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Wider den (un)deutschen Geist - Lesungen aus den Werken verfemter Autorinnen und Autoren

20.04.2012 - (idw) Fachhochschule Köln

Zehn Autorinnen und Autoren stehen im Mittelpunkt der diesjährigen Veranstaltung zur Erinnerung an die von den Nationalsozialisten veranlassten Bücherverbrennung von 1933 in Köln, zu der die Fachhochschule Köln gemeinsam mit der Universität zu Köln und der Hochschule für Musik und Tanz Köln am 10. Mai 2012 (um 17.00 Uhr) in die Kölner Südstadt einlädt. Die als »Wider den undeutschen Geist« bezeichnete Aktion war ein Verbrechen gegen den deutschen Geist und die Freiheit des Wortes, und der Versuch die verbrannten Werke und das Schicksal der Autorinnen und Autoren und anderer Kulturschaffender aus dem Bewusstsein der Gesellschaft auszulöschen. Ernst Barlach, Vicky Baum, Ernst Bloch, Marieluise Fleisser, Gina Kaus, Rosa Luxemburg, Julius Meier-Graefen, Nelly Sachs, Upton Sinclair und Jakob Wassermann: Diese zehn Autorinnen und Autoren stehen im Mittelpunkt der diesjährigen Veranstaltung zur Erinnerung an die von den Nationalsozialisten veranlassten Bücherverbrennung von 1933 in Köln. Parallel zu den von den Nazis initiierten und maßgeblich von und vor den deutschen Universitäten durchgeführten Verbrennungen der Werke, folgte ab 1933 die massive Unterdrückung von Kunst und Publizistik und die systematische Verfolgung und Vertreibung der Autorinnen und Autoren sowie anderer Kulturschaffender. Aus Anlass des 79. Jahrestages laden die Fachhochschule Köln, die Universität zu Köln und die Hochschule für Musik und Tanz Köln alle Interessierten am 10. Mai 2012 um 17.00 Uhr zu moderierten Lesungen aus den Werken verfemter Autorinnen und Autoren in das Hauptgebäude der Fachhochschule Köln in der Kölner Südstadt ein (Claudiusstr. 1, 50678 Köln, Rotunde). Vor diesem Gebäude, der ehemaligen »Alten Universität«, fand 1933 die Kölner Bücherverbrennung statt. Textauszüge aus den Werken der verfemten Autorinnen und Autoren werden lesen: Rena Pieper, Wellenchefin von WDR 4, und Jörg Hustiak vom WDR-Sprecherensemble. Moderiert wird die Lesung von Walter Vitt, dem Initiator des Bodendenkmals »Namen der Autoren« vor dem Haupteingang des Gebäudes. Auf diesem Vorplatz wurden die verfemten Werke 1933 in den Flammen vernichtet. Die musikalische Gestaltung übernimmt die Hochschule für Musik und Tanz Köln mit Musik von Remmy Canedo, speziell für diesen Anlass komponiert. Zu dieser öffentlichen Veranstaltung sind alle Interessierten herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei.

Eröffnet wird die Veranstaltung mit Kurzansprachen der Hochschulleitungen der beteiligten drei Hochschulen. Anschließend wird Walter Vitt in das Thema einführen und einige der zehn Autorinnen und Autoren vorstellen, deren Namen in diesem Jahr am 2. Mai von Steinmetzlehrlingen des Berufskolleg Ulrepforte in das Bodendenkmal »Namen der Autoren»« eingemeißelt werden. Damit umfasst das von Walter Vitt 2001 initiierte Bodendenkmal 64 Namen von Autorinnen und Autoren, deren Werke 1933 bei den Bücherverbrennungen vernichtet worden sind.

Die Bücherverbrennungen waren im Zuge der Machtergreifung der Nationalsozialisten ein Höhepunkt der Nazi-Kampagne gegen sogenanntes »undeutsches Schrifttum«. Die als »Wider den undeutschen Geist« bezeichnete Aktion war ein Verbrechen gegen den deutschen Geist und die Freiheit des Wortes, und der Versuch die verbrannten Werke und das Schicksal der Autorinnen und Autoren und anderer Kulturschaffender aus dem Bewusstsein der Gesellschaft auszulöschen. Gleichzeitig markieren die Bücherverbrennungen von 1933 den Beginn einer grauenvollen zwölfjährigen faschistischen Diktatur, die auch vor der Verbrennung von Millionen von Menschen nicht zurückschreckte.

