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Neue Publikation zur Hamburger Pressegeschichte 1945 bis 1962

07.02.2012 - (idw) Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg

Presse in Hamburg - von der Lizenzpresse bis zur Spiegelaffäre (1945 - 1962) lautet der Titel einer neuen Publikation, die Studierende des Departments Information erstellt haben. Das erklärte Ziel für die Semesterarbeit war, die Entwicklung des Hamburger Pressewesens mit herausragenden Persönlichkeiten des Hamburger Journalismus für die schulische und politische Bildung didaktisch aufzubereiten. Insgesamt 26 Studierende der Bachelorstudiengänge Bibliotheks- und Informationsmanagement sowie Medien und Information arbeiteten im Rahmen eines Moduls an dem Publikationsvorhaben. Geleitet wurde es von Bernd Allenstein, Jugendinformationszentrum Hamburg, und Volker Reißmann, Staatsarchiv Hamburg, die beide als Lehrbeauftragte an der HAW Hamburg das Lehrmodul durchführten.

Ziel war es zum einen, die ersten Jahre des Wiederaufbaus und der Etablierung des Hamburger Journalismus zu recherchieren. Zum anderen sollten die Studierenden das Material didaktisch aufbereiten und eine Broschüre entwickeln, die in der schulischen und politischen Bildung genutzt werden kann. Zur Bearbeitung wurden vor allem unveröffentlichte Dokumente herangezogen. Studierende recherchierten dafür unter anderem im Staatsarchiv und unternahmen eine Exkursion in die KZ-Gedenkstätte Neuengamme. Die Erstellung einer Druckvorlage mit professionellen Software-Programmen gehörte ebenfalls zu ihren Aufgaben.

Die Themen der Aufsätze konnten die Studierenden frei wählen. Sie beschäftigen sich zum Beispiel mit Persönlichkeiten wie dem ersten Herausgeber der Hamburger Morgenpost, Heinrich Braune, oder dem Publizisten Erich Lüth, der zum Boykott der Nachkriegsfilme des NS-Regisseurs Veit Harlan aufrief. Auch der Siegeszug der Programm- und Publikumszeitschriften sowie Hamburgs Aufstieg zur Metropole der Filmkritik nach 1945 werden in der Publikation dargestellt. Weitere Beiträge untersuchen die Entwicklung von den Wochenmagazinen Der Spiegel und dem Stern sowie der Wochenzeitung Die Zeit. Im Rahmen eines Exkurses befasst sich eine Studierendengruppe darüber hinaus mit verfolgten Journalisten in der NS-Zeit.

Die Publikation umfasst 60 Seiten und kann gegen Portoerstattung kostenlos angefordert werden. Sie ist ausgerichtet für den Einsatz in Schule, Hochschule, Jugendarbeit und Erwachsenbildung sowie für die interessierte Öffentlichkeit.

Artikelübersicht:
Exkurs: Verfolgte Journalisten aus der NS-Zeit
Die Lizenzpresse: Der Weg zur Meinungsfreiheit in Deutschland nach 1945
Nachrichten aus Hamburg für die Welt
Publikumszeitschriften auf dem Vormarsch!
Der Spiegel und sein Macher
Wie aus dem Jugendmagazin Zick-Zack der stern wird
Vorwärts mit dem Volk Hamburger Boulevard-Presse
Kurz klar einfach wahr (Hamburger Volkszeitung)
Die Gräfin und DIE ZEIT
Hamburg als Metropole der deutschen Filmkritik nach 1945
Heinrich Braune Journalist aus Leidenschaft
Gerd Bucerius Verleger und Publizist
Erich Lüth und die Pressefreiheit in Deutschland
Henri Nannen Publizist und Kunstliebhaber
Die Spiegelaffäre

Kontakte:
Bernd Allenstein
Jugendinformationszentrum Hamburg
Tel. 040.428 23-4820
bernd.allenstein@bsb.hamburg.de

Volker Reißmann
Staatsarchiv Hamburg
Tel. 040.428 31-3150
volker.reissmann@kb.hamburg.de jQuery(document).ready(function($) { $("fb_share").attr("share_url") = encodeURIComponent(window.location); });

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