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Kaffeehaus und Kunstgenuss: Europäische Erinnerungsorte

20.04.2012 - (idw) Leibniz-Institut für Europäische Geschichte Mainz

Buchpräsentation im Leibniz-Institut für Europäische Geschichte

Das Leibniz-Institut für Europäische Geschichte (IEG) in Mainz lädt am 03. Mai 2012 um 18:30 Uhr zur Buchpräsentation des dreibändigen Referenzwerks »Europäische Erinnerungsorte« ein, das soeben im Münchener Oldenbourg Verlag erschienen ist. Prof. Dr. Dr. h.c. Heinz Duchhardt, Projektleiter und Herausgeber, stellt die Konzeption und die einzelnen Bände vor, Dr. Magorzata Morawiec und Prof. Dr. Elisabeth Oy-Marra besuchen mit uns mit (literarischem) Kaffeehaus und dem Mythos Kunst beispielhaft zwei der behandelten »Erinnerungsorte«. Eurokrise, Rettungsschirm und Verfassungsstreit. Europa ist in aller Munde, doch womit wir es zu tun haben, wenn wir von Europa sprechen, darüber wird kaum nachgedacht. Die »Europäischen Erinnerungsorte« leisten hier einen Beitrag zur Standortbestimmung. Die Autorinnen und Autoren aus mehr als 15 Ländern und vielen Fachdisziplinen beleuchten in ihren Artikeln Europäisches, das so weit geronnen ist, dass es Teil des Selbstverständnisses, der Identität und damit auch der Allgemeinbildung der Europäer geworden ist. Ausgangspunkt des Projekts, dessen Ergebnisse sich nicht nur an die Fachwelt, sondern an ein breites, europäisch interessiertes Publikum wenden, bildet die Annahme, dass es eine Vielzahl von Erinnerungsorten gibt, die für Europäer aller Länder eine Bedeutung haben, die ihre Identität mitformen und die wir mitdenken, wenn wir »Europa« sagen. Es geht in den Bänden nicht um Erinnerungsorte einer einzelnen Nation, Region oder Epoche, sondern um Konzepte, Plätze, Ereignisse, Kunstwerke, Konsumgegenstände, die gesamteuropäisch von Bedeutung sind und die die Signatur Europas ausmachen.
Der erste Band »Mythen und Grundbegriffe des europäischen Selbstverständnisses« behandelt grundlegende Faktoren, die »Europa« konstruiert oder geprägt haben, wie beispielsweise das Christentum, die Antike, die Menschenrechte, die Sprachenvielfalt oder die Kunst, mit der sich Prof. Dr. Elisabeth Oy-Marra beschäftigt. Unter dem Titel »Das Haus Europa« stellt der zweite Band Fallbeispiele wie den Stier, Goethes »Faust«, die Alpen, die U-Bahn oder das literarische Kaffeehaus vor, in das Dr. Magorzata Morawiec die Interessierten mitnimmt. Der dritte Band »Europa und die Welt« zeigt schließlich, wie die Erfahrungen der Europäer in der Welt auf Europa zurückwirkten und wie europäische Einflüsse in gebrochener Form nach Europa reimportiert wurden etwa der in die neue Welt getragene christliche Glaube in Gestalt der Befreiungstheologie oder in Form des Gospel-Gottesdiensts. Mit Erscheinen des dritten Bandes ist das Projekt nun abgeschlossen und wird im Leibniz-Institut für Europäische Geschichte in Kooperation mit der Landeszentrale für Politische Bildung Rheinland-Pfalz vorgestellt.

Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. jQuery(document).ready(function($) { $("fb_share").attr("share_url") = encodeURIComponent(window.location); });
Weitere Informationen: http://www.ieg-mainz.de Anhang
Europäische Erinnerungsorte Band 3
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