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Schülercampus unterstützt Jugendliche bei der Studienwahl

07.02.2012 - (idw) Goethe-Universität Frankfurt am Main

Bundesweite Ausschreibung für einwöchigen Sommerkurs, der Oberstufenschülern Einblicke in natur- und geisteswissenschaftliche Studienfächer gibt. Zentrales Element ist die eigene wissenschaftliche Arbeit unter Anleitung von Professoren der Goethe-Universität. FRANKFURT. Wissenschaft entdecken! Universität erleben! unter diesem Motto steht der Schülercampus, den die Goethe-Universität in diesem Jahr erstmals vom 1. bis 7. Juli 2012 veranstaltet. Ziel ist es, begabte Schülerinnen und Schüler bei der Studienorientierung zu unterstützten. Für den oft schwierigen Übergang von der Schule in die Hochschule hat die Goethe-Universität ein neuartiges Konzept entwickelt, das sich an begabte, motivierte Oberstufenschüler aus ganz Deutschland richtet. Sie werden von Wissenschaftlern der Universität exemplarisch an einzelne Fächer sowie deren Fragestellungen und Methoden herangeführt. Interessierte Jugendliche können sich bis zum 7. April für einen der insgesamt 80 Plätze bewerben und zwischen einer geistes- und einer naturwissenschaftlichen Programmlinie wählen.

Die bisherigen Erfahrungen der Goethe-Universität zeigen, dass auch begabte Schüler oft wenig klare Vorstellungen von den konkreten Inhalten und Studienvoraussetzungen der verschiedenen Fächer besitzen. Der Schülercampus bietet deshalb einen umfassenden Einblick in die Geistes- und Naturwissenschaften und thematisiert zugleich deren berufliche Perspektiven ein Aspekt, der bereits bei der Studienwahl eine wichtige Rolle spielt. Wir haben ein großes Interesse daran, leistungsstarke und motivierte Schülerinnen und Schüler auf die Goethe-Universität aufmerksam zu machen. Mit dem Schülercampus haben wir ein gleichermaßen innovatives wie anspruchsvolles Angebot zur Studienorientierung entwickelt, so Prof. Manfred Schubert-Zsilavecz, Vizepräsident der Goethe-Universität.

Das geisteswissenschaftliche Programm des Schülercampus besteht zum einen aus fachübergreifenden Seminaren und Exkursionen. Zum anderen erhalten die Teilnehmer in Workshops Einblick in spezifische Gegenstände und Methoden der einzelnen Fächer. So erarbeitet Prof. Heinz Drügh in einem literaturwissenschaftlichen Workshop mit den Jugendlichen zunächst den wissenschaftlichen Umgang mit Lyrik der Romantik und erörtert anschließend im Freien Deutschen Hochstift den Erkenntniswert von Handschriften für die Gedichtanalyse. Die Ethnologin Prof. Susanne Schröter bietet einen Workshop zum Thema Menschenrechte und Demokratie westliche oder universelle Werte? an, in dem es um die kulturelle und politische Dimension dieses Themas geht.

Das naturwissenschaftliche Programm bietet zunächst einen Überblick über das Fächerspektrum. Den Großteil der Woche verbringen die Schüler in einer fachspezifischen Arbeitsgruppe, in der sie einer wissenschaftlichen Fragestellung auf den Grund gehen. Dabei arbeiten sie in Laboren der Universität und gehen auf Exkursionen zu wissenschaftlichen Einrichtungen oder Messstationen. Die biowissenschaftliche Arbeitsgruppe etwa wird unter Anleitung von Prof. Paul Dierkes Testverfahren und Arbeitsweisen der Ökotoxikologie erproben und durch eigenes Experimentieren Erkenntnisse über Schadstoffe und deren Effekte auf biologische Systeme gewinnen. In der Arbeitsgruppe der Physiker Dr. Bernd Wolf und Prof. Christoph Blume sammeln die Jugendlichen erste Erfahrungen mit Tieftemperaturexperimenten und erhalten Einblick in die Kern- und Elementarteilchenphysik.

Für das einwöchige Programm inklusive Übernachtung und Verpflegung zahlen die Schüler einen Eigenbeitrag von 160 Euro. Die Reisekosten werden bis zu 100 Euro erstattet. Der Schülercampus wird gefördert durch das Programm Wandel gestalten! des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft und der Heinz Nixdorf Stiftung sowie durch die Stiftung Polytechnische Gesellschaft, die FAZIT-Stiftung und die Vereinigung von Freunden und Förderern der Goethe-Universität.

Informationen:
Benjamin Gilde, Stabsstelle für Lehre und Qualitätssicherung, Campus Bockenheim, Tel.: (069) 798-22457, schuelercampus@uni-frankfurt.de.
Bewerbungen unter www.schuelercampus.uni-frankfurt.de

Die Goethe-Universität ist eine forschungsstarke Hochschule in der europäischen Finanzmetropole Frankfurt. 1914 von Frankfurter Bürgern gegründet, ist sie heute eine der zehn drittmittelstärksten und größten Universitäten Deutschlands. Am 1. Januar 2008 gewann sie mit der Rückkehr zu ihren historischen Wurzeln als Stiftungsuniversität ein einzigartiges Maß an Eigenständigkeit. Parallel dazu erhält die Universität auch baulich ein neues Gesicht. Rund um das historische Poelzig-Ensemble im Frankfurter Westend entsteht ein neuer Campus, der ästhetische und funktionale Maßstäbe setzt. Die Science City auf dem Riedberg vereint die naturwissenschaftlichen Fachbereiche in unmittelbarer Nachbarschaft zu zwei Max-Planck-Instituten. Mit über 55 Stiftungs- und Stiftungsgastprofessuren nimmt die Goethe-Universität laut Stifterverband eine Führungsrolle ein.


Herausgeber: Der Präsident
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Redaktion: Dr. Anne Hardy, Referentin für Wissenschaftskommunikation Telefon (069) 798 2 92 28, Telefax (069) 798 - 2 85 30, E-Mail hardy@pvw.uni-frankfurt.de
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