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Wenn die Herzkrankheit des Kindes die ganze Familie in die Krise treibt.

22.04.2012 - (idw) Deutsches Herzzentrum Berlin

Komplexe angeborene Herzfehler belasten nicht nur das betroffene Kind sondern gerade auch die Eltern und Geschwisterkinder bis hin zur familiären Krise. Am Deutschen Herzzentrum Berlin wurde jetzt eine Stelle für eine Psychologin in der Klinik für angeborene Herzfehler geschaffen.Die Stelle ergänzt die psychomatische Abteilung für Erwachsene. Wenn die Herzkrankheit des Kindes die Eltern in die Krise treibt
Stelle einer Psychologin in der DHZB-Kinderklinik wurde durch die Stiftung KinderHerz gefördert

Der kleine spanische Junge Luca (geb. Okt. 11) ist schwer herzkrank. Im April 2012 wurde bei ihm am DHZB eine komplexe Herzoperation wegen eines angeborenen Herzfehlers vorgenommen. Er ist noch zu klein, um zu verstehen, was mit ihm geschah, aber die Sorge um ihn beeinträchtigte seine Familie erheblich, sodass sie psychologischer Unterstützung bedurfte.

Psychologische Betreuung ist dringend erforderlich bei Kindern mit angeborenen Herzfehlern, die oft mehrmals und für lange Zeit ihr junges Leben in der Klinik verbringen, evtl. mehrfach operiert werden und immer wieder zu Kontrolluntersuchungen einbestellt werden. Sie zeigen häufig Gedeihstörungen, Anpassungsschwierigkeiten oder Angststörungen. Auch gesunde Geschwisterkinder werden durch das Übermaß an Sorge um das kranke Kind psychisch in Mitleidenschaft gezogen, was sich in Wut und Aggressionen oder Rückzug von sozialen Aktivitäten äußert. Gerade Eltern eines herzkranken Kindes durchleben psychische Krisen, in denen sie fachkundiger Hilfe von Psychosomatikern bedürfen, um Schuldgefühle, Schlafstörungen und Depressionen abzubauen.

Frühzeitig, seit Bestehen des DHZB, wurde erwachsenen Patienten vor und nach Herz- oder Lungentransplantationen bzw. Kunstherz-Patienten bei Bedarf die Hilfe der psychosomatischen Abteilung zuteil. Das große Kinderherzprogramm am DHZB verdeutlichte mittlerweile aber auch, dass viele der Kinder mit angeborenen Herzfehlern, vor allem aber auch ihre Eltern dringend psychologischer Hilfe bedürfen, die die ganze Familie umfasst und unter Umständen sogar Krisenintervention betreibt.

Wir stellen Ihnen die von der Stiftung KinderHerz finanziell unterstützte psychologische Arbeit an der Klinik für Angeborene Herzfehler/Kinderkardiologie näher vor.

Presse-/Fototermin
Mittwoch, 25. April 2012, 11.30 Uhr
Deutsches Herzzentrum Berlin, Bibliothek, 2. Stock
Augustenburger Platz 1, 13353 Berlin

Die Referenten sind: Prof. Dr. Felix Berger, Direktor der Klinik für Ang. Herzfehler/Kinderkard.
Sylvia Paul, Vorstand Stiftung KinderHerz
Prof. Dr. med. Dipl.-Psych. Wolfgang Albert, Leiter Psychos. Abt., DHZB
Dipl.-Psych. Kathrin Eichstädt
Eltern u. Kinder aus der psychosomatischen Betreuung

Die Stiftung KinderHerz unterstützt finanziell und ideell in Kliniken medizinische und wissenschaftliche Projekte rund um Herzfehler von Säuglingen und Kindern.
Das Deutsche Herzzentrum Berlin hat deutschlandweit das größte Kinderherzprogramm mit jährlich rund 550 offenen Herzoperationen an Frühgeborenen, Säuglingen, Kleinkindern und Kindern sowie über 800 Katheter-Eingriffen, ferner Herz- und Lungentransplantationen sowie Kunstherzimplantationen bei Säuglingen und Kindern.


Über Ihre Teilnahme an dem Termin würden wir uns freuen.

Dr. Barbara Nickolaus
Pressesprecherin DHZB

Infos: Tel.:030/ 832 41 37; Handy:0172-390 83 34; E-Mail: nickolaus@dhzb.de jQuery(document).ready(function($) { $("fb_share").attr("share_url") = encodeURIComponent(window.location); });

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