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Mediterran ist chic: RUB-Tagung zu verschiedenen Mittelmeer-Realitäten

20.04.2012 - (idw) Ruhr-Universität Bochum

Mediterran ist chic, zumindest das, was wir mit dem Sehnsuchtsraum Mittelmeer assoziieren. Diese Sichtweise ist aber nur eine Vorstellung eines kulturell einheitlichen Mittelmeerraums, die je nach Blickwinkel variiert. Das Zentrum für Mittelmeerstudien der Ruhr-Universität Bochum (RUB) geht der historischen, politischen und sozialen Dimension verschiedener mediterraneaner Realitäten und deren Wechselwirkungen in der Wissensproduktion nach. Dazu tagen am 27. und 28. April Wissenschaftler verschiedener Länder und Disziplinen im Institut für Archäologische Wissenschaften der RUB, Am Bergbaumuseum 31, 44791 Bochum. Besucher und Medien sind herzlich eingeladen. Mediterran ist chic seit über 4000 Jahren
RUB: Tagung zu verschiedenen Mittelmeer-Realitäten
Einheitlicher Kulturraum aus verschiedenen Blickwinkeln

Mediterran ist chic, zumindest das, was wir mit dem Sehnsuchtsraum Mittelmeer assoziieren. Diese Sichtweise ist aber nur eine Vorstellung eines kulturell einheitlichen Mittelmeerraums, die je nach Blickwinkel variiert. Das Zentrum für Mittelmeerstudien der Ruhr-Universität Bochum (RUB) geht der historischen, politischen und sozialen Dimension verschiedener mediterraneaner Realitäten und deren Wechselwirkungen in der Wissensproduktion nach. Dazu tagen am 27. und 28. April Wissenschaftler verschiedener Länder und Disziplinen im Institut für Archäologische Wissenschaften der RUB, Am Bergbaumuseum 31, 44791 Bochum. Besucher und Medien sind herzlich eingeladen.

Schon die Römer propagierten Dominanz

Die Vorstellung eines kulturell einheitlichen Mittelmeerraums ist Gegenstand vieler historischer, politischer und sozialer Konstruktionen, die nicht nur in der akademischen Forschung zu finden sind. Schon die Römer propagierten mit der Bezeichnung mare nostrum ihre imperiale Dominanz in diesem Raum. Und auch die Union für das Mittelmeer scheint mit dem Label einer friedlichen Gemeinschaft in erster Linie die Errichtung einer neoliberalen Freihandelszone zu verfolgen.

Moderne Stereotypen

Bilder eines einheitlichen oder zusammengehörenden Kulturraums sind auch heute nicht zu übersehen: Stereotypen über mediterrane Lebensweisen werden bedient, um die ökonomische Krise in Spanien, Griechenland und Italien zu erklären. Es kommt zu einer pauschalen Betrachtungsweise der dort lebenden Menschen.

Erklärungsmodelle für kulturelle Angleichung

Untermauert werden diese Vorstellungen auf unterschiedliche Weise: Ähnliche Lebensweisen werden von scheinbar vergleichbaren geographischen und klimatischen Bedingungen abgeleitet, über Jahrtausende immer wieder aufblühende, transmediterrane Kontakte werden als Grund für eine kulturelle Angleichung herangezogen. Doch was ist dran an solchen Erklärungsmodellen? Die Tagung Multiple Mediterranean Realities spannt einen weiten Bogen, um diese Frage zu beantworten.

Weitere Informationen:
Prof. Dr. Achim Lichtenberger, Institut für Archäologische Wissenschaften, Fakultät für Geschichtswissenschaft der Ruhr-Universität, 44791 Bochum, Tel.: 0234/32-22528, Achim.Lichtenberger@rub.de,
Dr. Constance von Rüden, Zentrum für Mittelmeerstudien, Konrad-Zuse-Straße 16, 44801 Bochum, Tel.: 0234/32-27279,

Constance.vonRueden@rub.de

Angeklickt

Tagungsprogramm
http://www.zms.rub.de/veranstaltungen/event00033.html.de
Zentrum für Mittelmeerstudien
http://www.zms.ruhr-uni-bochum.de

Redaktion: Daniel Duhr jQuery(document).ready(function($) { $("fb_share").attr("share_url") = encodeURIComponent(window.location); });

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