wie ein Getränkekasten und enthalten didaktisch aufbereitete Materialien. Erwachsene und Kinder können damit gemeinsam auf spielerische Weise zehn ausgewählte Werke im Kulturspeicher erkunden alle aus der Konkrete-Kunst-Sammlung von Peter C. Ruppert.

Was die Museumsbox bietet? Auf einer Metalltafel lässt sich mit bunten Magneten ein Werk von Jesus Rafael Soto nachempfinden oder auch umgestalten. Ein Memo-Spiel befasst sich mit Bildern von Bridget Riley, ein Puzzle deckt einen optischen Täuschungseffekt auf. Hinzu kommen ein Quiz zur Geometrie und andere Materialien. Und eine kindergerecht gestaltete Info-Broschüre sorgt dafür, dass die Eltern und ihre Sprösslinge mit der Box auch klarkommen.

Studentinnen erklärten die Box bei Pressetermin

Entwickelt wurde die Museumsbox von acht Studentinnen, unter anderem aus dem Bachelor-Studiengang Museologie und materielle Kultur. Sie alle haben ein Praxisseminar bei Christiane Rolfs und Anja Klinger belegt, die im Kulturspeicher für die Museumspädagogik verantwortlich sind. Zusammen mit Rolfs und Klinger stellten die Studentinnen am Freitag die Museumsbox der Öffentlichkeit bei einem Pressetermin vor.

Jasmin Schüllermann erklärte zum Beispiel die optischen Effekte eines Bildes, das aus strahlenförmig angeordneten schwarzen und weißen Linien besteht. Unter anderem erkennt der Betrachter bei längerem Hinsehen Farben, die real nicht da sind. Dieser Effekt funktioniert aber nur dann, wenn keine Farbe im Spiel ist. Das bekommen die Benutzer der Museumsbox ganz simpel vor Augen geführt: Mit einer kleinen Nachbildung des Werkes vor einem roten Hintergrund.

Museologie und materielle Kultur: der Studiengang

Warum sammeln Menschen Gegenstände? Wie werden diese in Museen bewahrt, erforscht und ausgestellt? Was sagen sie über die Gesellschaft aus? Um solche Themen geht es im Bachelor-Studiengang Museologie und materielle Kultur an der Universität Würzburg. Der Studienbeginn ist immer zum Wintersemester möglich, Zulassungsbeschränkungen gibt es nicht. Berufschancen finden die Absolventen unter anderem im Museums- und Ausstellungssektor.

Der Studiengang kommt offensichtlich sehr gut an. Er hat viel Praxisbezug, das ist mir wichtig, sagt Studentin Jasmin Schüllermann. Bei Kooperationen mit Museen wie dem Kulturspeicher bekommen die Studierenden zum Beispiel Einblicke ins Feld der Museumspädagogik. Sie erfahren dabei aber auch sehr grundsätzliche Dinge: Wie stellt man Vitrinen gut auf, wie präsentiert man Exponate ansprechend, wie dokumentiert man die Stücke auf Fotos?

Wir machen auch viele Exkursionen, so die Würzburger Studentin. Eine davon ging zum Beispiel nach Bremerhaven, wo unter anderem das Deutsche Auswandererhaus, das Deutsche Schifffahrtsmuseum und ein Science Center besucht wurden. Interessant sei dabei besonders der Vergleich unterschiedlicher Ausstellungskonzepte und Präsentationen gewesen.


Ansprechpartner für den Studiengang ist Prof. Dr. Guido Fackler, T (0931) 31-85607, guido.fackler@uni-wuerzburg.de jQuery(document).ready(function($) { $("fb_share").attr("share_url") = encodeURIComponent(window.location); });
Weitere Informationen: http://www.museologie.uni-wuerzburg.de/ Infos zum Studiengang Museologie und materielle Kultur
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