Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenFreitag, 6. Dezember 2019 

Fachkräfte mit Identität, Stolz und Selbstbewusstsein überzeugen

25.04.2012 - (idw) Hochschule Harz, Hochschule für angewandte Wissenschaften (FH)

Der Schlüssel zur Bewältigung des Fachkräftemangels liegt in der Region, so Heike Brehmer, CDU-Bundestagsabgeordnete, bei der Begrüßung zur Veranstaltung Willkommenskultur im Landkreis Harz, welche am Mittwochvormittag, dem 18. April 2012, knapp 50 Teilnehmer auf den Campus der Hochschule Harz nach Wernigerode lockte. Zusammen mit Heike Schittko, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Halberstadt, und Kooperationspartnern hat sie im Jahr 2011 diese Initiative ins Leben gerufen. Das lose Netzwerk soll den zukünftig weiterhin steigenden Mangel an gut ausgebildeten Fachkräften in Folge des demografischen Wandels entgegenwirken und Lösungsansätze für die Region herausarbeiten. Dabei wurde bereits bei der Auftaktveranstaltung im November letzten Jahres erkannt, dass die Ausgangslage für einen Rück- oder Zuzug in den Harz optimal sei; diese müsse nun durch kreative Ansätze öffentlichkeitswirksam kommuniziert und das Standortmarketing verbessert werden.

Im Landkreis Harz existiert eine höhere Betriebsdichte als im gesamten Land; mit 10 der 100 größten Unternehmen in Sachsen-Anhalt sind wir nach den Oberzentren Magdeburg und Halle größter Wirtschaftsstandort im Lande, berichtete Landrat Dr. Michael Ermrich nicht ohne Stolz. Peter Gaffert, Oberbürgermeister der Stadt Wernigerode, lobte u.a. die ausgezeichnete Kinderbetreuung vor Ort; erkennt aber auch Nachholbedarf beim Image des Landes. Das bayerische Mia san mia-Gefühl (hochdeutsch: Wir sind Wir) entstand auch nicht von heute auf morgen, sondern hat sich über Jahrzehnte entwickelt, gibt die Ministerin für Wissenschaft und Wirtschaft des Landes Sachsen-Anhalt, Prof. Dr. Birgitta Wolff, zu bedenken. Zudem haben wir in Sachsen-Anhalt nicht nur ein quantitatives, sondern auch ein qualitatives demografisches Problem: Abwanderer sind meist Akademiker, jeder zweite Schüler in Magdeburg kommt heute aus einer Hartz-4-Familie, weist die gebürtige Westfälin auf die aktuelle Problemlage hin.

Dass gerade den Hochschulen in diesen Zeiten eine besondere Verantwortung bei der Generierung von künftigen Fachkräften und jungen Talenten zukommt, erläutert Prof. Dr. Armin Willingmann, Rektor der Hochschule Harz, und verweist auf die vor fünf Jahren gegründete Hochschulinitiative Neue Bundesländer, die mit der Kampagne Studieren in Fernost an den 44 beteiligten Hochschulen im Osten der Bundesrepublik für Furore sorgte. Ziel der Kampagne ist es, Schülerinnen und Schüler aus den alten Bundesländern für ein Studium im vermeintlich fernen Osten zu begeistern: Über 40 Prozent unserer heutigen Studierenden kommen aus westlichen Bundesländern. Das ist ein guter Erfolg. Aber diese jungen Leute auch hier in Sachsen-Anhalt zu halten und ihnen beruflich wie familiär eine Perspektive zu bieten, das ist die Herausforderung der nächsten Jahre, so der dieser Tage erneut im Amt bestätigte Hochschulleiter.

Auch Prof. Dr. Uwe Manschwetus, Professor für Marketing-Management an der Hochschule Harz, bemerkte in den letzten Jahren verstärkt einen Einstellungswandel bei der Wahrnehmung Sachsen-Anhalts. Als ich 1997 aus Hamburg an die Hochschule Harz migrierte, erlebte ich vielerorts noch die vielbesagte Jammerkultur des Ostens. Umso freudiger stimmt mich die Tatsache, wie heute von der Region und dem Land auch in diesem Netzwerk berichtet wird. Wir sind auf dem richtigen Weg, so der zu einem Fachvortrag eigeladene Marketing-Experte. jQuery(document).ready(function($) { $("fb_share").attr("share_url") = encodeURIComponent(window.location); });

Weitere Informationen: http://www.hs-harz.de
uniprotokolle > Nachrichten > Fachkräfte mit Identität, Stolz und Selbstbewusstsein überzeugen
ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenDruckansicht

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/nachrichten/id/236296/">Fachkräfte mit Identität, Stolz und Selbstbewusstsein überzeugen </a>