Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenDienstag, 12. November 2019 

Management im Dienste der Wissenschaft: Zentrum für Wissenschaftsmanagement e.V. wird zehn Jahre alt

25.04.2012 - (idw) Zentrum für Wissenschaftsmanagement e.V. Speyer (ZWM)

Gutes Management ist zu einem Erfolgsfaktor für wissenschaftliche Institutionen geworden. Um ihre Kompetenzen auf diesem Feld auszubauen, haben sich Universitäten, Hochschulen, Forschungseinrichtungen und intermediäre Organisationen vor zehn Jahren zusammengeschlossen. Am 30. April 2002 wurde das Zentrum für Wissenschaftsmanagement e.V. (ZWM) gegründet. Die zentrale Aufgabe des Vereins ist die Weiterqualifizierung von WissenschaftlerInnen und WissenschaftsmanagerInnen auf allen Stufen der Berufsbiografie. 2003 absolvierten 18 junge WissenschaftsmanagerInnen den ersten Lehrgang, den das ZWM gemeinsam mit der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) entwickelt hat. Heute umfasst das Weiterbildungsangebot sieben themenübergreifende Lehrgänge zum Beispiel für Persönliche ReferentInnen, FakultätsmanangerInnen und Führungskräfte sowie Workshops und Tagungen. Die kontinuierliche Erweiterung und Diversifizierung unseres Weiterbildungsprogramms bildet die Dynamik im Wissenschaftssystem und den damit verbundenen Bedarf nach qualifizierter Personalentwicklung ab, sagt der Vorstandsvorsitzende des ZWM und Kanzler der Universität Ulm, Dieter Kaufmann.

2002 hatten sich 24 Universitäten, Hochschulen, Forschungseinrichtungen und intermediäre Organisationen sowie sieben Privatpersonen mit dem Ziel zusammengeschlossen, das Wissenschaftsmanagement in Deutschland weiter zu professionalisieren. Die Gründungsmitglieder des ZWM waren überzeugt, dass dies nur im Verbund und im Austausch über alle Säulen des Wissenschaftssystems hinweg gelingen kann, sagt Professor Jürgen Blum, geschäftsführender Vorstand von 2002 bis 2005. Aktuell zählt die Selbsthilfeorganisation 73 institutionelle Mitglieder. Managementkompetenzen sind in Zeiten von Mittelknappheit und internationalem Wettbewerb ein wichtiger Erfolgsfaktor für Wissenschaftsorganisationen, ist der kaufmännische Direktor des Leibniz-Instituts für Festkörper- und Werkzeugforschung Dresden e.V., Dr. h.c. Rolf Pfrengle, überzeugt. Als Mitgliedseinrichtung des ZWM gestalten wir die Weiterentwicklung des Wissenschaftsmanagements aktiv mit.

Das ZWM arbeitet über die Weiterbildung hinaus auf weiteren Feldern: ExpertInnen aus dem ZWM-Netzwerk beraten Wissenschaftsorganisationen zum Beispiel bei der Hochschulentwicklung. 2008 ging das Wissens- und Netzwerkportal »wissenschaftsmanagement-online« an den Start, das derzeit 2400 registrierte NutzerInnen zählt. Die Anbindung des Vereins an die Forschung wird insbesondere durch die Stiftungsprofessur für Wissenschaftsmanagement gewährleistet, die 2006 an der Deutschen Universität für Verwaltungswissenschaften Speyer eingerichtet wurde. Der gemeinsam von Universität und ZWM konzipierte Master-Studiengang ist im April 2012 gestartet.

In den zehn Jahren seines Bestehens stieß das ZWM auch auf Vorbehalte und Widerstände. Mancherorten befürchtete man eine Verbetriebswirtschaftlichung der Wissenschaft, erinnert sich Professor Blum. Das ZWM legt großen Wert darauf, Managementkompetenzen und -instrumente an den Besonderheiten des Wissenschaftssystems auszurichten, das durch kreative Menschen, hochautonome dezentrale Einheiten, Wissenschaftsfreiheit und Prozessoffenheit gekennzeichnet ist. Management ist somit niemals Selbstzweck, sondern steht im Dienste der Wissenschaft.

Eine zentrale Aufgabe für uns ist auch in Zukunft die Vernetzung der Akteure im Wissenschaftssystem. So intensivieren wir derzeit unsere Alumni-Arbeit, sagt der Vorstandsvorsitzende Kaufmann. Zudem wird das ZWM sein Weiterbildungsangebot erweitern und noch stärker ausdifferenzieren. Im kommenden Jahr wird es neue Lehrgangsformate geben, die auf die spezifischen Herausforderungen an Hochschulen angewandter Wissenschaften sowie an Universitätskliniken und medizinischen Fakultäten zugeschnitten sind.

Zum Festakt anlässlich seines zehnjährigen Bestehens lädt das ZWM seine Mitglieder, Freunde und Förderer am 11. Oktober 2012 nach Speyer ein. Daran anschließend findet vom 12. bis 13. Oktober 2012 die Jahrestagung State of the Art statt. Unter dem Titel Das Ende als Chance: Was kommt nach der substanziellen Förderung? geht es um Herausforderungen, die Universitäten und Bundesländer nach dem Auslaufen der Exzellenzinitiative zu bewältigen haben.

Zahlen und Fakten
- 73 institutionelle Mitglieder: Universitäten, Hochschulen, Forschungseinrichtungen, intermediäre Organisationen; 31 persönliche Mitglieder
- Rund 3.300 Personenschulungstage im Jahr 2011, rund 4.000 im Jahr 2012 das entspricht 2012 gut 200 Weiterbildungstagen mit durchschnittlich 20 TeilnehmerInnen, von Kleingruppenformaten bis Tagungen
- Weiterbildungsangebot umfasst 2012 sieben mehrmodulige themenübergreifende Lehrgänge, 21 themenspezifische Workshops und fünf Tagungen
- 2013 wird das Programm um zwei neue Lehrgangs-Formate und neue Workshops erweitert
- 14 MitarbeiterInnen in der Geschäftsstelle in Speyer jQuery(document).ready(function($) { $("fb_share").attr("share_url") = encodeURIComponent(window.location); });

Weitere Informationen: http://www.zwm-speyer.de/zwm - Selbstverständnis, Organe, Struktur http://www.zwm-speyer.de/mitglieder - Mitglieder http://www.zwm-speyer.de/weiterbildung - Weiterbildungsangebot http://www.wissenschaftsmanagement-online.de - Wissens- und Netzwerkportal
uniprotokolle > Nachrichten > Management im Dienste der Wissenschaft: Zentrum für Wissenschaftsmanagement e.V. wird zehn Jahre alt
ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenDruckansicht

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/nachrichten/id/236334/">Management im Dienste der Wissenschaft: Zentrum für Wissenschaftsmanagement e.V. wird zehn Jahre alt </a>