Seit 2001 erinnert die Fachhochschule Köln gemeinsam mit der Universität zu Köln seit 2005 auch mit der Hochschule für Musik und Tanz Köln und weiteren Kooperationspartnern an die von den Nationalsozialisten veranlasste und inszenierte Bücherverbrennung vor dem Hauptgebäude der Hochschule, der ehemaligen »Alten Universität« in der Kölner Südstadt. Von Anfang an waren zudem daran beteiligt Walter Vitt als Initiator des Bodendenkmals »Namen der Autoren«, das Berufskolleg Ulrepforte und das NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln

Die Fachhochschule Köln ist die größte Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Deutschland. 19.700 Studierende werden von rund 430 Professorinnen und Professoren unterrichtet. Das Angebot der elf Fakultäten und des Instituts für Tropentechnologie umfasst rund 75 Studiengänge, jeweils etwa die Hälfte in Ingenieurwissenschaften bzw. Geistes- und Gesellschaftswissenschaften: von Architektur über Elektrotechnik und Maschinenbau, Design, Restaurierung, Informationswissenschaft, Sprachen und Soziale Arbeit bis hin zu Wirtschaftsrecht und Medieninformatik. Hinzugekommen sind 2009 Angewandte Naturwissenschaften. Die Fachhochschule Köln ist Vollmitglied in der Vereinigung Europäischer Universitäten (EUA), sie gehört dem Fachhochschulverbund UAS 7 und der Innovationsallianz der nordrhein-westfälischen Hochschulen an. Die Hochschule ist zudem eine nach den europäischen Öko-Management-Richtlinien EMAS und ISO 14001 geprüfte und zertifizierte umweltorientierte Einrichtung und zertifiziert als familiengerechte Hochschule.

Die Universität zu Köln ist eine der erfolgreichsten Universitäten in Nordrhein-Westfalen. Das Ergebnis des Exzellenz-Wettbewerbs bestätigt die Spitzenstellung der ABC-Region (Aachen, Bonn und Köln) als Standort für exzellente Forschung. Die international ausgerichtete Universität mit langer Tradition steht als Wunsch-Hochschule regelmäßig auf den ersten Plätzen der Abiturienten. Zahlreiche Drittmittelprojekte, von der Versicherungsforschung bis hin zu molekularen Grundlagenforschung, geben Impulse in die regionale und überregionale Wirtschaft. Die Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät ist Mitglied des CEMS (Community of European Management Schools) und gehört damit zu den bedeutendsten wirtschaftswissenschaftliche Fakultäten Europas. Auch in der medizinischen Forschung wird gemeinsam von Fakultät und Klinik der Ansatz verfolgt, Erkenntnisse der Grundlagenforschung über klinische Studien in die Krankenversorgung zu tragen. Insbesondere die Förderung als onkologisches Spitzenzentrum durch die deutsche Krebshilfe ist Qualitätsausweis für exzellente Medizinforschung zum Nutzen des Patienten.

Die Hochschule für Musik und Tanz Köln gehört zu den traditionsreichsten und renommiertesten Musikhochschulen in Europa und ist die größte in Deutschland. Sie bietet eine Exzellenzausbildung in der vollen Breite aller künstlerischen, musikwissenschaftlichen und musikpädagogischen Fächer und eine damit verbundene Dichte und Bandbreite des Studienangebots. Die Nähe und Ausgewogenheit von künstlerischer, pädagogischer und wissenschaftlicher Ausbildung ist ein großer Pluspunkt, den die Hochschule den jungen Nachwuchskünstlern, Pädagogen und Wissenschaftlern zu bieten hat. Viele Fächer zusammenführende Projekte, welche die Wechselbeziehungen der einzelnen Studienfächer aufzeigen, ermöglichen den Studierenden eine qualifizierte und zukunftsorientierte Ausbildung. Konsequente Interdisziplinarität, ausgeprägter Praxisbezug und die internationale Vernetzung mit zahlreichen hochrangigen Partnerhochschulen innerhalb und außerhalb Europas zeichnen zudem die Hochschule für Musik und Tanz Köln aus.


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