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Unterstützung bei Grenzfragen zwischen Leben und Tod

28.02.2012 - (idw) Universitätsklinikum Heidelberg

Symposium Ethische Herausforderungen am Krankenbett. Die Arbeit des neuen Ethik-Komitees am Universitätsklinikum Heidelberg. am 1. März in der Medizinischen Klinik Gibt es Gründe, bei einem Patienten mit einer unheilbaren Erkrankung nicht mehr alle zur Verfügung stehenden Behandlungsmöglichkeiten einzusetzen? Und was ist zu tun, wenn der Patient z.B. in einer kritischen Situation eine Ernährungssonde oder eine Beatmung ablehnt? Zur Unterstützung bei der Beantwortung dieser und ähnlicher Grenzfragen zwischen Leben und Tod gibt es am Universitätsklinikum Heidelberg seit dem letzten Jahr ein Klinisches Ethik-Komitee (KEK). Dieses präsentiert sich nun im Rahmen des Symposiums Ethische Herausforderungen am Krankenbett der breiten Öffentlichkeit. Die Veranstaltung findet am 1. März von 17 bis 20 Uhr im Hörsaal der Medizinischen Klinik, Im Neuenheimer Feld 410, statt.

Die maximalen Versorgungsmöglichkeiten und stetigen Weiterentwicklungen in der Forschung führen in der Behandlung der Patienten immer wieder zu schwierigen Grenzsituationen und erfordern ein ethisches Fundament, das die Entscheidungsfindung unterstützt, erklärt Professor Dr. Peter Nawroth, komm. Leitender Ärztlicher Direktor des Klinikums. Das Ethik-Komitee hilft den betroffenen Ärzten, Mitarbeitern im Pflegedienst und den Angehörigen, den durch ethische Rahmenrichtlinien gegebenen Freiraum der Entscheidungsmöglichkeiten zu definieren und zu nutzen.

Fallbesprechung mit konkretem Beispiel aus der Praxis

Wie die Arbeit des Komitees in der täglichen Praxis aussieht und welche Angebote es für Mitarbeiter und Angehörige gibt, wird anhand einer konkreten Situation aus dem Krankenhausalltag gezeigt. Dazu werden wir eine ethische Fallbesprechung vor- bzw. durchführen und gemeinsam mit den Betroffenen eine ethisch fundierte und tragfähige Lösung erarbeiten, so Dr. Beate Herrmann, Klinische Ethikberaterin und Vorsitzende des Klinischen Ethik-Komitees. Außerdem stellt sich das neue Komitee in Arbeitsweise, Zielen und Perspektiven vor.

Vorträge von Experten runden die Veranstaltung ab. Dazu gehört Dr. Gisela Bockenheimer-Lucius aus Frankfurt. Unter dem Titel vom Nischendasein ins Rampenlicht wird sie über die Entwicklung Ethischer Klinik-Komitees und deren Bedeutung in deutschen Kliniken sprechen. Was Ethikberatung in europäischer Perspektive leistet, welche Unterschiede, aber auch Gemeinsamkeiten es zur Deutschen Situation gibt, darüber berichtet Dr. Norbert Steinkamp aus Nijmegen. Lernen unter Nachbarn ist das Motto, wenn er über die Situation Klinischer Ethik-Komitees in den Niederlanden spricht.

Neben der interessierten Öffentlichkeit sind auch alle Beschäftigten des Klinikums sowie Journalisten herzlich eingeladen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Veranstaltung ist von der Landesärztekammer Baden-Württemberg mit vier Fortbildungspunkten zertifiziert.

Weitere Informationen im Internet
http://www.klinikum.uni-heidelberg.de/ethikberatung

Kontakt:
Dr. Beate Herrmann M.A.
Klinische Ethikberaterin
Medizinische Universitätsklinik
Im Neuenheimer Feld 410
69120 Heidelberg
Tel: 06221 / 56-37922
Email: beate.herrmann@med.uni-heidelberg.de

Universitätsklinikum und Medizinische Fakultät Heidelberg
Krankenversorgung, Forschung und Lehre von internationalem Rang
Das Universitätsklinikum Heidelberg ist eines der größten und renommiertesten medizinischen Zentren in Deutschland; die Medizinische Fakultät der Universität Heidelberg zählt zu den international bedeutsamen biomedizinischen Forschungseinrichtungen in Europa. Gemeinsames Ziel ist die Entwicklung neuer Therapien und ihre rasche Umsetzung für den Patienten. Klinikum und Fakultät beschäftigen rund 10.000 Mitarbeiter und sind aktiv in Ausbildung und Qualifizierung. In mehr als 50 Departments, Kliniken und Fachabteilungen mit ca. 2.000 Betten werden jährlich rund 550.000 Patienten ambulant und stationär behandelt. Derzeit studieren ca. 3.600 angehende Ärzte in Heidelberg; das Heidelberger Curriculum Medicinale (HeiCuMed) steht an der Spitze der medizinischen Ausbildungsgänge in Deutschland.

http://www.klinikum.uni-heidelberg.de

Bei Rückfragen von Journalisten:
Christian Fick
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Universitätsklinikums Heidelberg
und der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 672
69120 Heidelberg
Tel.: 06221 / 56 67 66
Fax: 06221 / 56 45 44

E-Mail: christian.fick(at)med.uni-heidelberg.de

Diese Pressemitteilung ist auch online verfügbar unter
http://www.klinikum.uni-heidelberg.de/presse

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